Eine von dem Pharmaunternehmen AstraZeneca www.astrazeneca… finanzierte Studie ist zu dem Ergebnis gekommen, dass auch Menschen mit normalen Cholesterin-Werten von der Einnahme von Rosuvastatin profitieren können. Für die Studie wurden die Daten von 17.800 Männern und Frauen ausgewertet. Es zeigte sich, dass das Medikament die Anzahl der Tode durch Herzanfälle und Schlaganfälle reduzierte. Derzeit werden Statine nur Patienten mit einem leichten bis hohen kardiovaskulären Risiko verschrieben. Details der Studie wurden im New England Journal of Medicine content.nejm.or… veröffentlicht.
Die Teilnehmer an der Studie verfügten über Cholesterinwerte, die unter jenen lagen, die normalerweise auf die Notwendigkeit einer Behandlung hindeuten und litten auch unter keinen anderen Anzeichen einer Herzerkrankung. Erhöht waren die Werte eines C-reaktiven-Proteins, das auf eine Entzündung im Körper hinweist und ein Marker für zukünftige einschlägige Erkrankungen sein soll. Nach einem Beobachtungszeitraum von bis zu zwei Jahren, verringerten 20 Milligramm Rosuvastatin täglich, die Cholesterinwerte um 50 Prozent und die Werte des C-reaktiven-Proteins um 37 Prozent. Insgesamt sank die Wahrscheinlichkeit eines Herzanfalls, eines Schlaganfalls, einer Einlieferung ins Krankenhaus aufgrund von Schmerzen im Brustbereich oder eines Todesfalls durch eine kardiovaskuläre Erkrankung um 44 Prozent. Laut den Wissenschaftlern sollen auch Teilnehmer mit einem sehr geringen Risiko innerhalb von zehn Jahren profitieren.
Keine Erklärung konnte dafür gefunden werden, warum die Statin-Gruppe häufiger an Diabetes erkrankte. Ihre Blutzuckerwerte entsprechen in etwa jenen Teilnehmern, die ein Blindpräparat eingenommen hatten. Allein in Großbritannien nehmen derzeit Millionen Menschen Statine ein. Das National Institute of Clinical and Health Excellence (NICE) www.nice.org.uk geht derzeit davon aus, dass Menschen mit einem 20prozentigen Risiko in den nächsten Jahren einen Herzinfarkt oder einen Schlaganfall zu erleiden, eine tägliche Dosis Simvastatin verschrieben werden sollte. Dieses Medikament ist das billigste aller Statine. NICE wird laut BBC seine Empfehlungen in Kürze einer umfassenden Überprüfung unterziehen.
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Eine in Broccoli enthaltene Substanz dürfte die Schäden limitieren, die zu einer ernsthaften Lungenerkrankung führen können. Chronisch obstruktive Lungenerkrankung (COPD) wird häufig
durch Rauchen verursacht. Allein in Großbritannien sterben rund 30.000 Menschen jährlich an dieser Krankheit. Wissenschaftler der Johns Hopkins School of Medicine www.hopkinsmedi… haben nachgewiesen, dass Sulforaphan die Aktivität des Gens NRF2 in menschlichen Lungenzellen erhöht. Dadurch werden die Zellen vor Schädigungen durch Toxine geschützt. Details der aktuellen Studie wurden im American Journal of Respiratory and Critical Care Medicine ajrccm.atsjourn… veröffentlicht.
Jetzt wurde eine deutlich geringere Aktivität des Gens NRF2 bei Rauchern mit einer fortgeschrittenen chronisch obstruktiven Lungenerkrankung nachgewiesen. Dieses Gen soll für das Auslösen verschiedener Mechanismen zur Entfernung von Toxinen und Schadstoffen verantwortlich sein, die die Zellen schädigen können. Frühere Studien mit Mäusen hatten gezeigt, dass eine Störung des Gens zu einem frühen Einsetzen von schweren Emphysemen führte. Dabei handelt es sich um einen Teil des Krankheitsbildes von COPD, der den Betroffenen besonders zu schaffen macht. Die Erhöhung der Aktivität des Gens sollte zu wirksamen Behandlungsansätzen führen, die auch das Fortschreiten der Krankheit verhindern können.
