14. Oktober 2009

Update Fibromyalgiesyndrom: Nur Herzkreislauftraining lindert alle Symptome

Gegen die Symptome des Fibromyalgiesyndroms (FMS) – chronische Schmerzen, Schlafstörungen und körperliche und seelische Erschöpfbarkeit – hilft Herzkreislauftraining am umfassendsten und am nachhaltigsten. Diese Erkenntnis präsentierten Forscher beim Deutschen Schmerzkongress 2009 in Berlin. Sie hatten eine Metaanalyse aller Studien zum Fibromyalgiesyndrom durchgeführt. Nichtmedikamentöse Therapien rufen weniger Nebenwirkungen hervor als Medikamente. Die meisten Therapieverfahren – abgesehen vom Herzkreislauftraining – wirken nur gegen bestimmte Symptome wie Schmerzen oder Schlafstörungen.

Gegen die Symptome des Fibromyalgiesyndroms (FMS) – chronische Schmerzen, Schlafstörungen und körperliche und seelische Erschöpfbarkeit – hilft Herzkreislauftraining am umfassendsten und am nachhaltigsten. Diese Erkenntnis präsentierten Forscher beim Deutschen Schmerzkongress 2009 in Berlin. Sie hatten eine Metaanalyse aller Studien zum Fibromyalgiesyndrom durchgeführt. Nichtmedikamentöse Therapien rufen weniger Nebenwirkungen hervor als Medikamente. Die meisten Therapieverfahren – abgesehen vom Herzkreislauftraining – wirken nur gegen bestimmte Symptome wie Schmerzen oder Schlafstörungen.

Sowohl die Ursachen des FMS als auch seine Therapie sind umstritten.

Zahlreiche medikamentöse und nicht-medikamentöse Verfahren werden den Patienten angeboten bzw. Von diesen selbst angefragt. – Welche sind wirksam? Diese Frage ergründeten die Forscher anhand einer Studienauswertung (Metaanalyse), um die Leitlinie zur Behandlung des FMS zu aktualisieren.

Medikamente: Hohe Nebenwirkungs- und Abbruchraten

Die verschiedenen Substanzklassen von Antidepressiva sind bei den Kernsymptomen des FMS unterschiedlich wirksam, berichtete Prof. Dr.

Claudia Sommer (Klinik für Neurologie der Universität Würzburg). Das Nervenschmerzmittel Pregabalin reduziert Schmerzen und Schlafstörungen, nicht jedoch Depressivität und Müdigkeit. Die Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie war nur für eine Dauer bis zu 6 Monaten belegbar. Eine medikamentöse Therapie ist mit relativ hohen Nebenwirkungs- und Abbruchraten verbunden. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind jedoch selten. Die Anwendbarkeit der Studien auf die klinische Praxis ist eingeschränkt, da die Studien in spezialisierten Zentren durchgeführt wurden und Patienten mit schweren körperlichen Erkrankungen und seelischen Störungen ausgeschlossen wurden.

Nichtmedikamentöse Therapien wirken länger

Besser lassen sich die Ergebnisse der Studien zur nichtmedikamentösen Therapie auf die klinische Praxis übertragen, da auch Patienten mit seelischen Störungen in die meisten Studien eingeschlossen wurden. Die Abbruch- und Nebenwirkungsraten waren niedriger als in den Medikamenten-Studien, so PD Dr. Jost Langhorst (Innere Medizin V, Naturheilkunde und integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte) und Dr. Winfried Häuser (Klinik für Innere Medizin 1 des Klinikums Saarbrücken). Im Gegensatz zu Medikamenten gibt es Hinweise für einige anhaltende positive Effekte auch nach dem Ende der Therapie.

Akupunktur und Spa-Therapie reduzieren nur die Schmerzen, kognitive Verhaltenstherapie nur die Depressivität, nicht jedoch die anderen Symptome. Nur Herzkreislauftraining hat eine positive Wirkung auf alle Kernsymptome des FMS. Die Aussagen der Studien zu komplementären Verfahren sind durch die mangelnde methodische Qualität der meisten Studien eingeschränkt.

