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	<title>Bäder-Führer Blog &#187; Menschen</title>
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		<title>SFA – Baden mit kühlem Kopf</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Jul 2009 06:58:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[

Im Sommer zieht es Tausende von Menschen in Seen und Flüsse. Sobald Alkohol ins Spiel kommt, steigt das Unfallrisiko im Wasser. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) erinnert an die etablierte Baderegel, bei Wassersportaktivitäten auf Alkohol zu verzichten.
Der Sprung ins kühle Nass lockt bei heissem Wetter. Nebst der Abkühlung lauern mitunter Gefahren, [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Im Sommer zieht es Tausende von Menschen in Seen und Flüsse. Sobald Alkohol ins Spiel kommt, steigt das Unfallrisiko im Wasser. Die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) erinnert an die etablierte Baderegel, bei Wassersportaktivitäten auf Alkohol zu verzichten.</p>
<p style="text-align: justify;">Der Sprung ins kühle Nass lockt bei heissem Wetter. Nebst der Abkühlung lauern mitunter Gefahren, vor allem wenn die eigenen Kräfte überschätzt werden. Gemäss bfu – Beratungsstelle für Unfallverhütung, passieren die meisten Ertrinkungsunfälle beim Schwimmen oder Baden.<br />
Besonders gefährlich sind Flüsse. Im letzten Jahr ertranken 27 Menschen, davon 16 in einem Fluss, so die Statistik der Schweizerischen Lebensrettungs-Gesellschaft SLRG. Dazu kommen Tausende von Verletzungsunfällen bei Wassersportaktivitäten. Dass Alkohol das Unfallrisiko im Wasser erhöht, ist unbestritten.
</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Jedes Gewässer wird mit Alkohol gefährlicher und Fliessgewässer stellen besondere Anforderungen. Sie verlangen von Schwimmenden schon bei klarem Kopf viel ab. Die Strömung, tiefe Wassertemperaturen, Schwellen oder Wirbel sowie unwegsame Ufer, die den Ausstieg erschweren, werden oft unterschätzt. Wer mit der Strömung schwimmt, braucht die ganze Reaktionsfähigkeit und Kraft.</p>
<p style="text-align: justify;">Risiken einschätzen<br />
Unfallursachen gibt es mehrere: Meist werden die eigenen Kräfte überschätzt, jene des Wassers unterschätzt. Alkohol erhöht die Risikobereitschaft und beeinträchtigt die Konzentration. Mit zu viel Promille im Blut leidet die Sehkraft, Routinebewegungen geraten ins Wanken, der Gleichgewichtssinn schwindet. Unter Alkoholeinfluss rückt die nötige Vorsicht oft in den Hintergrund. Alkoholisiert riskieren Schwimmerinnen und Schwimmer, im Wasser zu erbrechen; Betroffene können lautlos untergehen. Eine fest etablierte Baderegel lautet daher, den Alkohol zu meiden. Dies gilt ebenso für andere Aktivitäten rund ums Wasser. Und eine weitere Baderegel sagt, nie überhitzt ins Wasser springen, da der Körper eine Anpassungszeit braucht.</p>
<p style="text-align: justify;">Die SFA in Kürze<br />
Für die Schweizerische Fachstelle für Alkohol- und andere Drogenprobleme (SFA) steht der Schutz der Gesundheit im Zentrum. Die SFA will Probleme verhüten oder vermindern, die aus dem Konsum von Alkohol und anderen psychoaktiven Substanzen hervorgehen. Die SFA konzipiert und realisiert Präventionsprojekte, engagiert sich in der Gesundheitspolitik und der psychosozialen Forschung. Die SFA ist eine private, parteipolitisch unabhängige Organisation mit gemeinnützigem Zweck.
