25. August 2010

Beeren putzen das Gehirn im Alter

Wer häufig Heidelbeeren, Erdbeeren und Brombeeren isst, sorgt damit für ein gutes Gedächtnis im Alter vor. Denn bestimmte Inhaltsstoffe von ihnen helfen dem Gehirn dabei, giftige Eiweiße zu zerstören. Das berichten Forscher beim Treffen der American Chemical Society www.acs.org. Sie erhoben die Wirkung von Polyphenolen, die dem oxidativen Stress bei degenerativen Gehirnerkrankungen, Herzproblemen, Krebs und anderen Alterskrankheiten entgegenwirken.

Müllabfuhr der Nervenzellen

Dass Beeren den Nervenverfall im Alter verzögern und dabei die Lern- und Erinnerungsfähigkeit aufrecht erhalten, wurde schon früher an Ratten gezeigt. Nun untersuchten die Forscher die sogenannten Mikroglia-Zellen. Ähnlich wie eine Müllabfuhr entfernen diese den biochemischen Abfall im Gehirn, der sonst die Funktion der Neuronen verschlechtert, und rezyklieren ihn. Dieser als “Autophagie” bezeichnete Prozess funktioniert im Alter immer schlechter, obwohl hier erhöhter Entsorgungsbedarf besteht.

Am Gehirnmodell einer Maus konnte nun gezeigt werden, dass Extrakte aus Heidel-, Erd- und Brombeeren die Aktivität von jenem Protein unterbinden, das im Alter die Autophagie unterbricht. Somit unterstützen die Beeren die Arbeit der “Müllabfuhr-Zellen”. “Unsere Forschung ist die erste, die diesen Effekt bei Beeren nachweisen kann”, berichtet die Studienleiterin Shibu Poulose.

Saft für gute Erinnerung

“Die antioxidant wirkenden Inhaltsstoffe stecken vor allem in den Bestandteilen, die beim Pressen als Reststoffe zurückbleiben. Also in der Haut und in den Kernen”, erklärt die Lebensmitteltechnologin Marie Bildstein vom Technologie-Transfer-Zentrum Bremerhaven www.ttz-bremerh… gegenüber pressetext. Selbst gefrorene Beeren enthalten Polyphenole und ebenso zu Marmelade verarbeitete, sofern die Einkochtemperatur nicht zu hoch war. “Allerdings sind antioxidante Wirkstoffe empfindlich auf Licht und Temperatur und gehen auch bei zu langer Lagerung verloren.”

Das Interesse der beerenverarbeitenden Industrie an Polyphenolen ist hoch. Bildstein arbeitet in einem EU-Projekt, das neben der Wirkung dieser gesundheitsfördernden Stoffe auch deren Integration in Produkten erforscht. “Safthersteller brauchen etwa die Möglichkeit, Rückstände aus der Presse zu verwenden. Der klassische Weg dazu sind Lösungsmittel, wir wollen es jedoch mit Enzymen schaffen. Das ist schonender.” Die Expertin rechnet damit, dass Ergebnisse dazu noch bis Jahresende vorliegen werden.

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13. August 2010

Dicke Finger am Morgen? Erfahren Sie, was hilft!

Ist Ihnen das auch schon passiert? Sie wachen frühmorgens auf, schauen in den Spiegel und sind nicht wirklich zufrieden, was sie sehen. Sie sehen total verschlafen aus, Ihr Gesicht ist verschwollen wie nach einer durchheulten Nacht. Sie wollen Ihren Ring anstecken, doch dieser passt nicht mehr, denn auch die Finger sind angeschwollen. Wenn Sie dann Ihre Straßenschuhe anziehen, scheinen diese über Nacht zu klein geworden zu sein…
Schuld ist oft Wasser, was sich eingelagert hat. Doch wie kann das einfach so über Nacht passieren?

Die Ursache kann ein Ungleichgewicht zwischen Flüssigkeitszufluss und Flüssigkeitsabfluss im Bindegewebe sein. Dieses entsteht beispielsweise durch eine erhöhte Konzentration an Natrium-Ionen im Körper. Salz (Natriumchlorid), so scheint es, geht unter die Haut. Es bindet das Wasser im Körper.

