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	<title>Bäder-Führer Blog &#187; Diabetes</title>
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		<title>Einfluss auf Hormonsystem: Krankmachende Stoffe aus der Umwelt</title>
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		<pubDate>Tue, 23 Feb 2010 16:24:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Zahlreiche Stoffe in der Umwelt können das Hormonsystem des Menschen beeinflussen. Dazu gehören künstlich hergestellte Substanzen wie synthetische Östrogene, Arzneimittel oder Pestizide, aber auch natürlich vorkommende Hormone. Aktuelle Studienergebnisse haben eine wissenschaftliche Diskussion darüber ausgelöst, ob sie an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus beteiligt sein könnten. Auf der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Zahlreiche Stoffe in der Umwelt können das Hormonsystem des Menschen beeinflussen. Dazu gehören künstlich hergestellte Substanzen wie synthetische Östrogene, Arzneimittel oder Pestizide, aber auch natürlich vorkommende Hormone. Aktuelle Studienergebnisse haben eine wissenschaftliche Diskussion darüber ausgelöst, ob sie an der Entstehung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen oder Diabetes mellitus beteiligt sein könnten. Auf der Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für Endokrinologie (DGE) am Mittwoch, den 3. März 2010, informieren Experten über die aktuellen Ergebnisse zu den Wirkungen von sogenannten Endokrinen Disruptoren.</p>
<p style="text-align: justify;">Unter Verdacht stehen nach den neuen Studien auch einige künstliche Substanzen. Dazu gehört ein Vertreter aus der Gruppe der sogenannten Xenoöstrogene. Das sind Stoffe, die auf den menschlichen Körper wie das menschliche Hormon Östrogen wirken. Sie kommen beispielsweise in Kunststoff und Lebensmittelverpackungen vor. Bereits seit längerem wird die Wirkung dieser und weiterer körperfremder Substanzen untersucht, die unter dem Oberbegriff Endokrine Disruptoren (Eds) definiert werden. Dazu gehören alle künstlich hergestellten und natürlich vorkommenden Stoffe, die eine Wirkung auf das menschliche Hormonsystem haben können.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Dass sie auch krank machen können, haben Wissenschaftler bereits nachgewiesen. Dazu zählen Fälle von Fehlbildungen oder Tumorerkrankungen von weiblichen und männlichen Fortpflanzungsorganen.<br />
Maßgeblich für eine Erkrankung sind die Menge der Substanz und der Zeitpunkt, zu dem die Menschen ihr ausgesetzt sind. Xenoöstrogene haben unerwünschte Wirkungen insbesondere dann, wenn sich der menschliche Organismus noch in der Entwicklung befindet.</p>
<p style="text-align: justify;">„Weiterreichende aktuelle wissenschaftliche Studien greifen nun eine neue Diskussion auf“, meint Professor Dr. med. Gilbert Schönfelder vom Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Würzburg.<br />
„Erste Ergebnisse aus zwei umfangreichen epidemiologischen Untersuchungen an Erwachsenen lassen vermuten, dass zum Beispiel Bisphenol A, ein Xenoöstrogen, die Wahrscheinlichkeit erhöht, an Diabetes oder Herz-Kreislaufproblemen zu erkranken. Der Experte für Eds wird auf dem 53. Symposion der DGE am Freitag, 5. März 2010, im CCL Leipzig und auf der DGE-Pressekonferez am Mittwoch, 3. März 2010, im Universitätsklinikum Leipzig, über die neuen Erkenntnisse berichten.</p>

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		<title>Kohlenhydrate schädigen Insulin-produzierende Zellen durch oxidativen Stress</title>
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		<pubDate>Fri, 13 Nov 2009 09:06:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Eine kohlenhydrathaltige, fettreiche Kost macht nicht nur dick, sondern begünstigt auch Diabetes. Wie ein Forscherteam um Hadi Al-Hasani vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DifE) nun erstmalig zeigt, sind es jedoch die Kohlenhydrate und nicht die Fette, welche die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse schädigen. In Verbindung mit einer fettreichen Ernährung erhöhen Kohlenhydrate den oxidativen Stress in [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Eine kohlenhydrathaltige, fettreiche Kost macht nicht nur dick, sondern begünstigt auch Diabetes. Wie ein Forscherteam um Hadi Al-Hasani vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung (DifE) nun erstmalig zeigt, sind es jedoch die Kohlenhydrate und nicht die Fette, welche die Insulin-produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse schädigen. In Verbindung mit einer fettreichen Ernährung erhöhen Kohlenhydrate den oxidativen Stress in den Zellen, lassen sie so schneller altern und damit auch früher sterben. Die neuen Daten tragen wesentlich dazu bei, die bisher nur wenig verstandenen molekularen Zusammenhänge zwischen Ernährung und Diabetesentstehung aufzuklären.</p>
<p style="text-align: justify;">Der zugehörige wissenschaftliche Artikel ist in der aktuellen Online- Ausgabe von Diabetologia erschienen (Dreja, T. Et al.; 2009; DOI 10.1007/s00125-009-1576-4).</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Bereits vor zwei Jahren beobachtete eine Forschergruppe um Hans-Georg Joost, wissenschaftlicher Direktor des DifE, dass eine kohlenhydratfreie Diät zumindest dicke Mäuse vor Diabetes schützt. Al- Hasani und sein Team führten nun die Studie fort und untersuchten die zugrunde liegenden molekularen Mechanismen.</p>
<p style="text-align: justify;">Zunächst fütterten sie Tiere eines zu Übergewicht neigenden Mausstamms mit unterschiedlichen Diäten: Die erste Gruppe erhielt ein fettreiches Futter mit Kohlenhydraten. Die zweite Gruppe erhielt ein fettreiches Futter ohne Kohlenhydrate. Dabei durften die Tiere so viel fressen und trinken wie sie wollten. Unabhängig von der Diät nahmen die Mäuse in beiden Gruppen deutlich zu und waren nach 17 Wochen in gleichem Maße übergewichtig. Hinsichtlich des Gesundheitsstatus unterschieden sich die Tiere jedoch deutlich.</p>
<p style="text-align: justify;">Die meisten Mäuse, welche gleichzeitig viel Fett und Kohlenhydrate fraßen, wiesen bereits nach acht Wochen übermäßig hohe Blutzuckerwerte auf – ein Anzeichen für einen beginnenden Diabetes. In der 17. Woche waren etwa zwei Drittel dieser Tiere an einem Diabetes erkrankt.<br />
Dagegen blieben die kohlenhydratfrei ernährten Nager von hohen Blutzuckerwerten und der Erkrankung verschont.</p>
<p style="text-align: justify;">Wie Untersuchungen der Insulin-produzierenden Zellen beider Maus- Gruppen zeigen, beeinflussen die aufgenommenen Kohlenhydrate die Aktivierung von 39 erst kürzlich entdeckten Genen, die auch beim Menschen mit der Diabetesentstehung in Zusammenhang gebracht werden.<br />
Etwa 80 Prozent dieser Gene wurden stärker exprimiert, d.h. Verstärkt abgelesen. Dabei handelt es sich besonders um solche, die den oxidativen Stoffwechsel in den Mitochondrien stimulieren.<br />
Mitochondrien sind die „Energiekraftwerke“ der Zellen.