</p>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://www.sfa-ispa.ch/index.php?IDcat=18&amp;groupe=1&amp;entetegroupe=1&amp;langue=D">Zur Webseite der SFA</a></p>

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		<title>19. Juli 2009 – Sweat Lodge Eröffnung in Bad Sulza mit Tom Blue Wolf (USA)</title>
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		<pubDate>Fri, 03 Jul 2009 19:18:28 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Viele Menschen wissen bereits um die Bedeutung und den Wert einer indianischen Sweat Lodge Zeremonie, andere sind neugierig auf die persönliche Erfahrung. In Bad Sulza wird am 19. Juli 2009 eine Sweat Lodge eröffnet, sie stellt in der der neuen Saunawelt der Toskana Therme das i-Tüpfelchen dar. Toskana Thermen Geschäftsführerin Marion Schneider hat sich darauf [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;"><img class="alignleft size-full wp-image-11981" style="margin: 5px;" title="sweat_lodge_02" src="http://www.baeder-fuehrer.ch/forum/wp-content/uploads/2009/07/sweat_lodge_02.jpg" alt="sweat_lodge_02" width="250" height="167" />Viele Menschen wissen bereits um die Bedeutung und den Wert einer indianischen Sweat Lodge Zeremonie, andere sind neugierig auf die persönliche Erfahrung. In Bad Sulza wird am 19. Juli 2009 eine Sweat Lodge eröffnet, sie stellt in der der neuen Saunawelt der Toskana Therme das i-Tüpfelchen dar. Toskana Thermen Geschäftsführerin Marion Schneider hat sich darauf in Zusammenarbeit mit Tom Blue Wolf intensiv vorbereitet. Blue Wolf, der vom Stamm der Muscogee im Südosten Nordamerikas abstammt und jetzt im Bundesstaat Georgia, USA, lebt, wird die Eröffnung der Sweat Lodge in Bad Sulza persönlich leiten.</p>
<p style="text-align: justify;">Für die indianischen Kulturen Nordamerikas ist die Schwitzhütten-Zeremonie nicht nur ein Weg der Reinigung, sondern vor allem ein Akt der Heilung und des Gebets. Dieser Tradition ist auch die Sweat Lodge verpflichtet, die nun erstmals auf einem eigens dafür geplanten Areal der weitläufigen Sauna-Erweiterung der Toskana Therme Bad Sulza durchgeführt wird.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Die Steine werden auf einem Außenfeuer erhitzt und in die runde, bedeckte Hütte gebracht, wo sie mit geweihtem Wasser begossen werden. Die im Kreis sitzenden Teilnehmer und Teilnehmerinnen der Zeremonie werden durch fest gelegte Stufen der körperlichen und seelischen Reinigung geführt, begleitet von Trommeln und Gesang. Die authentisch durchgeführte Zeremonie dauert mehrere Stunden. Nach der Eröffnung am 19. Juli finden die nächsten Sweat Lodge Termine mit Tom Blue Wolf am 16. und 18. Oktober 2009 statt.<br />
Wir wünschen sehr, dass Menschen mit und ohne bisherige Sweat Lodge Erfahrung an dieser Zeremonie teilnehmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Wer etwas zu den Hintergründen erfahren will oder sich zur Sweat Lodge Eröffnung am 19. Juli (bzw. zu den Folgeterminen 16. /18. Oktober) anmelden will, findet über <a href="http://www.toskanaworld.net/web/de/hotel_an_der_therme/specials-angebote.asp?ID=620">diesen Link weitere Informationen</a>.<br />
Wenn Sie mehr über Tom Blue Wolf und seine Projekte erfahren wollen, finden Sie <a href="http://www.earthkeepers.net/">über diesen Link weitere Informationen</a>.</p>

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		<title>So alt wie man sich fühlt – Senioren fühlen sich 13 Jahre jünger als es ihrem Lebensalter entspricht</title>
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		<pubDate>Sun, 17 May 2009 03:59:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Menschen über 70 Jahre fühlen sich durchschnittlich 13 Jahre jünger als es ihren Lebensjahren entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine jüngst im Journal of Gerontology: Psychological Sciences veröffentlichte Studie, die von Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Michigan durchgeführt wurde.
Die Studie untersucht Veränderungen der Selbstwahrnehmung des Alters und der Alterszufriedenheit über die Zeit [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Menschen über 70 Jahre fühlen sich durchschnittlich 13 Jahre jünger als es ihren Lebensjahren entspricht. Zu diesem Ergebnis kommt eine jüngst im Journal of Gerontology: Psychological Sciences veröffentlichte Studie, die von Forscherinnen des Max-Planck-Instituts für Bildungsforschung und der Universität Michigan durchgeführt wurde.<br />
Die Studie untersucht Veränderungen der Selbstwahrnehmung des Alters und der Alterszufriedenheit über die Zeit an Daten der Berliner Altersstudie.