Natriumchlorid ist das Salz des Zellzwischenraumes. Kaliumchlorid dominiert im Inneren den Zellen. Beide sollten im ausgewogenen Verhältnis zueinander vorliegen. Eine vermehrte Natriumaufnahme führt zu einer Ausdehnung des Volumens rund um die Zellen. Es kommt zu geschwollenen Füßen, Fingern oder dem typischen “verschlafenen” Gesicht.

Salz galt im Mittelalter als “weißes Gold” und wurde mit Edelsteinen aufgewogen. Vom Status als Luxusgut ist heute kaum etwas übrig geblieben. Vielmehr gilt ein hoher Salzkonsum seit vielen Jahren als Risikofaktor für Bluthochdruck. Rund neun Gramm Kochsalz nimmt ein Durchschnittsbürger der Industrienationen heute pro Tag zu sich. “Der Mensch ist heute das einzige frei lebende Landsäugetier, das mit der Ernährung mehr Natrium als Kalium zu sich nimmt”, bringt es der Evolutionsmediziner Boyd Eaton aus den USA auf den Punkt. Das Verhältnis von Natrium und Kalium hat sich im Vergleich zum Mittelalter umgekehrt.

Wer seinen Salzkonsum senkt, tut Blutdruck, Hirn und Herz einen Gefallen. Unter sechs Gramm pro Tag können eine Absenkung des systolischen Blutdrucks um vier bis sechs mmHg bringen, sagt die Deutsche Hochdruckliga in ihrer aktuellen Leitlinie. Sechs Gramm Salz entsprechen etwa einem gehäuften Teelöffel.

Tipps: Wassertabletten, Kaliumaspartat, Natriumreduziertes Salz

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08. August 2010

Volkskrankheit Diabetes – Viele unterschätzen ihr Risiko

In Deutschland leben drei Millionen Diabetiker, die nichts von ihrer Krankheit wissen. Unbehandelt zerstört die Zuckerflut Nerven und Gefäße und kann tödlich enden. Spezielle Präventionsprogramme, wie jetzt in einem der führenden deutschen Diabetes-Behandlungszentren Bad Mergentheim in Baden-Württemberg beispielhaft entwickelt, können für Betroffene der Schlüssel zu einem besseren und längeren Leben sein.

Bad Mergentheim – Mehr als jeder zehnte Deutsche ist bereits heute zuckerkrank. In der Altersgruppe der 55- bis 75-jährigen ist inzwischen sogar jeder dritte Deutsche von Diabetes betroffen. Doch von diesen ahnt jeder Vierte nichts von seiner Krankheit. Denn zumindest am Anfang spüren Betroffene nichts. Oft wird Diabetes eher zufällig bei Routine-Blutuntersuchungen festgestellt. Spätere schwere Folgeschäden wie Durchblutungsstörungen, Herzinfarkt, Amputationen oder Erblindung lassen sich aber besonders wirksam verhindern, wenn die Zuckerkrankheit schon vor ihrem eigentlichen Ausbruch, bei ersten Störungen des Zuckerstoffwechsels, erkannt wird. „In diesem Stadium können viele Betroffene den Ausbruch von Diabetes dann noch durch einfache Maßnahmen wie Ernährungsumstellung und regelmäßigen Sport verhindern – oder zumindest lange hinauszögern“, sagt der renommierte Diabetes-Mediziner Professor Dr. Thomas Haak, Chefarzt der Diabetes-Klinik in Bad Mergentheim, dem größten Akutkrankenhaus für Diabetes in Deutschland.

Bad Mergentheim, gelegen im Dreiländereck Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, gilt mit einer eigenen Diabetes-Klinik, einer Diabetes-Akademie und einem eigenen Diabetes-Forschungsinstitut heute als eines der führenden deutschen Kompetenz- und Behandlungszentren für die Volkskrankheit „Zucker“. In enger Abstimmung mit den Medizinern vor Ort hat die Kurverwaltung dort jetzt erstmals spezielle Programme zur Diabetes-Prävention entwickelt, die Betroffenen helfen können, den Ausbruch der Krankheit möglichst lange zu verhindern oder mit der Krankheit besser zu leben.