</p>
<p style="text-align: justify;">„Die Stimulation des oxidativen Stoffwechsels führt zu einer übermäßigen Bildung von reaktiven Sauerstoffverbindungen, so genannten reactive oxygen species (ROS) und damit zu oxidativem Stress“, erklärt Studienleiter Al-Hasani. „Der Stress lässt die Zellen schneller altern und damit auch früher sterben. Damit zeigen unsere Daten, dass Kohlenhydrate besonders in Zusammenhang mit einer fettreichen Ernährung kritisch zu sehen sind. Sie schädigen die Insulin- produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrüse und begünstigen so Diabetes.“</p>
<p style="text-align: justify;">„Die Ergebnisse können sicher nicht direkt in Ernährungsempfehlungen umgewandelt werden, da eine kohlenhydratfreie, fettreiche Ernährungsweise für Menschen nachteilig und auch nicht praktikabel ist“, sagt Koautor Joost. „Dennoch sollten wir in unseren Ernährungsempfehlungen ein größeres Gewicht auf die Effekte der Kohlenhydrate legen. Mit anderen Worten: Personen mit erhöhtem Diabetes-Risiko sollten Vollkornbrot statt Weißbrot essen, da hierdurch ein schneller und übermäßiger Anstieg der Blutzuckerwerte vermieden werden kann.“</p>
<p style="text-align: justify;">Hintergrundinformationen:</p>
<p style="text-align: justify;">Typ-2-Diabetes:<br />
Nach Angaben der International Diabetes Federation (IDF) sind knapp 7,5 Millionen Menschen in Deutschland an einem Diabetes erkrankt, wobei etwa 85-95 Prozent der Menschen an einem Typ-2-Diabetes leiden.<br />
Der Typ-2-Diabetes verläuft zu Beginn meist ohne Anzeichen und wird häufig erst mit jahrelanger Verzögerung erkannt. Er führt oft zu schwerwiegenden Komplikationen, wie Erblinden, Nierenversagen und Amputation von Gliedmaßen. Zudem sterben Menschen mit Diabetes früher, vor allem an Herz-Kreislauf-Erkrankungen.</p>
<p style="text-align: justify;">Kohlenhydrate und glykämischer Index (GI):<br />
Kohlenhydrate zählen zu den Grundnährstoffen. Zu ihnen gehören alle Zucker- und Stärkearten und die meisten Ballaststoffe. Die Aufnahme von Kohlenhydraten erhöht vorübergehend den Blutzuckerspiegel.<br />
Besonders Traubenzucker oder Lebensmittel wie Weißbrot lassen den Blutzuckerspiegel rasch ansteigen. Ein Maß für die Blutzuckererhöhung, die durch ein Nahrungsmittel ausgelöst wird, ist der glykämische Index (GI). Die bisherigen Daten lassen annehmen, dass eine Diät mit niedrigem GI das Risiko für Diabetes und kardiovaskuläre Erkrankungen senken kann.<br />
Ernährungsempfehlungen: In den bisherigen allgemeinen Ernährungsempfehlungen ist der GI zwar nicht explizit enthalten, aber z. T. Durch die Empfehlung zu Vollkornprodukten und der Reduktion von Zucker und Süßigkeiten indirekt berücksichtigt. Eine Intensivierung dieser Empfehlungen würde bedeuten, dass alle Kohlenhydrate kategorisiert werden müssten, und dass dann z.B. Kartoffeln den „schlechten“ Kohlenhydraten zugeordnet würden. Diese Intensivierung und Komplizierung der Empfehlungen kann deshalb allenfalls für Risikopersonen (z.B. Mit hohem Typ-2-Diabetes-Risiko) diskutiert werden. Ernährungsempfehlungen anderer Länder und Fachgesellschaften haben deshalb den GI bislang nicht als Kriterium genannt, empfehlen allerdings eine ballaststoffreiche Kost und zielen damit indirekt auf eine Reduktion der glykämischen Last.</p>

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		<title>Sonne macht stark und fröhlich</title>
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		<pubDate>Mon, 10 Aug 2009 08:18:57 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Kritik an umstrittener Sonnenstudio-Einstufung der WHO
Seit einigen Tagen geistert eine Meldung durch die Medien: Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hätte quasi in einem Aufwaschen, Sonnenlicht und die Besonnung im Sonnenstudio als extrem krebsgefährlich in die IARC Gruppe 1 der Karzinogene (Krebserreger) eingestuft. In derselben Gruppe befinden sich u.a. Arsen, Radioaktive Strahlen, Röntgenstrahlen, Asbest, gesalzener Fisch und Rotwein. [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Kritik an umstrittener Sonnenstudio-Einstufung der WHO</p>
<p style="text-align: justify;">Seit einigen Tagen geistert eine Meldung durch die Medien: Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hätte quasi in einem Aufwaschen, Sonnenlicht und die Besonnung im Sonnenstudio als extrem krebsgefährlich in die IARC Gruppe 1 der Karzinogene (Krebserreger) eingestuft. In derselben Gruppe befinden sich u.a. Arsen, Radioaktive Strahlen, Röntgenstrahlen, Asbest, gesalzener Fisch und Rotwein. Durch fehlerhafte Übersetzungen, mangelhafte Auseinandersetzung mit der Materie und z.T. bewusste Fehlinterpretationen, hat diese Meldung nun eine Eigendynamik entwickelt, die die Öffentlichkeit irreführt und verunsichert.</p>