</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Während sich das Gefühl, 13 Jahre jünger zu sein, im Laufe der Studie nicht veränderte, nahm die Differenz zwischen Lebensalter und im Spiegel wahrgenommenen Alter sowie der Grad der Zufriedenheit der Studienteilnehmerinnen und Teilnehmer im Laufe des sechsjährigen Beobachtungszeitraums ab.</p>
<p style="text-align: justify;">Gefühl, 13 Jahre jünger zu sein, hält an<br />
Dass sich ältere Menschen in der Regel jünger fühlen, als es ihrem Lebensalter entspricht, konnte bereits in mehreren Studien aufgezeigt werden. Aber verändert sich die Alterseinschätzung im Laufe der Zeit? Und welche Faktoren können das gefühlte Alter beeinflussen? Zur Beantwortung dieser Fragen untersuchten die Psychologinnen sechs Jahre lang 516 Berliner Frauen und Männer im Alter von 70 bis 104 Jahren, die an der Berliner Altersstudie teilnahmen.<br />
„Die Teilnehmer unserer Studie fühlten sich durchschnittlich 13 Jahre jünger als es ihrem Lebensalter entspricht. Das Überraschende für uns war, dass sich an dieser Einschätzung im Laufe des sechsjährigen Beobachtungszeitraums so gut wie nichts änderte“, erläutert Anna Kleinspehn-Ammerlahn, die die Studie zusammen mit Dana Kotter-Grühn, beide am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung, und Jacqui Smith, Universität Michigan, durchführte. Die nähere Untersuchung zeigte allerdings Unterschiede zwischen Personen unterschiedlichen Alters: So wurde beobachtet, dass ältere Studienteilnehmerinnen und Teilnehmer über die Zeit sogar ein vergleichsweise noch jüngeres gefühltes Alter berichteten als die Jüngeren. Die Veränderung des gefühlten Alters war aber nicht nur vom Lebensalter, sondern außerdem vom Gesundheitsstatus der Seniorinnen und Senioren abhängig.</p>
<p style="text-align: justify;">Einschätzung des physischen Alters und der Alterszufriedenheit verändert sich über die Zeit<br />
Die Psychologinnen wollten außerdem von den Studienteilnehmern wissen, wie alt sie sich fühlen, wenn Sie sich im Spiegel betrachten. Fühlten sich die Teilnehmer zu Beginn der Studie beim Blick in den Spiegel noch 10 Jahre jünger, lag die Differenz zum Lebensalter am Ende der Studie nur noch bei 7 Jahren. Allerdings konnte hier ein deutlicher Geschlechterunterschied beobachtet werden: Frauen fühlten sich im Vergleich vier Jahre älter als die männlichen Studienteilnehmer.<br />
Geschlechtsabhängige Unterschiede wurden auch hinsichtlich der Zufriedenheit im Alter beobachtet. So gaben die männlichen Teilnehmer zu Beginn der Studie eine höhere Zufriedenheit mit ihrem Alter an als die weiblichen Studienteilnehmerinnen. Allerdings zeigten die Männer im Laufe des sechsjährigen Beobachtungszeitraums eine stärkere Abnahme der Zufriedenheit als die Frauen. Ein geringerer Grad der Zufriedenheit hing jedoch nicht nur mit dem Geschlecht, sondern auch mit dem Alter, dem Gesundheitszustand und der sozialen Schicht zusammen.
</p>
<p style="text-align: justify;">„Möglicherweise gibt es einen Zusammenhang zwischen der Einschätzung, jünger zu sein und jünger auszusehen als es dem tatsächlichen Lebensalter entspricht, und der Lebenszufriedenheit im Alter“, erläutert Kleinspehn-Ammerlahn. „Wir haben erste Hinweise darauf, dass die Selbsteinschätzung des Alters mit der verbleibenden Lebenserwartung zusammenhängt. Interessant ist auch die Frage, ob Menschen, die sich jünger fühlen, auch „jünger handeln“ und jünger wahrgenommen werden. Diesen Zusammenhängen muss in weiteren Untersuchungen nachgegangen werden.“</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle:<br />
Anna Kleinspehn-Ammerlahn, Dana Kotter-Grühn, Jacqui Smith, Journal of Gerontology: Psychological Sciences: 377-385, Vol. 63B, No. 6 (2008).</p>

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		<title>Jung geblieben – Neue Nervenzellen im erwachsenen Gehirn verantwortlich für flexibles Lernen</title>
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		<pubDate>Mon, 11 May 2009 03:10:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Im Fokus der neuen Studie von Dresdner und Berliner Wissenschaftlern stehen aus adulten Stammzellen hervorgehende Körnerzellen des Hippocampus zusammen mit der Frage, wie diese die Verknüpfung von Erfahrungen und neuen Eindrücken beeinflussen.