Risikofaktoren: falsche Ernährung, Übergewicht und zu wenig Bewegung

Bei Diabetes mellitus liegt der Spiegel des Zuckers im Blut dauerhaft zu hoch. Das Hormon Insulin, das die Glukoseverwertung im Körper entscheidend beeinflusst, wirkt nicht mehr richtig oder ist in fortgeschrittenen Fällen in zu geringer Menge vorhanden. Bei Diabetes werden zwei Hauptformen unterschieden: Diabetes Typ 1, bei dem das Abwehrsystem allmählich die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse zerstört. Der Insulinmangel muss durch das Spritzen von Insulin ausgeglichen werden.

„In 90 Prozent der Fälle handelt es sich jedoch um Typ 2-Diabetes, meist eine Folge von Fehlernährung, Übergewicht und Bewegungsarmut“, sagt Professor Thomas Haak, der von 2007 bis 2009 auch Präsident der Deutschen Diabetes-Gesellschaft (DDG) war. Zellen und Gewebe sprechen nicht mehr richtig auf das anfangs noch ausreichend vorhandene Insulin an. Früher wurde dieser Diabetestyp als „Alterszucker“ bezeichnet; inzwischen gibt es auch übergewichtige Kinder, die von Typ 2-Diabetes betroffen sind. Bereits 3,5 Millionen Jungen und Mädchen unter 18 Jahren sind in Deutschland übergewichtig und auf dem besten Weg, die Diabetiker von morgen zu werden. Mediziner wie Professor Haak rechnen mit einem weiteren Anstieg: Bis zum Jahr 2020 könnte jeder sechste Deutsche – also rund 14 Millionen Bundesbürger – unter Diabetes mellitus leiden.

Zum „Diabetes-Check“ nach Bad Mergentheim

Spezielle Diabetiker-Präventionsprogramme sollen dieses Szenario verhindern. „Bad Mergentheim will hier eine Vorreiterrolle im Kampf gegen die Volkskrankheit Diabetes einnehmen“, sagt Kurdirektorin Katrin Löbbecke. In den meist 14-tägigen Aufenthalten lernen die Teilnehmer in Ernährungsseminaren, sich gesünder zu ernähren. Die Hotels und Kliniken servieren während des Aufenthalts zudem eine speziell auf die Gästegruppe abgestimmte kalorienarme Vollwertkost. Neben einem umfangreichen medizinischen „Diabetes-Check“ mit einer Analyse der Blutwerte umfassen die Angebote auch ein umfangreiches Bewegungsprogramm mit Elementen wie Aquafitness, Gymnastik, Walking oder Training für Ausdauer und Muskelaufbau. Ein EKG, eine Langzeitmessung des Blutdrucks (bei Risikopatienten) sowie – je nach Hotel – medizinische „Wohlfühlanwendungen“ wie Fangopackungen, Bäder, Massage und Saunaaufenthalte ergänzen das Angebot.

Gesundheit und Spaß verbinden

„Den Teilnehmern soll es Spaß machen, etwas für ihre Gesundheit zu tun“, sagt Kurdirektorin Löbbecke. Gerade für aktiven Gesundheitsurlaub biete Bad Mergentheim – heute Baden-Württembergs größtes Ge-sundheitszentrum – optimale Voraus-setzungen: unter anderem einen der schönsten deutschen Kurparks, in dem Gesundheitsgäste zwischen Lavendelfeldern, Rosengarten und Japangarten neue Kraft tanken können sowie die Lage an der Kreuzung des Fünf-Sterne-Qualitätsradweg „Liebliches Taubertal“ und der Romantischen Straße.

Die zweiwöchigen Pauschalen, die verschiedene Häuser in Bad Mergentheim in diesem Jahr anbieten, kosten inklusive Übernachtung, Vollpension, der medizinischen Betreuung und des gesamten Bewegungs- und Ernährungsprogramms pro Person ab 1.060 Euro. Mehr Informationen zu den Programmen erhalten Sie direkt bei der Kurverwaltung Bad Mergentheim, Telefon 07931/965-256, E-Mail p.dittgen@kur-b…

www.baeder-fueh…

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