<p style="text-align: justify;">Wir leben mit und von der Sonne. Ohne sie wären wir nicht existent. Dass man von zu viel Sonne einen Sonnenbrand bekommen kann, ist nur der Selbstschutz vor der eigenen Unvernunft. Wie bei allen guten Dingen im Leben kommt es auf die Menge an. Ein Glas Rotwein pro Tag hat auf Dauer eine andere Wirkung als ein Doppelliter.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Die zitierte IARC Gruppe 1 ist vergleichbar mit einer willkürlichen Zusammenfassung von &#8220;&#8230;alle Autos die mehr als 50km/h fahren können&#8221;: Da gibt es welche, die fahren 51km/h und sind ganz einfach beherrschbar und andere bringen es auf 300km/h, mit denen man sich locker ins Jenseits katapultieren kann.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Einstufung der IARC ist in der wissenschaftlichen Debatte mehr als umstritten. Eine Reihe der angesehensten internationalen UV-Experten und Vitamin-D-Forscher, haben scharf gegen diese Einstufung Stellung genommen. Die durch das Sonnenlicht unterstützte Bildung von Vitamin D3 ist für unseren Körper lebenswichtig. Sonnenmangel macht krank, lustlos und verkürzt das Leben. Regelmäßige und vernünftige Besonnung im Freien oder im Solarium führen zu einem gleichmäßigen gesunden Vitamin-D3-Spiegel im Blut. Er reguliert die Zellteilung und schützt vor vielen Krebsarten. Auch vor Melanomen! Sonnenmangel ist lebensgefährlich!</p>
<p style="text-align: justify;">Fakten A<br />
Die UV-Strahlen der Natursonne sind bereits vor vielen Jahren (1992) in die heute zitierte Gruppe 1 der IARC Liste der potenziell krebserzeugenden Substanzen bzw. Strahlungen aufgenommen worden. Damals war diese Meldung keine Notiz wert. Neu ist nun lediglich, dass die Qualität der Solarien heute bereits sonnenähnliches Licht ermöglicht und dass deshalb eine Besonnung im Solarium dem natürlichen Sonnenlicht entsprechend eingestuft wurde. Nur deshalb ist die Solariensonne auch &#8211; wie seit langem die natürliche Sonne &#8211; in dieser Liste und Einstufung gelandet. Über den Grad der Gefährdung ist damit nichts ausgesagt.
</p>
<p style="text-align: justify;">In derselben Gruppe befinden sich u.a. Arsen, Radioaktive Strahlen, gesalzener Fisch, Röntgenstrahlen, Asbest, Rotwein und Kampfgase. Durch fehlerhafte Übersetzungen, mangelhafte Auseinandersetzung mit der Materie und z.T. bewusste Fehlinterpretationen, hat diese Meldung nun eine Eigendynamik entwickelt, die die Öffentlichkeit irreführt und verunsichert.</p>
<p style="text-align: justify;">Kaum jemanden käme ernsthaft in den Sinn, einen schönen Sommertag mit einem Senfgasangriff zu vergleichen. Das aber ist in einigen Meldungen über die Einstufung der Solarien in die IARC Gruppe 1 geschehen.</p>
<p style="text-align: justify;">Genau dieses Headlinedenken aber hat einige Journalisten bewogen, die Sommersensation für 2009 loszutreten: Die Wissenschaftler haben in ihrer trockenen Mitteilung eine solche Einschätzung nicht einmal angedacht.</p>
<p style="text-align: justify;">Japaner bekommen Melanome meist auf den &#8211; doch eher sonnenfernen &#8211; Fußsohlen. Es gibt aktuell keine wissenschaftlich fundierten Belege dafür, dass mäßiges Sonnen Melanome verursachen könnte. Diese Meldung wird seit Jahrzehnten immer wieder aus der Mottenkiste geholt.</p>
<p style="text-align: justify;">Es gibt aber Studien, die nachweisen, dass regelmäßiges vernünftiges Sonnen, die Haut vor Melanomen schützen (!) kann. Allerdings wird auch vermutet, dass übermäßiges Sonnen und viele Sonnenbrände im Kindesalter die Bildung von Melanomen fördert.</p>
<p style="text-align: justify;">Alle anderen bekannten Risikofaktoren für das Melanom sind persönliche Erbanlagen.</p>
<p style="text-align: justify;">Regelmäßige, vernünftige Besonnung im Freien oder im Solarium führt zu einem gleichmäßigen, gesunden Vitamin D3-Spiegel im Blut. Eine ausreichende Vitamin D3-Versorgung reguliert die Zellteilung und schützt vor vielen Krebsarten. Auch beispielsweise vor dem Melanom (!).</p>
<p style="text-align: justify;">Sonne im Freien oder im Solarium schützt vor chronischen Erkrankungen, darunter Osteoporose, Osteomalazie und Muskelschwäche, Autoimmunerkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose und TB, Herz- und Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, Nerven- und psychische Erkrankungen wie Alzheimer, Demenz oder Depressionen. Diese Wirkungen sind in der wissenschaftlichen Diskussion nicht oder kaum noch umstritten.</p>
<p style="text-align: justify;">Jährlich wird in etwa 1.000 wissenschaftlichen Studien renommierter internationaler Forschungseinrichtungen, die positive Wirkung der UV-Strahlen von Sonne und künstlicher Besonnung auf den menschlichen Organismus nachgewiesen. Wie erwähnt ist es vor allem die Dosierung, die den Unterschied ausmacht: Ein Glas Wasser an einem heißen Sommertag weckt die Lebensgeister, eine Überschwemmung jedoch hat üble Folgen. Nur die warnende Sensationsmeldung vor dem Glas Wasser lautet dann aber: &#8220;Wasser kann tödlich sein!&#8221;</p>
<p style="text-align: justify;">Fakten B<br />
Das IARC ist eine Gruppe von Wissenschaftlern der WHO.<br />
Das in Rede stehende Dokument ist keine neue Studie, es ist vielmehr die Zusammenfassung eines Papiers aus dem Jahr 2006, die selbst ein Resümee von 23 Studien war, die bis auf die frühen 1980er Jahre zurückgingen.