Mathematische Berechnung der Wirksamkeit

Alle Studien zu den verschiedenen Behandlungsmethoden wurden mit denselben Methoden analysiert und ausgewertet, um das höchste Maß von Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die Wirkungen der Verfahren auf die Hauptsymptome des FMS – Schmerz, Müdigkeit. Schlafstörungen, depressive Stimmung – wurden berechnet. Weiterhin haben die Forscher die Nebenwirkungsraten bzw. Abbruchraten in den Studien analysiert und überprüft, ob die Ergebnisse der Studien überhaupt auf die Patienten im klinischen Alltag anwendbar sind. Einige Metaanalysen wurden im Laufe des Jahres 2009 in hochrangigen Zeitschriften veröffentlicht, einige Metaanalysen wurden beim Deutschen Schmerzkongress erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Fakten Fibromyalgiesyndrom

Drei bis fünf Prozent der Deutschen leiden unter Fibromyalgiesyndrom, das zu den häufigsten chronischen Schmerzsyndromen in rheumatologischen und schmerztherapeutischen Einrichtungen gehört. Am häufigsten betroffen sind Frauen zwischen 40 und 60 Jahren. Die meisten Patienten leiden zusätzlich unter weiteren chronischen körperlichen (z. B. Magen-Darmbeschwerden) und seelischen Beschwerden (z. B. Niedergeschlagenheit). 30 bis 80% haben begleitende seelische Störungen wie Depressionen oder Angststörungen. Patienten mit FMS verursachen hohe Krankheitskosten durch Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, Krankschreibung und Frühberentung. Eine Heilung des FMS ist nicht möglich.

Leitlinien im Internet

Unter Koordination der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie DIVS wurde eine Leitlinie zu Ursachen, Diagnose und Therapie des FMS entwickelt, die im Internet abrufbar ist: http://www .uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/041-004.htm

Die Patientenversion steht unter

duesseldorf.de/AWMF/ll/041-004p.htm

Zahlreiche medikamentöse und nicht-medikamentöse Verfahren werden den Patienten angeboten bzw. Von diesen selbst angefragt. – Welche sind wirksam? Diese Frage ergründeten die Forscher anhand einer Studienauswertung (Metaanalyse), um die Leitlinie zur Behandlung des FMS zu aktualisieren.

Medikamente: Hohe Nebenwirkungs- und Abbruchraten

Die verschiedenen Substanzklassen von Antidepressiva sind bei den Kernsymptomen des FMS unterschiedlich wirksam, berichtete Prof. Dr.

Claudia Sommer (Klinik für Neurologie der Universität Würzburg). Das Nervenschmerzmittel Pregabalin reduziert Schmerzen und Schlafstörungen, nicht jedoch Depressivität und Müdigkeit. Die Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie war nur für eine Dauer bis zu 6 Monaten belegbar. Eine medikamentöse Therapie ist mit relativ hohen Nebenwirkungs- und Abbruchraten verbunden. Schwerwiegende Nebenwirkungen sind jedoch selten. Die Anwendbarkeit der Studien auf die klinische Praxis ist eingeschränkt, da die Studien in spezialisierten Zentren durchgeführt wurden und Patienten mit schweren körperlichen Erkrankungen und seelischen Störungen ausgeschlossen wurden.

Nichtmedikamentöse Therapien wirken länger

Besser lassen sich die Ergebnisse der Studien zur nichtmedikamentösen Therapie auf die klinische Praxis übertragen, da auch Patienten mit seelischen Störungen in die meisten Studien eingeschlossen wurden. Die Abbruch- und Nebenwirkungsraten waren niedriger als in den Medikamenten-Studien, so PD Dr. Jost Langhorst (Innere Medizin V, Naturheilkunde und integrative Medizin der Kliniken Essen-Mitte) und Dr. Winfried Häuser (Klinik für Innere Medizin 1 des Klinikums Saarbrücken). Im Gegensatz zu Medikamenten gibt es Hinweise für einige anhaltende positive Effekte auch nach dem Ende der Therapie.

Akupunktur und Spa-Therapie reduzieren nur die Schmerzen, kognitive Verhaltenstherapie nur die Depressivität, nicht jedoch die anderen Symptome. Nur Herzkreislauftraining hat eine positive Wirkung auf alle Kernsymptome des FMS. Die Aussagen der Studien zu komplementären Verfahren sind durch die mangelnde methodische Qualität der meisten Studien eingeschränkt.