Sie sind nur wenige Mikrometer groß und leisten Erstaunliches: Im erwachsenen Gehirn geborene Körnerzellen des Hippocampus. Sie ermöglichen ein flexibles Lernen in einer sich [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Im Fokus der neuen Studie von Dresdner und Berliner Wissenschaftlern stehen aus adulten Stammzellen hervorgehende Körnerzellen des Hippocampus zusammen mit der Frage, wie diese die Verknüpfung von Erfahrungen und neuen Eindrücken beeinflussen.</p>
<p style="text-align: justify;">Sie sind nur wenige Mikrometer groß und leisten Erstaunliches: Im erwachsenen Gehirn geborene Körnerzellen des Hippocampus. Sie ermöglichen ein flexibles Lernen in einer sich verändernden Umwelt und erlauben es dem Gehirn, selbst winzige Unterschiede gezielt wahrzunehmen und diese neben bereits gemachten Erfahrungen abzuspeichern. Diese Erkenntnisse sind das Ergebnis einer Studie von Forschern am Dresdner DFG-Forschungszentrum für Regenerative Therapien (CRTD) und der Berliner Charité. In der interaktiven online Zeitschrift PloS ONE stellen die Forscher ihre Analyse vor.</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Die genaue Funktion von neuen, aus bereits vorhandenen Stammzellen geborenen Körnerzellen (Nervenzellen) im erwachsenen Hippocampus ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht geklärt. Um etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen, entwickelte die Forschungsgruppe um Prof. Gerd Kempermann vom CRTD ein Analyseverfahren, welches ermöglicht, qualitative Aspekte des Lernens und die Rolle von Körnerzellen in diesem Prozess zuverlässig abzubilden. Dazu wurde die Neubildung von Körnerzellen im erwachsenen Gehirn von Mäusen unterdrückt. In einem Morris-Wasserlabyrinth mit versteckter Plattform beobachteten die Forscher danach fünf Tage lang das Verhalten behandelter und unbehandelter Mäuse auf der Suche nach einer im Wasser verborgenen Plattform. Die Schwimmmuster wurden mit einem Algorithmus statistisch ausgewertet. Die Forscher interessierte bei der Beobachtung nicht vorrangig wie schnell die Mäuse zur Plattform schwammen, sondern welche Suchstrategien die Tiere dabei verwendeten. „Beide Testgruppen fanden die Plattform, die behandelten Mäuse verwendeten jedoch weniger effektive Strategien, um sie zu finden“, so Gerd Kempermann. „Nach drei Tagen änderten wir die Position der Plattform. Auch hier fanden beide Gruppen das neue Ziel, die behandelten Mäuse suchten allerdings für eine längere Zeit an der alten Position“, erklärt Kempermann. „Wir schlussfolgerten daraus, dass der Mangel an neugeborenen Körnerzellen dafür verantwortlich ist, dass die Mäuse die neue Aufgabe zunächst nicht effektiv erlernen konnten. Die Tieren konnten auf das Auftreten einer neuen, jedoch sehr ähnlichen Situation nicht flexibel reagieren.“</p>
<p style="text-align: justify;">Die auf einem mathematischen Modell beruhende Hypothese der Wissenschaftler in dieser Studie ist, dass neue Körnerzellen im Gyrus dentatus (Teil des Hippocampus) das Risiko ungünstiger Wechselwirkungen zwischen bereits gemachten Erfahrungen und neuen Gedächtnisinhalten erheblich verringern. Ihnen kommt daher zur Aufrechterhaltung kognitiver Flexibilität eine wichtige Rolle zu. Dr.<br />
Alexander Garthe, Postdoc bei Kempermann, fasst die Ergebnisse der Studie zusammen: „Unsere Studie bestätigt, dass adulte Neurogenese, also das Entstehen neuer Nervenzellen im erwachsenen Gehirn, wichtige Aspekte des Lernens beeinflusst. Die neuen Körnerzellen werden gebraucht, um neue Informationen aus der Umwelt effizient mit zuvor gemachten Erfahrungen zu integrieren. Dies gilt besonders dann, wenn der Unterschied zwischen bereits vorhandenen Erinnerungen und neuen Inhalten nur sehr klein ist.“
</p>