</p>
<p style="text-align: justify;">Von den genannten 23 Studien wurden 5 wegen unbrauchbarer Daten ausgeschlossen, weitere 6 kamen zum Ergebnis, dass Besonnungen im Solarium das Risiko eines Hautkrebses faktisch reduzieren (!) und 16 Studien wiesen Ergebnisse innerhalb einer überbordenden Fehlergrenze (Schwankungsbreite) aus: Bei der Hochrechnung einer Nationalratswahl würde Jeder einer Prognose skeptisch gegenüberstehen, die einen Kandidaten mit 1% Vorsprung siegen sieht, aber mit einer Fehlerquote von +/- 5% behaftet ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Apropos Statistik: Wenn ein Autohändler heuer ein Auto verkauft und im nächsten Jahr zwei, hat er eine 100%-ige Steigerung seines Umsatzes erreicht. Mit dieser Wahrheit kann man schon ordentlich reüssieren! Statistik ist ja geduldig!</p>
<p style="text-align: justify;">So agieren aber leider auch einige Meldungen über Risiken von Melanomerkrankung durch Besonnung im Sonnenstudio.</p>
<p style="text-align: justify;">Da sagt beispielsweise ein Bericht, dass Sonnenliegen das Melanomrisiko um 75% erhöhen: Bei der Überprüfung der Studie stellt man jedoch fest, dass die Autoren in ihrer &#8220;Studie&#8221; weder die Intensität der Sonnenexposition der Probanden in der Natursonne, noch deren Hauttypen berücksichtigt haben.</p>
<p style="text-align: justify;">Und dann wird es eben haarig. Denn selbst wenn eine Studie nicht mit verfälschender Absicht erstellt und berechnet wurde, sieht die Risikoberechnung doch etwas anders aus: Wenn beispielsweise das Risiko eines Ereignisses bei 0,013% liegt und dank der fehlerhaften Methode auf 0,023% steigt, bringt das eben die Sensationszahl einer 75%-igen Steigerung!</p>

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		<title>Nierenschäden als Folge des Diabetes sind vermeidbar</title>
		<link>http://blog.baeder-fuehrer.ch/2009/06/21/nierenschaden-als-folge-des-diabetes-sind-vermeidbar/</link>
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		<pubDate>Sun, 21 Jun 2009 03:47:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Erkranken als Folge eines Diabetes mellitus die Nieren, hat dies einen großen Einfluss auf Lebenszeit und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes. Leiden Betroffene an der sogenannten diabetischen Nephropathie, drohen ihnen nicht nur Nierenversagen und Dialyse. Auch das vorzeitige Sterberisiko ist erhöht. Neue Forschungserkenntnisse könnten zukünftig Therapien ermöglichen, die bis ins hohe Alter die Nierenfunktion erhält. [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Erkranken als Folge eines Diabetes mellitus die Nieren, hat dies einen großen Einfluss auf Lebenszeit und Lebensqualität von Menschen mit Diabetes. Leiden Betroffene an der sogenannten diabetischen Nephropathie, drohen ihnen nicht nur Nierenversagen und Dialyse. Auch das vorzeitige Sterberisiko ist erhöht. Neue Forschungserkenntnisse könnten zukünftig Therapien ermöglichen, die bis ins hohe Alter die Nierenfunktion erhält. Schon heute gibt es Wege, die Niere zu schützen. Darauf weisen diabetesDE und die Deutsche Diabetes-Gesellschaft (DDG) anlässlich einer aktuellen Veröffentlichung hin.</p>
<p style="text-align: justify;">Bis zu 50 Prozent der Menschen mit Diabetes leiden nach längerer Diabetesdauer unter einer mehr oder weniger ausgeprägten diabetischen Nephropathie. Erstes Anzeichen der Nierenerkrankung ist das Auftreten von Eiweiß im Urin. Denn es gelingt der Niere nicht mehr, dieses im Blut zurück zu halten, da ihre Filter, die Glomeruli, durchlässig werden. Die Poren in den Filtern werden von spezialisierten Fußzellen gebildet. Ihre Schädigung ist vermutlich der Beginn der Nephropathie.<br />
Professor Dr. Med. Gunter Wolf von der Universität Jena informiert in einem aktuell veröffentlichten Übersichtsartikel über neue Erkenntnisse aus der Forschung, die zukünftig die diabetische Nephropathie verhindern oder sogar heilen könnten.
