14. August 2010

Haut: Was uns alt aussehen lässt

Ob wir wollen oder nicht: Wir werden älter, und das kann man uns mit den Jahren immer deutlicher vom Gesicht ablesen. Denn die Haut altert ebenso wie alle anderen Organe unseres Körpers. Dieser Prozess ist genetisch programmiert. Wie lange wir jung aussehen, liegt nicht nur an unseren Genen. Fast ebenso großen Einfluss, nämlich 40 Prozent des Alterungstempos, hat der Lebensstil.

US-Forscher haben im Rahmen einer Zwillingsstudie untersucht, welche äußeren Faktoren für die Hautalterung besonders entscheidend sind. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachblatt “Archives of Dermatology” (Arch Dermatol 2009; 145(12): 1375-1379).

Kathryn J. Martires von der Case Western Reserve School of Medicine in Cleveland und ihre Kollegen haben dazu das Hautbild von 65 Zwillingspaaren begutachtet und die Teilnehmer ausführlich zu ihren Lebensgewohnheiten befragt. Dabei bestätigte sich erneut, dass Sonnenlicht die Hautalterung beschleunigt. Viel Sonne verursacht auch Pigmentstörungen, tiefen Falten, erweiterte Blutgefäße und Hautkrebs. Der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln kann die Hautalterung nachweislich verzögern.
Der zweitgrößte Faktor für die Hautalterung war das Rauchen, gefolgt von Übergewicht. Zum Erstaunen der Wissenschaftler scheint Alkoholgenuss der sonnenbedingten Hautalterung signifikant entgegenzuwirken. Hautfaltenbeschleuniger sind außerdem ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung, Schlafmangel, Kälte, Wind und Hitze.

Die wichtigsten Veränderungen während der Hautalterung passieren in der Lederhaut. Diese Hautschicht besteht hauptsächlich aus Bindegewebszellen, den so genannten Fibroblasten, und Bindegewebsfasern aus Collagen und Elastin. In der jungen Haut arbeiten beide Fasertypen perfekt zusammen: Das Collagen macht das Gewebe stabil und zugfest, das gummiartige Elastin hingegen sorgt dafür, dass das Ganze dehnbar bleibt. Im Alter jedoch sinkt die Zahl der Collagenfasern, elastischen Fasern und Blutgefäßen. Die Zellen der Oberhaut teilen sich nur noch alle 50 statt – wie in jungen Jahren – alle 27 Tage. Die reife Haut präsentiert sich dünner und trockener als die jugendliche. Ihre Elastizität schwindet und die mimischen Fähigkeiten der Gesichtszüge nehmen ab. Dafür werden immer mehr Falten sichtbar.

Eine gesunde Ernährung und ein ausgewogener Lebensstil mit wenig Nikotin, viel Schlaf, Wasser und ausreichender Bewegung unterstützen ein gesundes Aussehen. Eine gute Pflege und die Prophylaxe von Lichtschäden können die Hautalterung hinauszögern und in ihrer Intensität mildern. Zudem hilft eine Vielzahl von Pflegeprodukten, mit den sichtbaren Begleiterscheinungen des Älterwerdens fertig zu werden.

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25. April 2009

Hormontherapie bei Prostatakrebs – Begleitende Bestrahlung verbessert Überlebenschancen

Patienten mit nicht operablem Prostatakrebs erhielten bisher häufig ausschließlich eine Hormontherapie. Diese soll das Wachstum des Tumors bremsen, indem sie die Freisetzung des männlichen Geschlechtshormons Testosteron hemmt. Eine begleitende Strahlentherapie kann die Überlebenschancen der Patienten jedoch deutlich verbessern. Darauf weist die Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie (DEGRO) anlässlich einer Studie hin, die kürzlich im Fachmagazin „The Lancet“ veröffentlicht wurde.

Bei Patienten mit fortgeschrittenem Krankheitsverlauf breitet sich ein Tumor in der Prostata auch auf benachbarte Organe, zum Beispiel die Samenblasen, aus. Auch wenn noch keine Lymphknoten befallen waren, erschien eine Heilung vielen Ärzten bisher aussichtslos. Ziel der Behandlungsansätze war es daher häufig nur, das männliche Geschlechtshormon Testosteron auszuschalten. Denn dieses fördert das Krebswachstum. Vor 20 Jahren entfernten die Ärzte den Betroffenen deshalb noch die Hoden. Heute können sie die Testosteronproduktion auch medikamentös stoppen. „Eine Bestrahlung ergänzt diese Hormontherapie in idealer Weise. Denn während eine Hormongabe lediglich das Tumorwachstum hemmt, zerstört die Strahlentherapie die Krebszellen in der Prostata“, erklärt DEGRO-Präsident Professor Dr. Med. Volker Budach, Chefarzt an der Klinik für Radioonkologie an der Berliner Charité.

