15. September 2008

Broccoli hilft gegen chronische Lungenerkrankung

Eine in Broccoli enthaltene Substanz dürfte die Schäden limitieren, die zu einer ernsthaften Lungenerkrankung führen können. Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) wird häufig
durch Rauchen verursacht. Allein in Großbritannien sterben rund 30.000 Menschen jährlich an dieser Krankheit. Wissenschaftler der Johns Hopkins School of Medicine www.hopkinsmedi… haben nachgewiesen, dass Sulforaphan die Aktivität des Gens NRF2 in menschlichen Lungenzellen erhöht. Dadurch werden die Zellen vor Schädigungen durch Toxine geschützt. Details der aktuellen Studie wurden im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine ajrccm.atsjourn… veröffentlicht.

Jetzt wurde eine deutlich geringere Aktivität des Gens NRF2 bei Rauchern    mit einer fortgeschrittenen chronisch obstruktiven Lungenerkrankung nachgewiesen. Dieses Gen soll für das Auslösen verschiedener Mechanismen  zur Entfernung von Toxinen und Schadstoffen verantwortlich sein, die die Zellen schädigen können. Frühere Studien mit Mäusen hatten gezeigt, dass    eine Störung des Gens zu einem frühen Einsetzen von schweren Emphysemen führte. Dabei handelt es sich um einen Teil des Krankheitsbildes von COPD, der den Betroffenen besonders zu schaffen macht. Die Erhöhung der   Aktivität des Gens sollte zu wirksamen Behandlungsansätzen führen, die auch das Fortschreiten der Krankheit verhindern können.

Die aktuelle Studie wies nach, dass Sulforaphan in der Lage war, die    verringerten NRF2-Werte in Zellen wiederherzustellen, die mit Zigarettenrauch in Kontakt gekommen waren. Der gleiche Broccoli-Bestandteil schützt laut neuen Studien auch gegen die durch Diabetes verursachte Schädigung der Blutgefäße. Kreuzblütengewächse wie Broccoli wurden ebenfalls mit einem verringerten Risiko eines   Herzanfalls und eines Schlaganfalls in Zusammenhang gebracht.

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08. September 2006

Wut beeinträchtigt Lungenfunktion

Stress beeinflusst das körpereigene Immunsystem negativ

Ein Wissenschaftsteam der Harvard Medical School http://hms.harvard.edu hat nachweisen können, dass zwischen der emotionalen Verfassung und dem Funktionieren der Lungen ein Zusammenhang besteht. Mit dem Fortschreiten der Jahre verschlechtert sich die Lungenfunktion zwar automatisch. Die Forscher entdeckten jedoch, dass es mit dem Zustand der Lungen von Menschen, die sich oft aufregen und viele feindselige Gefühle hegen, noch viel schneller bergab geht. Sie hoffen, dass diese neue Erkenntnis zur Entwicklung von neuen Methoden der Diagnose und Behandlung von Lungenerkrankungen beitragen wird. Die Studie wurde in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Thorax ” title=”http://thorax.bmjjournals.com” class=”autohyperlink” target=”_blank”>thorax.bmjjourn… veröffentlich.

Um zu ihrer Erkenntnis zu kommen, beobachteten die Wissenschaftler eine Gruppe von 670 Militärveteranen im Alter zwischen 45 und 82 Jahren. Bereits im Jahre 1986 hatten diese Männer eine Reihe von Fragenbögen über ihre mentale Verfassung ausgefüllt. Anhand eines speziellen Scoresystems (Cook-Medley Scale), konnten die Forscher das Mass an Zorn und Stress der Probanden bestimmen. Darüber hinaus wurden die Männer einem Lungenfunktionstest unterzogen, mit dem die Menge an Luft gemessen wurde, die die Probanden auf einmal ausatmen konnten. In den acht folgenden Jahren wurde die Lungenfunktion der Veteranen noch dreimal untersucht.