<p style="text-align: justify;">Es wird angenommen, dass adulte Neurogenese auch bei neurodegenerativen Erkrankungen des Menschen wie z.B. Der Alzheimer Demenz eine wichtige Rolle spielt. Die Ergebnisse dieser Studie erweitern also nicht nur unser Verständnis der neurobiologischen Grundlagen von Lernvorgängen sondern sie können dazu beitragen, neue Therapien auf der Grundlage bereits im Gehirn vorhandener Stammzellen zu entwickeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Publikation: Garthe A, Behr J, Kempermann G. Adult-generated hippocampal neurons allow the flexible use of spatially precise learning strategies. PloS ONE. May 7, 2009</p>

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		<title>Schmerzmittel können Alzheimer nicht verhindern</title>
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		<pubDate>Sun, 26 Apr 2009 04:15:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Schmerzmittel wie Ibuprofen können eine Alzheimer-Erkrankung nicht verhindern. Ausgeschlossen ist aber nicht, dass diese Medikamente den Ausbruch der Krankheit verzögern könnten. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Washington uwmedicine.wash&#8230; gekommen. Frühere Studien hatten Hoffnungen geweckt, dass nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs) eine präventive Wirkung haben könnten. Die aktuelle Studie wies jedoch nach, dass das [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Schmerzmittel wie Ibuprofen können eine Alzheimer-Erkrankung nicht verhindern. Ausgeschlossen ist aber nicht, dass diese Medikamente den Ausbruch der Krankheit verzögern könnten. Zu diesem Ergebnis ist eine Studie der University of Washington <a href="http://uwmedicine.washington.edu" title="http://uwmedicine.washington.edu" class="autohyperlink" target="_blank">uwmedicine.wash&#8230;</a> gekommen. Frühere Studien hatten Hoffnungen geweckt, dass nichtsteroidale Entzündungshemmer (NSAIDs) eine präventive Wirkung haben könnten. Die aktuelle Studie wies jedoch nach, dass das Demenz-Risiko bei Menschen um 66 Prozent höher war, die viele dieser Medikamente einnahmen. Details der Studie wurden in dem Fachmagazin Neurology veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">NSAIDs werden bei der Behandlung von Schmerzen durch Erkrankungen wie Arthritis eingesetzt. Eine amerikanische Studie ergab laut BBC vergangenes Jahr, dass jene Teilnehmer, die Ibuprofen mehr als fünf Jahre einnahmen, um 40 Prozent weniger wahrscheinlich an Alzheimer erkrankten. An der Studie hatten fast 250.000 Veteranen teilgenommen. Die aktuelle Studie konzentrierte sich auf 2.736 Personen, die zu Beginn der zwölf Jahre Laufzeit durchschnittlich 75 Jahre alt waren. Der leitende Wissenschaftler Eric Larson betonte, dass man gehofft habe, eine schützende Wirkung nachweisen zu können. Leider sei das jedoch nicht möglich gewesen. Aus diesem Grund gebe es für diese Altersgruppe keine Grundlage dafür, dass diese Art von Schmerzmitteln zur Alzheimer-Prävention eingesetzt werden sollte.</p>
<p style="text-align: justify;">Sein Kollege John Breitner ergänzte, dass der entscheidende Unterschied zwischen den beiden Studien darin bestehe, dass die Teilnehmer älter gewesen seien. Seit einiger Zeit wurde angenommen, dass NSAIDs das Einsetzen der Erkrankung verzögern könnten. Daraus folgte, dass Studien mit jüngeren Teilnehmern weniger Alzheimer-Erkrankungen haben würden, Studien mit älteren mehr. Nicht ignoriert werden dürfte, dass das Demenz-Risiko bei Menschen, die NSAIDs einnehmen, steigt. Es seien jedoch weitere Studien erforderlich, um die aktuellen Forschungsergebnisse vollständig zu verstehen.</p>

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		<title>Borderline: Behandlungserfolge durch Psychotherapie-Ansatz aus den USA</title>
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		<pubDate>Mon, 20 Apr 2009 04:00:02 +0000</pubDate>