</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Professor Wolfs Artikel in der Fachzeitschrift „Der Diabetologe“ bestätigt jedoch auch, dass an Diabetes Erkrankte schon heute ihre Nieren bis ins hohe Alter schützen können: Neuere Untersuchungen an großen Patientengruppen zeigen, dass langfristig gute Blutzuckerwerte zumindest das Fortschreiten der Nephropathie verlangsamen. Ebenso wichtig ist, den häufig mit auftretenden hohen Blutdruck zu behandeln. Standard ist hier eine Therapie mit Medikamenten aus der Gruppe der ACE-Hemmer und Angiotensin-Blocker. Sie greifen direkt in die Regulierung des Blutdrucks ein, an der die Nieren maßgeblich beteiligt sind.</p>
<p style="text-align: justify;">Um die nierenschützende Wirkung der Medikamente zu verbessern, werden heute höhere Dosierungen als noch vor einigen Jahren eingesetzt. Der Versuch, die Wirkung durch die Kombination beider Substanzklassen weiter zu verbessern, ist jedoch in einer aktuellen Studie gescheitert. Ein weiterer, neuer Wirkstoff gegen den hohen Blutdruck ist das Aliskiren. Wird es mit einem Angiotensin-Blocker kombiniert, sinkt die Eiweißausscheidung über die Niere. Weitere Untersuchungen sollen zeigen, ob es langfristig hilft, die Nieren von Menschen mit Diabetes gesund zu halten.</p>
<p style="text-align: justify;">In der Diabetes-Therapie ist die gesunde und funktionsfähige Niere ein wichtiges Therapieziel. Nach Angaben der Deutschen Diabetes- Gesellschaft und diabetesDE bilden Menschen mit Diabetes die größte Gruppe der Patienten, die jedes Jahr neu mit einem Nierenersatzverfahren behandelt werden müssen. Zurzeit erhalten etwa 20 000 der an Diabetes Erkrankten eine Dialyse.</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle:<br />
G. Wolf<br />
Diabetes und Niere – Update 2009<br />
Der Diabetologe 2009; 5: 190-199<br />
DOI 10.1007/s11428-008-0367-8</p>

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		<title>Vitaminpräparate steigern Diabetes-Risiko</title>
		<link>http://blog.baeder-fuehrer.ch/2009/05/15/vitaminpraparate-steigern-diabetes-risiko/</link>
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		<pubDate>Fri, 15 May 2009 06:39:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Bewegung ist gesund. Und wer seinem Körper daneben noch mehr Gutes tun will, versorgt ihn zusätzlich mit Vitaminpräparaten. Das stärkt die Abwehrkräfte und erhöht die Lebenserwartung, so die weit verbreitete Meinung. Fehlanzeige, wie Wissenschaftler der Friedrich- Schiller-Universität Jena jetzt gemeinsam mit Kollegen der Universität Leipzig, dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam und der Harvard [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Bewegung ist gesund. Und wer seinem Körper daneben noch mehr Gutes tun will, versorgt ihn zusätzlich mit Vitaminpräparaten. Das stärkt die Abwehrkräfte und erhöht die Lebenserwartung, so die weit verbreitete Meinung. Fehlanzeige, wie Wissenschaftler der Friedrich- Schiller-Universität Jena jetzt gemeinsam mit Kollegen der Universität Leipzig, dem Deutschen Institut für Ernährungsforschung in Potsdam und der Harvard Medical School in Boston herausgefunden haben. „Die gesundheitsfördernde Wirkung von körperlicher Bewegung wird durch die Einnahme von sogenannten Antioxidantien in Form von Vitamin C und E sogar unterdrückt“, fasst Prof. Dr. Michael Ristow vom Jenaer Institut für Ernährungswissenschaften das Ergebnis zusammen.</p>
<p style="text-align: justify;">Antioxidantien fungieren als Radikalfänger. Das bedeutet, dass sie schädigende Sauerstoffradikale, wie sie bei der Zellatmung in den Mitochondrien und somit bei Ausdauersport jeder Art entstehen, unschädlich machen können. „Es ist jedoch so, dass die durch Sport kurzfristig vermehrt gebildeten freien Radikale jedoch selbst die körpereigene Abwehr gegen reaktive Sauerstoffspezies erst in Gang setzen“, erläutert Prof. Ristow das von ihm entwickelte Prinzip der Mitohormesis. „Freie Radikale wirken langfristig wie ein Impfstoff gegen oxidativen Stress. Antioxidatien unterdrücken die körpereigene Produktion von freien Radikalen – und damit diesen Impfeffekt.“</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Die Forscher haben jetzt festgestellt, dass freie Radikale (reactive oxygen species, kurz: ROS) sogar den Blutzuckerstoffwechsel verbessern und damit möglicherweise das Diabetes-Risiko senken können. In der Studie, bei der 39 junge Männer über vier Wochen lang ein Sportprogramm durchliefen und parallel verschiedene Parameter wie Genexpression und Blutinhaltsstoffe gemessen wurden, testeten die Jenaer Wissenschaftler den Einfluss von Antioxidantien auf den Bewegungseffekt. Ihre Ergebnisse sind in der heute erschienenen Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift „Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS)“ veröffentlicht worden.</p>