In diesen Untersuchungen zeigte sich eindeutig eine Verbindung zwischen Zorn und Lungenkapazität. Bei den Männern, die in den acht Jahren mehr feindselige Gefühle entwickelt hatten, verschlechterte sich die Lungenfunktion schneller als bei den Männern, dessen Verfassung sich nicht änderte oder positiver wurde. Den Forschern zufolge könnte dies darauf hinweisen, dass der durch Wut hervorgerufene Stress das körpereigene Immunsystem beeinträchtigt, wodurch Krankheiten die Chance bekommen, sich zu entwickeln. Die Tatsache, dass frühere Studien ausgewiesen haben, dass Gefühle wie Stress und Wut unter anderem einen Herzstillstand, Asthma, COPD und Magenerkrankungen bewirken können, bekräftigt diese Schlussfolgerung.

Übrigens ist noch nicht aufgeklärt, ob die Studienergebnisse auf die Bevölkerung im Allgemeinen anwendbar sind. Die Studie sei nicht repräsentativ für die ganze Bevölkerung, weil nur ältere, weisse Männer aus einer niedrigeren sozialökonomischen Klasse teilgenommen haben. Darüber hinaus sei es noch nicht klar, ob zwischen emotionaler Verfassung und dem Funktionieren der Lungen eine direkte, ursächliche Verbindung besteht, oder ob daran noch ein dritter, unbekannter Faktor beteiligt ist. “Im Gegensatz zum Zusammenhang zwischen Wut und koronare Ereignisse, habe ich auf dem ersten Blick Mühe zu verstehen, warum zwischen Wut und Lungenfunktion ein Zusammenhang bestehen sollte”, zeigt sich Erich Russi der Klinik für Pneumologie des Universitätsspitals Zürich auf Nachfrage von pressetext skeptisch. “In der Praxis ist es auf jeden Fall nicht geläufig, dass Wut die Lungenfunktion beeinflusst.”

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21. April 2006

Raucherhusten – Die unterschätzte Gefahr

Die Lungenliga macht zum Welt-COPD-Tag am 15. November 2005 auf die tödlichen Gefahren der chronischen obstruktiven Lungenerkrankung COPD aufmerksam. Diese gemeinhin als Raucherhusten verharmloste Krankheit ist in Europa die vierthäufigste Todesursache.

COPD (Chronic Obstructive Pulmonary Disease) engt zunehmend die Atemwege ein. Die Folgen dieser unheilbaren Krankheit sind Atemnot und eingeschränkte Mobilität. Die Zahl der COPD-Betroffenen in der Schweiz wird auf etwa 350’000 geschätzt und verursacht etwa 673’000 Konsultationen pro Jahr. Allerdings wird nur ein Teil aller COPD-Erkrankungen diagnostiziert – schätzungsweise jeder dritte Raucher leidet an dieser unheilbaren Krankheit und ist sich der tödlichen Risiken nicht bewusst.

Anzeichen richtig erkennen Je früher eine COPD als solche diagnostiziert wird, desto erfolgreicher kann sie behandelt werden. Die Diagnose ist einfach und wird durch eine Lungenfunktions-Untersuchung (Spirometrie) gestellt. Insbesondere sollten alle Rauchenden und ehemaligen Rauchenden über 40, sowie Personen, welche ein oder mehrere der folgenden Symptome haben, ihre Lungenfunktion untersuchen lassen:
¢ häufiges Husten auch ohne Erkältung
¢ morgendlicher Husten mit Auswurf
¢ Atemnot bei körperlicher Belastung
¢ Pfeifende Atmung.

Rauchstopp lohnt sich. Nur ein konsequenter Rauchverzicht kann die fortschreitende Zerstörung der Lunge stoppen. Durch regelmässiges körperliches Training können COPD-Betroffene ihre Leistungsfähigkeit verbessern und somit die Lebensqualität steigern.

Die Broschüre “COPD – Chronisch obstruktive Lungenkrankheit. Symptome, Diagnose, Behandlung” kann kostenlos in Deutsch, Französisch und Italienisch über www.lungenliga.ch, per E-Mail bei info@lung.ch oder per Telefon unter 031-378 20 50 bezogen werden.

Weitere Infos finden Sie hier …

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