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Es gibt Krankheiten, die haben auch ihr Gutes. So die Borderline- Persönlichkeitsstörung (BPS): Für nicht wenige Schauspieler, Musiker und Künstler ist sie die Quelle ihres Schaffens. Denn „Borderliner“ leben besonders intensiv; sie haben starke Gefühle und leidenschaftliche, dramatische Beziehungen. Oft sind sie schillernde und faszinierende Menschen. Im Regelfall aber bedeutet die BPS vor allem eines [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Es gibt Krankheiten, die haben auch ihr Gutes. So die Borderline- Persönlichkeitsstörung (BPS): Für nicht wenige Schauspieler, Musiker und Künstler ist sie die Quelle ihres Schaffens. Denn „Borderliner“ leben besonders intensiv; sie haben starke Gefühle und leidenschaftliche, dramatische Beziehungen. Oft sind sie schillernde und faszinierende Menschen. Im Regelfall aber bedeutet die BPS vor allem eines für die Betroffenen und ihr Umfeld: viel Leid. Für die Behandlung gibt es mehrere Therapieansätze – von denen einer, die „Übertragungs-fokussierte Psychotherapie“, besonders erfolgreich ist.<br />
Das hat der Psychosomatiker Prof. Dr. Stephan Doering von der Universität Münster jetzt mit einer groß angelegten Studie nachgewiesen.<br />

</p>
<p style="text-align: justify;">Etwa ein bis zwei Prozent der Deutschen zeigen die typischen Kennzeichen der Borderline-Persönlichkeitsstörung: Die Patienten neigen zu Stimmungsschwankungen, verletzen sich selbst oder begehen Suizidversuche. Sie leben riskant und konsumieren oft Alkohol und Drogen. In Beziehungen suchen Borderliner große Nähe, die ihnen andererseits aber auch Angst macht, sobald sie da ist. Dann zerstören sie das Vertrauen oft abrupt. Da diese Probleme den Betroffenen meist selbst bewusst sind, begeben sich viele von ihnen aus eigenem Antrieb in eine psychotherapeutische oder psychiatrische Behandlung. „In Fachkreisen gelten sie allerdings als schwierige Patienten, bei denen die üblichen Behandlungsformen nicht gut helfen“, erläutert Prof.<br />
Doering, der als Spezialist für Psychosomatik an der Zahnklinik des Uni-Klinikums Münster arbeitet.
</p>
<p style="text-align: justify;">Vor diesem Hintergrund habe die Wissenschaft in den letzten zwei Jahrzehnten spezielle Psychotherapieformen für BPS-Patienten entwickelt, so der Mediziner. Eine davon, die aus den USA stammende und in Deutschland seit Ende der 1990er Jahre eingesetzte „Übertragungs-fokussierte Psychotherapie“, untersuchte Doering zusammen mit einem von Team und Ärzten und Psychotherapeuten im Hinblick auf die Erfolgsaussichten: 104 Frauen mit einer Borderline- Störung erhielten nach dem Zufallsprinzip entweder diese Therapieform oder eine konventionelle Behandlung bei niedergelassenen Psychotherapeuten. Ergebnis: Nach einem Jahr in Behandlung ging es den Patienten, die die Übertragungs-fokussierte Psychotherapie erhalten hatten, deutlich besser. In dieser Gruppe gab es weniger Therapieabbrüche, weniger Suizidversuche und weniger Aufenthalte in psychiatrischen Kliniken. Außerdem entsprachen diese Probandinnen zu einem größeren Anteil nicht mehr den diagnostischen Kriterien der Borderline-Störung und kamen im sozialen Leben besser zurecht.</p>
<p style="text-align: justify;">Das aufwändige Forschungsprojekt erstreckte sich über sechs Jahre und stellt die erste randomisiert-kontrollierte – also auf dem Zufallsprinzip und einer Vergleichsgruppe basierende – Psychotherapiestudie an Patienten mit Persönlichkeitsstörungen dar, die in Deutschland durchgeführt wurde. Für seine Ergebnisse erhielt Prof. Doering Ende März vom Deutschen Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) den renommierten Adolf-Ernst-Mayer-Preis für Psychotherapieforschung.</p>
<p style="text-align: justify;">In seiner eigenen Fachdisziplin hofft der Hochschulmediziner nun auf einen Kurswechsel: „In den letzten Jahren wurden immer mehr spezielle Psychotherapien für bestimmte psychische Erkrankungen entwickelt und in ihrer Wirksamkeit überprüft. Zukünftig sollten wir uns darauf konzentrieren, Ärzte und Psychotherapeuten in diesen Verfahren auszubilden, damit die betroffenen Patienten vor Ort die optimale psychotherapeutische Versorgung erhalten können“, so der Psychosomatiker.</p>