<p style="text-align: justify;">„Durch körperliche Bewegung werden die Mitochondrien stärker aktiviert und damit die Produktion der ROS angekurbelt“, so Projektleiter Ristow. Parallel dazu haben die Wissenschaftler einen Anstieg der Expression von Genen gemessen, die regulierend auf die Insulinempfindlichkeit wirken – allerdings nur bei denjenigen, die keine Vitaminpräparate eingenommen hatten. „Unsere Ergebnisse deuten darauf hin, dass die durch Bewegung gebildeten ROS einer Insulin- Resistenz entgegenwirken“, konstatiert der Inhaber des Lehrstuhls für Humanernährung der Universität Jena. „Das bedeutet“, so Ristow weiter, „dass zeitweiliger oxidativer Stress durchaus eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von Typ-2-Diabetes mellitus spielen kann.“ Ein Effekt, der jedoch durch die Einnahme von Vitamin C und E zunichte gemacht werde. „Wir müssen sogar davon ausgehen, dass Antioxidantien das Diabetes-Risiko eventuell erhöhen, indem sie die Bildung von ROS verhindern“, so der Ernährungswissenschaftler.</p>
<p style="text-align: justify;">Für Menschen, die gesundheitsbewusst leben, besteht allerdings kein Grund zur Sorge. Der gesundheitsfördernde Effekt von frischem Obst und Gemüse bleibe unbestritten und wesentlich sei: Vitamintabletten könnten den Verzehr von Obst und Gemüse keinesfalls ersetzen – denn diese wären offenbar gesund, obwohl sie Antioxidatien enthielten.</p>
<p style="text-align: justify;">Originalpublikation:<br />
Ristow, M., Zarse, K., Oberbach, A., Klöting, N., Birringer, M., Kiehntopf, M., Stumvoll, M., Kahn, C. R., Blüher, M.: Antioxidants Prevent Health-Promoting Effects of Physical Exercise in Humans.<br />
Proceedings of the National Academy of Sciences of the United States of America (PNAS), early edition:</p>
<p><a href="http://www.pnas.org/papbyrecent.shtml" title="http://www.pnas.org/papbyrecent.shtml" class="autohyperlink" target="_blank">www.pnas.org/pa&#8230;</a></p>
<p>Für Vorabdruck (nur für Presse), bitte <a class="autohyperlink" href="mailto:pnasnews@nas.edu" title="mailto:pnasnews@nas.edu">pnasnews@nas.ed&#8230;</a> kontaktieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Kontakt:<br />
Prof. Dr. Med. Michael Ristow<br />
Institut für Ernährungswissenschaften der Friedrich-Schiller- Universität Jena<br />
Dornburger Str. 29, 07743 Jena<br />
E-Mail: mristow[at)<a href="http://mristow.org" title="http://mristow.org" class="autohyperlink" target="_blank">mristow.org</a><br />
Download von Photomaterial etc: www.humanernaehrung.de<br />
Tel.: 03641 / 949630</p>

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		<title>Dicke Kinder: Herzgefahr bereits in jungen Jahren – Präventions- und Bewegungsprogramme sind wirksam</title>
		<link>http://blog.baeder-fuehrer.ch/2009/04/20/dicke-kinder-herzgefahr-bereits-in-jungen-jahren-%e2%80%93-praventions-und-bewegungsprogramme-sind-wirksam/</link>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 04:10:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Übergewicht verursacht bereits im Kindesalter  erste Gefäßschäden, eine Veränderung der Halsschlagader (Carotis) sowie eine Vorstufe von Diabetes. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Herzzentrums und der Kinderklinik der Universität Leipzig, die heute auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vorgestellt wurde. Die bis zum 18. April 2009 laufende DGK-Jahrestagung in Mannheim [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Übergewicht verursacht bereits im Kindesalter  erste Gefäßschäden, eine Veränderung der Halsschlagader (Carotis) sowie eine Vorstufe von Diabetes. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Studie des Herzzentrums und der Kinderklinik der Universität Leipzig, die heute auf der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) vorgestellt wurde. Die bis zum 18. April 2009 laufende DGK-Jahrestagung in Mannheim versammelt mehr als 7000 aktive Teilnehmer aus 25 Ländern.</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Die Leipziger Wissenschaftler hatten bei 80 stark übergewichtigen Kindern mit einem Body-Mass-Index von durchschnittlich 28 und 65 normalgewichtigen Kindern (Durchschnitts-BMI 18) Blutwerte, Gefäßregulierung und die Wanddicke der Carotis erhoben. Eine mögliche Ursache für die deutlich schlechteren Befunde übergewichtiger Kinder in Sachen Insulinresistenz, einer Vorstufe von Diabetes, eingeschränkter Gefäßregulierung und veränderter Carotis-Wanddicke, sehen die Wissenschaftler in der Regenerationsfähigkeit von Stammzellen und deren Vorläuferzellen. Bei Adipösen sind diese Parameter auch schon in jungen Jahren eingeschränkt, warum es zu einer „Frühform der generalisierten Arteriosklerose“ komme.</p>
<p style="text-align: justify;">Viel Sport senkt das kindliche Herz-Risiko</p>
<p style="text-align: justify;">Dass sich aber bei Kindern und Jugendlichen schon früh die  Weichen zu einem herzgesunden Lebensstil stellen lassen, das zeigt eine andere in Mannheim präsentierte Studie aus Leipzig. Im Rahmen des Leipziger Schulprojekts wurden bei 36 Schülern eines Sportgymnasiums und 77 Schülern an regulären Schulen so genannte vaskuläre Marker erhoben – also im Blut gemessene Parameter, die auf die Gefäßgesundheit schließen lassen. Die Schüler des Sportgymnasiums schnitten bei diesen Messwerten signifikant besser ab als ihre weniger körperlich aktiven Altersgenossen in der Regelschule. Fazit der Forschergruppe des Herzzentrums Leipzig: „Die Intensität der körperlichen Aktivität hat bereits im Kindesalter einen Einfluss auf Marker des kardiovaskulären Risikoprofils. Daraus lässt sich schlussfolgern, dass die Primärprävention kardiovaskulärer Erkrankungen bereits im Kindesalter auf hohem Niveau begonnen werden sollte.“</p>