Die aktuelle Studie wies nach, dass Sulforaphan in der Lage war, die verringerten NRF2-Werte in Zellen wiederherzustellen, die mit Zigarettenrauch in Kontakt gekommen waren. Der gleiche Broccoli-Bestandteil schützt laut neuen Studien auch gegen die durch Diabetes verursachte Schädigung der Blutgefäße. Kreuzblütengewächse wie Broccoli wurden ebenfalls mit einem verringerten Risiko eines Herzanfalls und eines Schlaganfalls in Zusammenhang gebracht.
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Die Altersabhängige Makuladegeneration (AMD), eine verbreitete Ursache von Erblindung, ist jetzt mit einem erhöhten Risiko eines Herzanfalls und eines Schlaganfalls in Zusammenhang gebracht worden. Wissenschaftler der University of Sydney http://www.usyd.edu.au haben nachgewiesen, dass das Risiko, an einer kardiovaskulären Erkrankung zu sterben, bei AMD-Patienten mindestens doppelt so hoch ist. Damit wird denkbar, dass die verschriebenen Medikamente dafür verantwortlich sein könnten. Eine Theorie, die von britischen Experten wie Winfried Amoaku vom Royal College of Ophthalmologists http://www.rcophth.ac.uk allerdings angezweifelt wird. Details der Studie wurden im British Journal of Ophthalmology http://bjo.bmj.com veröffentlicht.
AMD beeinträchtigt mit der Makula das Zentrum der Retina im hinteren Bereich des Auges. Jenen Bereich, der für Aufgaben wie Lesen und das Lenken eines Fahrzeuges entscheidend ist. Am häufigsten tritt AMD laut BBC bei älteren Menschen auf. Sie gehört in der westlichen Welt zu den Hauptursachen eines nicht behandelbaren Verlustes der Sehkraft. Es wird angenommen, dass allein in Grossbritannien 500.000 Menschen betroffen sind.
Die australischen Wissenschaftler beurteilten die allgemeine und die Gesundheit der Augen bei mehr als 3.600 Menschen, die zu Beginn der Studie mindestens 49 Jahre alt waren. Fünf Jahre später wurden 2.335 Personen erneut untersucht, zehn Jahre später 1.952. In der Altersgruppe unter 75 Jahren zu Beginn der Studie wurden frühe Formen von AMD mit einer Verdopplung des Risikos, innerhalb der nächsten zehn Jahre an einem Herzanfall oder einem Schlaganfall zu sterben, in Verbindung gebracht. Jene, die zu diesem Zeitpunkt bereits in einem späteren Krankheitsstadium waren, verfügten über ein fünf Mal so hohes Herzrisiko. Das Schlaganfall-Risiko erhöhte sich um das Zehnfache.
Die Forscher räumen ein, dass aufgrund der vergleichsweise kleinen Teilnehmerzahl weitere Untersuchungen erforderlich sind, um diese Ergebnisse zu bestätigen. Die Ursachen für den Zusammenhang zwischen AMD und kardiovaskulären Erkrankungen sind ebenfalls unbekannt. Es könnte einfach sein, dass AMD ein Anzeichen für die Alterung des Körpers und seine Anfälligkeit für eine Vielzahl von Krankheiten ist. Es wäre auch denkbar, dass AMD und kardiovaskuläre Erkrankungen durch die gleichen Probleme wie Entzündungen, Verdickung der Arterien oder die allgemeine Schädigung des Gewebes durch die freien Radikale verursacht werden. Ebenfalls vorstellbar ist, dass die Anti-VEGF-Behandlung das Risiko erhöhen könnte. Die Wirkung dieser Medikamente beruht auf der Verhinderung des Wachstums neuer Blutgefässe. Es gibt Befürchtungen, dass das Verhindern dieses Wachstums grössere Auswirkungen auf das kardiovaskuläre System haben könnte.
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Makuladegeneration (AMD)
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