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		<title>Altern als Überlebensprinzip</title>
		<link>http://blog.baeder-fuehrer.ch/2009/04/14/altern-als-uberlebensprinzip/</link>
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		<pubDate>Tue, 14 Apr 2009 05:33:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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Schäden im Erbgut können offenbar ein genetisches Programm aktivieren, das bislang dafür bekannt war, lebensverlängernd zu wirken. Das berichtet ein deutsch-niederländisches Forscherteam um den Kölner Alternsforscher Björn Schumacher in der aktuellen Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature Cell Biology“. Die Ergebnisse zeigen, dass solche altersabhängigen Programme in der Lage sind, die Entstehung von Krebs zu verhindern und [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Schäden im Erbgut können offenbar ein genetisches Programm aktivieren, das bislang dafür bekannt war, lebensverlängernd zu wirken. Das berichtet ein deutsch-niederländisches Forscherteam um den Kölner Alternsforscher Björn Schumacher in der aktuellen Online-Ausgabe des Wissenschaftsmagazins „Nature Cell Biology“. Die Ergebnisse zeigen, dass solche altersabhängigen Programme in der Lage sind, die Entstehung von Krebs zu verhindern und damit das Überleben zu sichern.</p>
<p style="text-align: justify;">Äußere Einflüsse, wie zum Beispiel die im Sonnenlicht enthaltene ultraviolette Strahlung oder bestimmte Substanzen in der Nahrung führen zu ständigen Beschädigungen des Erbguts (DNS) einer Zelle. Zellen verfügen deshalb über hochkomplexe Reparaturmechanismen, die die DNS vor einer dauerhaften Schädigung schützen. Sie funktionieren jedoch nicht immer einwandfrei. Treten Fehler bei der Reparatur von DNS auf, kann das zu  krebsauslösenden Mutationen in der Zelle führen. Bleiben Schäden an der DNS dagegen unrepariert, altert die Zelle. Dies ist bei Menschen der Fall, die an der seltenen Erbkrankheit Progerie leiden: Hier funktionieren die DNS-Reparatursysteme nicht und Schäden an der DNS häufen sich bereits sehr früh im Leben an. Schon im Kindesalter zeigen sich deshalb bei den Betroffenen Alterserscheinungen.</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Die Forschergruppe um Dr. Schumacher versucht anhand solcher Patienten zu verstehen, warum bestimmte DNS-Reparaturdefekte zu einer vorzeitigen Alterung führen, während andere DNS-Reparaturdefekte das Krebsrisiko erhöhen. Alterung ist nicht nur eine Folge zufälliger, über Jahre in den Körperzellen angesammelter Schäden. Der Alterungsprozess wird auch von genetischen Programmen, die die Lebensdauer regulieren, kontrolliert. Solche Programme steuern eigentlich das Körperwachstum, haben aber offenbar auch einen Einfluss auf die Lebensdauer. Das haben die Erkenntnisse aus zwei Jahrzehnten Alternsforschung gezeigt.<br />
Wie Schumacher nun zeigen konnte, lösen DNS-Schäden, die sich in den aktiven Genen – das sind Gene, die zur Umsetzung der genetischen Information in Proteine „angeschaltet“ werden – ansammeln, das lebensverlängernde genetische Programm aus. Bei den frühzeitig alternden Patienten zeigte sich, dass bereits geringe Mengen von DNS- Schäden in den Zellen die Aktivierung lebensverlängernder Mechanismen zur Folge hatten. Treten die Schäden jedoch im Erbgut außerhalb der aktiven Gene auf, wird das Programm nicht aktiviert.  Die Beobachtungen spiegeln genau die Krankheitsbilder der verschiedenen Reparaturdefekte wider.<br />
Demzufolge altern Patienten, die DNS-Schäden in aktiven Genen nicht beheben können, frühzeitig. Menschen, die DNS-Schäden außerhalb der aktiven Gene nicht beheben können, zeigen dagegen keine frühzeitigen Alterssymptome, entwickeln aber sehr früh Krebs.