<p style="text-align: justify;">Erfolgreiche Vorbeugung von kindlichem Übergewicht</p>
<p style="text-align: justify;">Auch eine groß angelegte Studie aus Ulm, die bei der DGK-Tagung präsentiert wurde, zeigt das Erfolgspotenzial von Programmen zur Übergewichtsprävention in der Schule. Im Rahmen der URMEL-ICE-Studie, an der insgesamt 64 Klassen teilnahmen, wurde der Nutzen spezieller Interventionen auf die Kindergesundheit erprobt: Themenbezogene Unterrichtseinheiten, ein tägliches Bewegungsprogramm und Materialien für die Elternarbeit sollten die Kinder zu einer Reduktion ihrer Fernseh- und Computerzeiten und des Konsums zuckerhaltiger Getränke sowie zu einer Steigerung ihres Bewegungspensums motivieren. Und das mit Erfolg: In Klassen, in denen das Programm umgesetzt wurde, ging die Häufigkeit von Übergewicht unter den Kindern um 2,4 Prozent zurück, in Klassen ohne Intervention bloß um 0,8 Prozent. „URMEL-ICE konnte an einem großen Kollektiv zeigen, dass Prävention von Übergewicht im Rahmen eines Schulsettings möglich und auch erfolgreich ist“, so die Experten. „Es sollten weitere Anstrengungen unternommen werden, effektive Maßnahmen zur Prävention von Übergewicht zu entwickeln, bereits bestehende Ansätze auszuweiten und die Effekte auf lange Sicht zu verfolgen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Quellen:<br />
Erbs et al, Generalisierte vaskuläre Schäden und eingeschränkte Regenerationskapazität bei Kindern mit Adiposits, Clin Res Cardiol 98, Suppl 1, April 2009, V228.<br />
Walther et al, Die Intensität hat einen direkten Einfluss auf vaskuläre Faktoren bei Schulkindern, Clin Res Cardiol 98, Suppl 1, April 2009, P726.<br />
Brandstetter et al, Adipositasprävention bei Grundschulkindern: erste Ergebnisse der URMEL-ICE-Studie, Clin Res Cardiol 98, Suppl 1, April 2009, V229.</p>
<p style="text-align: justify;">Kontakt:<br />
Deutsche Gesellschaft für Kardiologie (DGK)<br />
Pressestelle<br />
Prof. Dr. Eckart Fleck / Christiane Limberg<br />
Achenbachstr. 43, 40237 Düsseldorf<br />
Tel.: 0211 / 600 692 – 61; E-Mail: <a class="autohyperlink" href="mailto:limberg@dgk.org" title="mailto:limberg@dgk.org">limberg@dgk.org</a> Roland Bettschart, B&amp;K<br />
Pressezentrum am Kongress: 0621-41065003; mobil 0043 676 6356775</p>

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		<title>Muskelreize lindern Nervenschmerzen bei Diabetes</title>
		<link>http://blog.baeder-fuehrer.ch/2009/03/21/muskelreize-lindern-nervenschmerzen-bei-diabetes/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Mar 2009 06:15:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<category><![CDATA[Forschungsergebnisse]]></category>
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Diabetikern, die unter Nervenschmerzen und Missempfindungen an den Beinen leiden, kann ein neues Therapieverfahren mit elektrischer Muskelstimulation helfen. In einer Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg gaben 73 Prozent der Teilnehmer bereits nach vier Wochen an, dass sich ihre Beschwerden erheblich gebessert hätten. Die Studie, bei der die Therapie erstmals an einer größeren Patientengruppe erprobt wurde, [...]]]></description>
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<p>Diabetikern, die unter Nervenschmerzen und Missempfindungen an den Beinen leiden, kann ein neues Therapieverfahren mit elektrischer Muskelstimulation helfen. In einer Studie der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg gaben 73 Prozent der Teilnehmer bereits nach vier Wochen an, dass sich ihre Beschwerden erheblich gebessert hätten. Die Studie, bei der die Therapie erstmals an einer größeren Patientengruppe erprobt wurde, ist jetzt in der Zeitschrift „Pain Medicine“ veröffentlicht worden.</p>
<p>&lt;!&#8211;adsense&#8211;&gt;</p>
<p style="text-align: justify;">„Wenn der Blutzucker nicht optimal eingestellt ist, entwickelt ein großer Teil der Diabetiker eine Nervenschädigung (Polyneuropathie)“, erklärt Privatdozent Dr. Per Humpert, Oberarzt der Abteilung Endokrinologie und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Heidelberg. Etwa 30 Prozent aller Diabetiker sind betroffen. Die Beschwerden treten zunächst an den Füßen und Beinen, in sehr fortgeschrittenen Stadien manchmal auch an Händen und Armen, auf. Die Patienten klagen über brennende und stechende Schmerzen, die vor allem in Ruhe oder nachts auftreten, sowie über Kribbeln und Taubheitsgefühl.</p>
<p>Stromreize in die Oberschenkelmuskulatur</p>
<p>Eine befriedigende und nebenwirkungsarme Therapie – z. B. Mit Schmerzmitteln – gibt es bislang nicht. Bei der elektrischen Muskelstimulation (EMS) werden definierte Stromreize in der Oberschenkelmuskulatur gesetzt; der Mechanismus der Schmerzlinderung ist bislang nicht bekannt.</p>