Mathematische Berechnung der Wirksamkeit

Alle Studien zu den verschiedenen Behandlungsmethoden wurden mit denselben Methoden analysiert und ausgewertet, um das höchste Maß von Vergleichbarkeit zu gewährleisten. Die Wirkungen der Verfahren auf die Hauptsymptome des FMS – Schmerz, Müdigkeit. Schlafstörungen, depressive Stimmung – wurden berechnet. Weiterhin haben die Forscher die Nebenwirkungsraten bzw. Abbruchraten in den Studien analysiert und überprüft, ob die Ergebnisse der Studien überhaupt auf die Patienten im klinischen Alltag anwendbar sind. Einige Metaanalysen wurden im Laufe des Jahres 2009 in hochrangigen Zeitschriften veröffentlicht, einige Metaanalysen wurden beim Deutschen Schmerzkongress erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt.

Fakten Fibromyalgiesyndrom

Drei bis fünf Prozent der Deutschen leiden unter Fibromyalgiesyndrom, das zu den häufigsten chronischen Schmerzsyndromen in rheumatologischen und schmerztherapeutischen Einrichtungen gehört. Am häufigsten betroffen sind Frauen zwischen 40 und 60 Jahren. Die meisten Patienten leiden zusätzlich unter weiteren chronischen körperlichen (z. B. Magen-Darmbeschwerden) und seelischen Beschwerden (z. B. Niedergeschlagenheit). 30 bis 80% haben begleitende seelische Störungen wie Depressionen oder Angststörungen. Patienten mit FMS verursachen hohe Krankheitskosten durch Inanspruchnahme medizinischer Leistungen, Krankschreibung und Frühberentung. Eine Heilung des FMS ist nicht möglich.

Leitlinien im Internet
Unter Koordination der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Schmerztherapie DIVS wurde eine Leitlinie zu Ursachen, Diagnose und Therapie des FMS entwickelt, die im Internet abrufbar ist: http://www .uni-duesseldorf.de/AWMF/ll/041-004.htm

Die Patientenversion steht unter

duesseldorf.de/AWMF/ll/041-004p.htm

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10. August 2009

Sonne macht stark und fröhlich

Kritik an umstrittener Sonnenstudio-Einstufung der WHO

Seit einigen Tagen geistert eine Meldung durch die Medien: Die WHO (Weltgesundheitsorganisation) hätte quasi in einem Aufwaschen, Sonnenlicht und die Besonnung im Sonnenstudio als extrem krebsgefährlich in die IARC Gruppe 1 der Karzinogene (Krebserreger) eingestuft. In derselben Gruppe befinden sich u.a. Arsen, Radioaktive Strahlen, Röntgenstrahlen, Asbest, gesalzener Fisch und Rotwein. Durch fehlerhafte Übersetzungen, mangelhafte Auseinandersetzung mit der Materie und z.T. bewusste Fehlinterpretationen, hat diese Meldung nun eine Eigendynamik entwickelt, die die Öffentlichkeit irreführt und verunsichert.

Wir leben mit und von der Sonne. Ohne sie wären wir nicht existent. Dass man von zu viel Sonne einen Sonnenbrand bekommen kann, ist nur der Selbstschutz vor der eigenen Unvernunft. Wie bei allen guten Dingen im Leben kommt es auf die Menge an. Ein Glas Rotwein pro Tag hat auf Dauer eine andere Wirkung als ein Doppelliter.

Die zitierte IARC Gruppe 1 ist vergleichbar mit einer willkürlichen Zusammenfassung von “…alle Autos die mehr als 50km/h fahren können”: Da gibt es welche, die fahren 51km/h und sind ganz einfach beherrschbar und andere bringen es auf 300km/h, mit denen man sich locker ins Jenseits katapultieren kann.

