03. August 2010

Homburger Forscher finden neuen Therapieansatz für die Behandlung von Bluthochdruck

Wissenschaftler des Homburger Instituts für Pharmakologie haben zusammen mit Kollegen des Instituts für Physiologie der Universität Regensburg und der Universität Leuven in Belgien einen bisher unbekannten Mechanismus identifiziert, der bei der Entstehung von Bluthochdruck eine entscheidende Rolle spielt. Die Forscher um die Diplombiologin Ilka Mathar und Prof. Marc Freichel konnten in Zusammenarbeit mit Prof. Rudi Vennekens (KU Leuven) und Prof. Frank Schweda (Universität Regensburg) zeigen, dass ein Ionenkanal, der als TRPM4 bezeichnet wird, die Freisetzung von Adrenalin aus Zellen des vegetativen Nervensystems und dadurch den arteriellen Blutdruck reguliert.

Die von den Wissenschaftlern in Homburg durchgeführten Experimente, die am 2. August 2010 in der führenden Wissenschaftszeitschrift Journal of Clinical Investigation publiziert wurden, eröffnen die Möglichkeit, Aktivatoren des TRPM4-Ionenkanals als neue Arzneimittel zur Behandlung von Bluthochdruck zu entwickeln.

Bluthochdruck ist ein entscheidender Risikofaktor für die Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, die nach wie vor eine der wichtigsten Ursachen für vorzeitige Todesfälle darstellen. In der Bundesrepublik Deutschland leiden rund 15 Millionen der 18- bis 80-Jährigen an Bluthochdruck, wobei dieser bei etwa drei Viertel der Patienten entweder nicht bekannt ist oder nicht entsprechend behandelt wird. Die Erkrankung verläuft sehr häufig ohne für den Patienten wahrnehmbare Symptome, und die Ursachen für die Entstehung dieser Volkskrankheit sind fast immer unbekannt. Bisherige Untersuchungen haben gezeigt, dass Bluthochdruck durch Veränderungen in Genen verursacht werden kann, die die Kontraktion von Blutgefäßen, den Ionentransport in der Niere oder auch die Freisetzung von Hormonen beeinflussen.

Hier setzen die Untersuchungen der Homburger Wissenschaftler an. Der von ihnen identifizierte Ionenkanal steuert die Freisetzung von Adrenalin, das in Zellen des vegetativen Nervensystems gespeichert und bei Stresssituationen ausgeschüttet wird. Durch eine Hemmung dieses als TRPM4 bezeichneten Ionenkanals steigt die Adrenalinfreisetzung deutlich an. Entsprechend wären Substanzen, die den TRPM4-Ionenkanal aktivieren, vielversprechende Medikamente zur Blutdrucksenkung. Möglicherweise ist auch die bei vielen Menschen vorhandene Disposition, einen Bluthochdruck zu entwickeln, auf eine Fehlfunktion dieses Ionenkanals zurückzuführen. Die Suche nach neuen Arzneimitteln, die TRPM4 aktivieren, hat bereits begonnen, ebenso genetische Untersuchungen von Patienten mit Bluthochdruck, um herauszufinden, inwieweit deren Krankheit auf Veränderungen des TRPM4-Gens zurückzuführen ist.

Link zum Artikel im Journal of Clinical Investigation: www.jci.org/art…

Kontakt:
Prof. Dr. med. Marc Freichel
Experimentelle und Klinische Pharmakologie und Toxikologie
Abt. Experimentelle Pharmakologie und Präklinische Krankheitsmodelle
Universität des Saarlandes
66421 Homburg
Telefon: (06841) 16-26438
E-Mail: marc.freichel@u…
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02. Juli 2009

Bad Wörishofen: Rosengarten im Kurpark steht in voller Blüte

P8212011°Der Kurpark Bad Wörishofen gehört zu den schönsten Parkanlagen Deutschlands. Gerade jetzt, wenn der Rosengarten in voller Blüte steht, lohnt ein Spaziergang durch den 163 000 Quadratmeter großen Park, in dem rund 6.000 Rosenstöcke verschwenderisch ihren Duft verströmen.

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Weitere Highlights sind der Duft- und Aromagarten, Heilkräutergärten mit Pflanzen aus drei Epochen, Obststreuwiese, Biotopanlagen, Tautretwiese, Weiher mit Enten und Vogelvolieren mit Vögeln aus aller Welt.

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Zwischendurch wird man durch gesundes Wassertreten in einer der Wassertretstellen, entspanntes Verweilen in der Gradieranlage oder am Osteowalk wieder frisch. Sehenswert ist die Tennisanlage mit wunderschöner Architektur aus den 20er Jahren des letzten Jahrhunderts.

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23. Juni 2009

IC-Direktverbindung Hamburg-Bad Füssing

Der niederbayerische Kurort Bad Füssing kann seinen Kurgästen eine besondere Attraktion bieten: einen eigenen Intercity-Anschluss. Einmal pro Woche, jeweils am Samstag, fährt ein Kurswagen des IC „Rottaler Land“ von Hamburg über Hannover, Würzburg, und Nürnberg nach Pocking, direkt vor die Tore Bad Füssings. Pocking, das direkt an Bad Füssing grenzt, ist mit seinen 12.000 Einwohnern damit zugleich Deutschlands kleinster IC-Bahnhof. Schon über 12.000 Bad Füssinger Gäste nutzen nach Schätzung der Kurverwaltung den IC-Kurexpress und reisen per Bahn in Deutschlands beliebtesten Kurort.
Der IC „Rottaler Land“ fährt am Samstag um 7.04 Uhr, im Winter um 6.20 Uhr im Bahnhof Hamburg Altona ab, am Nachmittag gegen 16.00 Uhr kommen die Kurgäste – ohne umsteigen – in Pocking an. Von dort bringen sie Tranfer-Busse in das nur wenige Fahrminuten entfernte Bad Füssing. Zur wachsenden Frequentierung des Intercity „Rottaler Land“ trägt nicht zuletzt der supergünstige Reisepreis bei. Die An- und Rückfahrt nach und ab Bad Füssing im IC „Rottaler Land“ kostet – unabhängig von der Entfernung – ab 59 Euro.

Mit 2,6 Millionen Übernachtungen jährlich und rund 1,8 Millionen Gästen pro Jahr ist Bad Füssing heute Europas meistbesuchtes Heilbad mit Deutschlands weitläufigsten Thermenlandschaft. Magnet für die Gäste aus aller Welt ist das besondere Schwefel-Heilwasser aus 1000 Metern Tiefe mit seiner legendären Heilwirkung bei Rheuma, Rücken- und Gelenkerkrankungen.

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