<p>Die Heidelberger Wissenschaftler behandelten insgesamt 92 Männer und Frauen, die an Altersdiabetes und einer Neuropathie litten, zweimal pro Woche über einen Zeitraum von vier Wochen mit einer 60-minütigen Muskelstimulation. Je größer ihre Beschwerden waren, desto besser sprachen sie auf die Therapie an. Andere Faktoren wie Geschlecht, Alter oder Erkrankungsgrad spielten keine Rolle. Die Therapie wirkte sich besonders günstig auf brennende Schmerzen und durch die Beschwerden bedingte Schlafstörungen aus. Sogar bei einem großen Teil der Patienten die bereits erfolglos mit einem Medikament behandelt worden waren, stellte sich eine Linderung ein.</p>
<p>Unterstützung durch Manfred Lautenschläger Stiftung für Diabetesforschung</p>
<p>„Wir halten die Muskelstimulation für eine effektive Therapie, die vielen Patienten helfen kann und sie wenig belastet. Insbesondere der günstige Effekt auf den Nachtschlaf sollte für eine Verbesserung der Lebensqualität bei den betroffenen Patienten sorgen“, sagt Professor Nawroth, Ärztlicher Direktor der Abteilung Endokrinologie und Stoffwechsel am Universitätsklinikum Heidelberg. Die Heidelberger Wissenschaftler, deren Arbeit von der Manfred Lautenschläger Stiftung für Diabetesforschung unterstützt wird, möchten nun in einer Folgestudie die EMS mit medikamentösen Therapien der diabetischen Polyneuropathie vergleichen.</p>
<p>Literatur:<br />
External Electric Muscle Stimulation Improves Burning Sensations and Sleeping Disturbances in Patients with Type 2 Diabetes and Symptomatic Neuropathy.<br />
Humpert PM, Morcos M, Oikonomou D, Schaefer K, Hamann A, Bierhaus A, Schilling T, Nawroth PP.<br />
Pain Med. 2009 Jan 16.</p>
<p>Ansprechpartner:<br />
Privatdozent Dr. Per Humpert<br />
Oberarzt der Abteilung Endokrinologie und Stoffwechsel Im Neuenheimer Feld 410<br />
69120 Heidelberg<br />
Tel: 06221 / 56 80 27<br />
Fax: 06221 / 56 40 36<br />
E-Mail: per.humpert(at)med.uni-heidelberg.de</p>

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		<title>Wenn der Schlaf-Wach-Zyklus gestört ist</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Mar 2009 07:00:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
				<category><![CDATA[Forschungsinstitute]]></category>
		<category><![CDATA[Bluthochdruck]]></category>
		<category><![CDATA[Cortisol]]></category>
		<category><![CDATA[Diabetes]]></category>
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		<category><![CDATA[Wach-Schlaf-Rytmus]]></category>

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Bei Menschen, die nachts wach sein müssen und nur tagsüber schlafen können, verändert sich der Haushalt der Hormone Cortisol und Leptin. Die Folge ist eine Verschiebung des Stoffwechsels, was zu Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und im Extremfall zu Diabetes führen kann. Das haben US-Wissenschaftler in einer Laborstudie mit zehn Probanden gezeigt. Die Ergebnisse könnten erklären, warum Schichtarbeiter [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Bei Menschen, die nachts wach sein müssen und nur tagsüber schlafen können, verändert sich der Haushalt der Hormone Cortisol und Leptin. Die Folge ist eine Verschiebung des Stoffwechsels, was zu Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und im Extremfall zu Diabetes führen kann. Das haben US-Wissenschaftler in einer Laborstudie mit zehn Probanden gezeigt. Die Ergebnisse könnten erklären, warum Schichtarbeiter und Nachtarbeiter häufiger übergewichtig sind und überdurchschnittlich oft an Diabetes erkranken.</p>
<p></p>
<p>Für die Studie begaben sich die fünf jungen Frauen und fünf Männer zehn Tage lang in ein von der Außenwelt abgeschirmtes Labor, in dem mit Hilfe von Kunstlicht ein künstlicher 28-Stunden-Tag erzeugt wurde. Mit diesem Wach-Schlaf-Rhythmus koppelten die Forscher den Stoffwechsel der Probanden vom gewohnten 24-Stunden-Rhythmus ab. So konnten sie Situationen erzeugen, die denen ähneln, mit denen Schichtarbeiter konfrontiert werden. Mehrmals täglich bestimmten die Wissenschaftler bei den Probanden Daten wie Herzfrequenz, Blutdruck und Körpertemperatur sowie Insulin-, Glukose-, Leptin- und Cortisolwerte.</p>
<p>Die Verschiebung des Wach-Schlaf-Rhythmus bewirkte bei den Probanden bereits nach wenigen Tagen messbare Störungen des Stoffwechsels. So registrierten die Forscher bei drei Probanden nach dem Essen Glukosewerte, wie sie häufig im Vorstadium von Diabetes auftreten. Verantwortlich dafür könnten die gemessenen ungewöhnlich hohen Werte des Stresshormons Cortisol zu Beginn jeder Schlafperiode sein. Das Hormon ist an der Steuerung von Stoffwechselvorgängen beteiligt. Zudem beobachteten die Forscher bei den Probanden reduzierte Werte des als Appetitzügler bekannten Hormons Leptin.</p>
<p>Die Wissenschaftler vermuten daher, dass bei Menschen, die nachts arbeiten müssen und deren Wach-Schlaf-Rhythmus massiv gestört ist, ähnliche Verschiebungen im Haushalt dieser wichtigen Steuerungshormone auftreten. Die Folge sei Übergewicht und ein erhöhtes Risiko für Diabetes sowie Folgesymptome wie Bluthochdruck und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.</p>
<p>Frank Scheer (Harvard University, Boston) et al.: PNAS, Online-Vorabveröffentlichung, DOI: 10.1073/pnas.0808180106</p>

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