Die Einstufung der IARC ist in der wissenschaftlichen Debatte mehr als umstritten. Eine Reihe der angesehensten internationalen UV-Experten und Vitamin-D-Forscher, haben scharf gegen diese Einstufung Stellung genommen. Die durch das Sonnenlicht unterstützte Bildung von Vitamin D3 ist für unseren Körper lebenswichtig. Sonnenmangel macht krank, lustlos und verkürzt das Leben. Regelmäßige und vernünftige Besonnung im Freien oder im Solarium führen zu einem gleichmäßigen gesunden Vitamin-D3-Spiegel im Blut. Er reguliert die Zellteilung und schützt vor vielen Krebsarten. Auch vor Melanomen! Sonnenmangel ist lebensgefährlich!

Fakten A
Die UV-Strahlen der Natursonne sind bereits vor vielen Jahren (1992) in die heute zitierte Gruppe 1 der IARC Liste der potenziell krebserzeugenden Substanzen bzw. Strahlungen aufgenommen worden. Damals war diese Meldung keine Notiz wert. Neu ist nun lediglich, dass die Qualität der Solarien heute bereits sonnenähnliches Licht ermöglicht und dass deshalb eine Besonnung im Solarium dem natürlichen Sonnenlicht entsprechend eingestuft wurde. Nur deshalb ist die Solariensonne auch – wie seit langem die natürliche Sonne – in dieser Liste und Einstufung gelandet. Über den Grad der Gefährdung ist damit nichts ausgesagt.

In derselben Gruppe befinden sich u.a. Arsen, Radioaktive Strahlen, gesalzener Fisch, Röntgenstrahlen, Asbest, Rotwein und Kampfgase. Durch fehlerhafte Übersetzungen, mangelhafte Auseinandersetzung mit der Materie und z.T. bewusste Fehlinterpretationen, hat diese Meldung nun eine Eigendynamik entwickelt, die die Öffentlichkeit irreführt und verunsichert.

Kaum jemanden käme ernsthaft in den Sinn, einen schönen Sommertag mit einem Senfgasangriff zu vergleichen. Das aber ist in einigen Meldungen über die Einstufung der Solarien in die IARC Gruppe 1 geschehen.

Genau dieses Headlinedenken aber hat einige Journalisten bewogen, die Sommersensation für 2009 loszutreten: Die Wissenschaftler haben in ihrer trockenen Mitteilung eine solche Einschätzung nicht einmal angedacht.

Japaner bekommen Melanome meist auf den – doch eher sonnenfernen – Fußsohlen. Es gibt aktuell keine wissenschaftlich fundierten Belege dafür, dass mäßiges Sonnen Melanome verursachen könnte. Diese Meldung wird seit Jahrzehnten immer wieder aus der Mottenkiste geholt.

Es gibt aber Studien, die nachweisen, dass regelmäßiges vernünftiges Sonnen, die Haut vor Melanomen schützen (!) kann. Allerdings wird auch vermutet, dass übermäßiges Sonnen und viele Sonnenbrände im Kindesalter die Bildung von Melanomen fördert.

Alle anderen bekannten Risikofaktoren für das Melanom sind persönliche Erbanlagen.

Regelmäßige, vernünftige Besonnung im Freien oder im Solarium führt zu einem gleichmäßigen, gesunden Vitamin D3-Spiegel im Blut. Eine ausreichende Vitamin D3-Versorgung reguliert die Zellteilung und schützt vor vielen Krebsarten. Auch beispielsweise vor dem Melanom (!).

Sonne im Freien oder im Solarium schützt vor chronischen Erkrankungen, darunter Osteoporose, Osteomalazie und Muskelschwäche, Autoimmunerkrankungen wie Diabetes, Multiple Sklerose und TB, Herz- und Gefäßerkrankungen wie Herzinfarkt oder Schlaganfall, Nerven- und psychische Erkrankungen wie Alzheimer, Demenz oder Depressionen. Diese Wirkungen sind in der wissenschaftlichen Diskussion nicht oder kaum noch umstritten.

Jährlich wird in etwa 1.000 wissenschaftlichen Studien renommierter internationaler Forschungseinrichtungen, die positive Wirkung der UV-Strahlen von Sonne und künstlicher Besonnung auf den menschlichen Organismus nachgewiesen. Wie erwähnt ist es vor allem die Dosierung, die den Unterschied ausmacht: Ein Glas Wasser an einem heißen Sommertag weckt die Lebensgeister, eine Überschwemmung jedoch hat üble Folgen. Nur die warnende Sensationsmeldung vor dem Glas Wasser lautet dann aber: “Wasser kann tödlich sein!”