</p>
<p style="text-align: justify;">Die Wissenschaftler schließen daraus, dass eine alterungsbedingte Wachstumshemmung die Krebsentstehung verhindert und damit dem alternden Körper das Überleben trotz Erbgutschäden ermöglicht. Sie versuchen nun zu verstehen, wie dieses „Überlebensprogramm“ aktiviert wird, um daraus langfristig therapeutische Ansätze zur Bekämpfung altersbedingter Erkrankungen zu entwickeln.</p>
<p style="text-align: justify;">Bei Rückfragen:<br />
Inge de Vries<br />
PR-Manager CECAD Cologne<br />
E-Mail: <a class="autohyperlink" href="mailto:idvries@uni-koeln.de" title="mailto:idvries@uni-koeln.de">idvries@uni-koe&#8230;</a><br />
Tel. (0221) 470 4962</p>

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		<title>Schnell wirksame Impfung bald möglich?</title>
		<link>http://blog.baeder-fuehrer.ch/2009/03/22/schnell-wirksame-impfung-bald-moglich-2/</link>
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		<pubDate>Sun, 22 Mar 2009 06:00:52 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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US-Forscher arbeiten an einer Impfung, die auf der Stelle wirkt: Es muss nicht mehr auf die Bildung körpereigener Antikörper gewartet werden, sondern es werden vielmehr Moleküle eingesetzt, die wie ein Adapter an bestehende Antikörper andocken und diesen ermöglichen, Fremdkörper zu erkennen. Die Impfung könnte gegen Krankheitserreger, Viren und Gifte eingesetzt werden. In ihren Tests entwickelten [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">US-Forscher arbeiten an einer Impfung, die auf der Stelle wirkt: Es muss nicht mehr auf die Bildung körpereigener Antikörper gewartet werden, sondern es werden vielmehr Moleküle eingesetzt, die wie ein Adapter an bestehende Antikörper andocken und diesen ermöglichen, Fremdkörper zu erkennen. Die Impfung könnte gegen Krankheitserreger, Viren und Gifte eingesetzt werden. In ihren Tests entwickelten die Forscher Adaptermoleküle, die das bereits bestehende Immunsystem von Mäusen so anpassten, dass es erfolgreich Krebstumoren bekämpfte.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Impfungen bieten einen wirksamen Schutz gegen viele Krankheiten, denen anders nicht beizukommen ist. In der Regel werden dafür die Viren oder Erreger, gegen die geimpft werden soll, künstlich gezüchtet und so verändert, dass sie dem Menschen nicht mehr schaden. Der Patient bekommt diese harmlose Version der Schädlinge gespritzt. Sein Körper bildet dann sogenannte Antikörper – Proteine, welche genau auf die Oberflächenstruktur der Fremdkörper passen und sich dort anheften. Eindringlinge werden auf diese Weise markiert und vom Immunsystem effektiv bekämpft.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Ausbildung von passenden Antikörpern in ausreichender Menge kann jedoch Tage oder Wochen dauern, denn das Immunsystem muss erst lernen, seine Feinde zu erkennen. Künstliche Adaptermoleküle könnten jedoch bestehende Antikörper ohne Zeitverzögerung an neue Ziele anpassen. Die Forscher konstruierten daher Moleküle, die Antikörper von Mäusen an eine Art von Krebszellen binden. Um die Wirkung zu testen, implantierten sie den Mäusen Krebstumoren und injizierten einigen der Tiere die Adaptermoleküle. Tatsächlich wuchs der Tumor bis zu 90 Prozent langsamer bei Mäusen, die die Injektion erhalten hatten.</p>
<p style="text-align: justify;">Der große Vorteil dieser Methode ist, dass sie sofort wirkt. Auch beim Menschen könnte sie gegen ein breites Spektrum von Krankheiten helfen, glauben die Forscher. Auch Schluckimpfungen mit chemisch programmierbaren Antikörpern seien denkbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Mikhail Popkov (Scripps Research Institute, La Jolla) et al.: PNAS, DOI: 10.1073/pnas.0900147106</p>

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