Fakten B
Das IARC ist eine Gruppe von Wissenschaftlern der WHO.
Das in Rede stehende Dokument ist keine neue Studie, es ist vielmehr die Zusammenfassung eines Papiers aus dem Jahr 2006, die selbst ein Resümee von 23 Studien war, die bis auf die frühen 1980er Jahre zurückgingen.

Von den genannten 23 Studien wurden 5 wegen unbrauchbarer Daten ausgeschlossen, weitere 6 kamen zum Ergebnis, dass Besonnungen im Solarium das Risiko eines Hautkrebses faktisch reduzieren (!) und 16 Studien wiesen Ergebnisse innerhalb einer überbordenden Fehlergrenze (Schwankungsbreite) aus: Bei der Hochrechnung einer Nationalratswahl würde Jeder einer Prognose skeptisch gegenüberstehen, die einen Kandidaten mit 1% Vorsprung siegen sieht, aber mit einer Fehlerquote von +/- 5% behaftet ist.

Apropos Statistik: Wenn ein Autohändler heuer ein Auto verkauft und im nächsten Jahr zwei, hat er eine 100%-ige Steigerung seines Umsatzes erreicht. Mit dieser Wahrheit kann man schon ordentlich reüssieren! Statistik ist ja geduldig!

So agieren aber leider auch einige Meldungen über Risiken von Melanomerkrankung durch Besonnung im Sonnenstudio.

Da sagt beispielsweise ein Bericht, dass Sonnenliegen das Melanomrisiko um 75% erhöhen: Bei der Überprüfung der Studie stellt man jedoch fest, dass die Autoren in ihrer “Studie” weder die Intensität der Sonnenexposition der Probanden in der Natursonne, noch deren Hauttypen berücksichtigt haben.

Und dann wird es eben haarig. Denn selbst wenn eine Studie nicht mit verfälschender Absicht erstellt und berechnet wurde, sieht die Risikoberechnung doch etwas anders aus: Wenn beispielsweise das Risiko eines Ereignisses bei 0,013% liegt und dank der fehlerhaften Methode auf 0,023% steigt, bringt das eben die Sensationszahl einer 75%-igen Steigerung!

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10. Juli 2009

Schützen Sie sich vor Herpes

Es ist wirklich ärgerlich! Da hat man sich das ganze Jahr auf den Urlaub im sonnigen Süden gefreut, hat all den Vorurlaubsstress gut gemeistert und gerade jetzt schlägt er wieder zu. Der Herpes labialis (Lippenherpes) liebt die Sonne, könnte man meinen.

Etwa ein Drittel der Deutschen leidet unter mehr oder weniger häufig auftretenden typischen Bläschen an der Lippe. Es wird jedoch von einer Infektion von nahezu 90% der Bevölkerung ausgegangen, wobei die meisten lediglich Träger des Herpes simplex-Virus sind.

Hat man sich einmal (bemerkt oder unbemerkt) angesteckt, nisten sich die Herpesviren in den Nervenganglien ein. Dort warten sie auf die nächstbeste Gelegenheit, um aktiv zu werden. Eine davon ist die Sonne – besonders im Urlaub.

Durch die verstärkte UV-Strahlung kommt es zu einer Herabsetzung der Immunabwehr, wodurch es den Herpes-Viren einfach gemacht wird, sich entlang der Gesichtsnerven in Richtung Haut im Mundbereich auszubreiten. Dort angekommen, docken sie an die Oberfläche einer gesunden Hautzelle an und dringen in diese ein. Im Inneren der Zelle programmieren die Viren die Erbinformation der Hautzelle um und zwingen sie dazu, neue Viren zu produzieren. In kürzester Zeit vermehren sich die Herpesviren explosionsartig. Spannungsgefühl und Juckreiz am Lippenrand machen sich bemerkbar, es bilden sich gruppierte Bläschen auf geröteter Haut. Die Lippenbläschen sind mit einer hellen Flüssigkeit gefüllt, welche Millionen von Herpesviren enthalten, und brechen nach kurzer Zeit auf. Im weiteren Verlauf verkrusten die Bläschen.

Im Normalfall heilt ein Lippenherpes innerhalb von 10 bis 14 Tagen von allein ab, doch muss das denn gerade im Urlaub sein?

Die Intensität der UV-Strahlung ist laut dem letzten Report der World Meteorological Organization (WMO) seit den frühen achtziger Jahren weltweit um sechs bis 14 Prozent gestiegen. Leichtes Spiel für die Herpesviren, die sich in wärmeren Urlaubsregionen mit vielleicht ungewohnten Hygienestandards besonders gern zeigen, was sie “drauf haben”. Auch der ständige Wechsel vom klimatisierten Zimmer auf die sonnige Liege trägt seinen Teil dazu bei. Andererseits spielen auch psychologische Faktoren eine Rolle: Je mehr Angst Betroffene vor dem Herpes haben – zum Beispiel im Vorfeld des lang ersehnten Sommerurlaubs – desto wahrscheinlicher bricht er auch aus.

Lippenherpes wird meist durch Speichel übertragen. Die Viren gelangen über kleinste Verletzungen der Haut und Schleimhäute in den Körper. Sie können von unserem Immunsystem nicht vernichtet werden und verbleiben lebenslang im Körper. Auch Menschen, bei denen die Infektion nicht zur Erkrankung führt, können das Virus auf andere übertragen. Die meisten Betroffenen haben sich bereits im Kinder- oder Jugendalter mit dem Virus infiziert. Allerdings führt die Infektion nicht immer zu einer Erkrankung. 

Eine aktuelle Studie belegt, dass Herpes auch über Textilien übertragen werden kann. Die Forscher hatten Textilstücke mit Herpespartikeln kontaminiert. Die Erreger ließen sich noch nach 48 Stunden bei Raumtemperatur auf dem Gewebe nachweisen. Theoretisch kann man sich also auch durch die Benutzung desselben Handtuchs anstecken. Nach einem 40-Grad-Waschgang der Textilien ist eine Ansteckung dann jedoch unwahrscheinlich.
Tipps, wie Sie die Herpesviren im Urlaub “aussperren”:

Unterstützen Sie Ihr Immunsystem bereits in der Vorurlaubszeit. Achten Sie auf eine gesunde Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, körperlicher Bewegung und ausreichend Schlaf.
Vermeiden Sie Vorurlaubsstress. Nehmen Sie sich lieber ein oder 2 Tage länger für die Urlaubsvorbereitungen Zeit.

Vitalstoffe können Ihre natürlichen Abwehrkräfte zusätzlich stärken.

• Sollten Sie eine längere Flugreise oder einen Nachtflug antreten, nehmen Sie sich am besten ein eigenes Nackenkissen und eine eigene Decke mit.
• Verwenden Sie bei starker Sonneneinstrahlung unbedingt Sonnenschutzmittel mit hohem Lichtschutzfaktor im Lippen- und Mundbereich. Es gibt auch spezielle UV-Schutz-Lippenstifte.
Sollte sich dennoch ein leichtes Kribbeln bemerkbar machen, sollten Sie sofort handeln. Verwenden Sie beispielsweise eine spezielle virushemmende Creme.
• Aufgrund seiner antiviralen Eigenschaften ist auch Colloidales Silber (oral sowie äußerlich angewendet) gut geeignet, die Herpesviren in ihre Grenzen zu weisen.
Collodiales Silber blockiert ein Enzym, das alle Bakterien, Pilze und Viren für ihren Stoffwechsel benötigen. Es erstickt sozusagen die gesundheitsschädlichen Organismen. Ein Absterben krankheitserregender Mikroorganismen, die gegen Antibiotika bereits immun waren, ist nach der Verabreichung von colloidalem Silber beobachtet worden. Viren und Pilze werden abgetötet und können nicht mehr mutieren, während Hautzellen-Enzyme und freundliche Bakterien nicht geschädigt werden und das Immunsystem nicht geschwächt wird.

Colloidales Silber 15ml, Colloidales Silber 60ml Vorteilsflasche

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