In einer Studie aus Skandinavien konnte jetzt erstmals belegt werden, dass die Kombination von Hormon- und Strahlentherapie den Patienten tatsächlich nutzt. 875 Männer aus Schweden, Norwegen und Dänemark hatten an ihr teilgenommen. Nach zehn Jahren waren 24 Prozent der Patienten, die nur Hormone erhielten, an dem Prostatakarzinom gestorben. Unter den Patienten, die zusätzlich bestrahlt wurden, waren es nur halb so viele. „Das ist ein klarer Vorteil, der keinem Patienten vorenthalten werden sollte“, fordert Budach. „Die Strahlentherapie bietet Patienten, deren Lymphdrüsen noch nicht befallen sind, zudem durchaus die Aussicht auf eine Heilung. Erfolgt die Behandlung nur mit Hormonen, besteht diese Chance nicht.“

Für die begleitende Strahlentherapie sprechen auch die geringen Nebenwirkungen. Probleme beim Wasserlassen, Durchfallerkrankungen oder Potenzstörungen traten nur unwesentlich häufiger auf als bei dem ausschließlichen Einsatz einer Hormontherapie. Dass Bestrahlungen in den letzten Jahren immer weniger Nebenwirkungen mit sich bringen, liegt an den großen technischen Fortschritten auf diesem Gebiet. „Mit modernsten Geräten sind wir heute in der Lage, einen Tumor ganz präzise und auf den Millimeter genau zu bestrahlen“, berichtet Budach.
Dies ermöglicht es den Ärzten auch, eine höhere Strahlendosis einzusetzen. Umliegendes Gewebe bleibt weitgehend verschont.

Quelle:
Widmark A, Klepp O, Solberg A, Damber JE, Angelsen A, Fransson P, Lund JA, Tasdemir I, Hoyer M, Wiklund F, Fosså SD; Scandinavian Prostate Cancer Group Study 7; Swedish Association for Urological Oncology 3.
Endocrine treatment, with or without radiotherapy, in locally advanced prostate cancer (SPCG-7/SFUO-3): an open randomised phase III trial.
Lancet 2009; 373: 301-8

Pressekontakt für Rückfragen:

Silke Stark / Silke Jakobi
Deutsche Gesellschaft für Radioonkologie e.V.
Pressestelle
Postfach 30 11 20
70451 Stuttgart
E-Mail: stark@medizinko…
Internet: www.degro.org
Telefon: 0711 / 8931-572
Fax: 0711 / 8931-167

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17. April 2009

Bad Wörishofen – seit 60 Jahren das bedeutendste Kneippheilbad der Welt

2009 feiert Bad Wörishofen gleich drei runde Jubiläen: 60 Jahre Stadterhebung, 60 Jahre Kneippheilbad und 120 Jahre „So sollt ihr leben“ von Sebastian Kneipp (1821-1897).

Die Erfolgsstory begann bereits im Jahre 1855 als der schwäbische Pfarrer Sebastian Kneipp nach Wörishofen kam und den Ort wie kein anderer prägen sollte. Fast 50 Jahre wirkte er in Wörishofen, das 1920 „Bad“ wurde. 1949 hatte der Deutsche Bäderverband die Gemeinde offiziell als „Kneippheilbad“ anerkannt. Kurz danach, am 12. Oktober 1949, wurde Bad Wörishofen vom damaligen bayerischen Innenminister Dr. Ankermüller die Stadt-Urkunde verliehen. Sebastian Kneipp machte das einstige Dorf im Südwesten Bayerns zu dem, was es heute ist: einem Kurort von Weltruf und Nummer eins der etwa 60 Kneippheilbäder weltweit – mit rund 140 Kneipp-Spa-Häusern und 110.000 Gästen, 900.000 Tagesgästen und 800.000 Übernachtungen im Jahr.

„Die Mittel, welche das natürliche Heilverfahren beansprucht, beruhen in Licht, Luft, Wasser, Diät, Ruhe und Bewegung in ihren verschiedenen Anwendungsformen. Dinge, die, wenn sie normal vorhanden, den gesunden Organismus gesund erhalten und wieder gesund machen können, wenn er erkrankt ist.“ (Sebastian Kneipp) Mit seinem vor 120 Jahren (1889) erschienen „Ratgeber „So sollt ihr leben“ wurde Kneipp binnen kürzester Zeit weltberühmt. Kein Wunder: Seine Philosophie ist hochwirksam, für jedermann nachvollziehbar – und auch heute noch brandaktuell. Interessierte können alle Standartwerke, die Kneipp geschrieben hat, unter „www.kneippmuseum.de“ downloaden.

Die Jubiläumsfeier findet am 16. und 17. Mai 2009 im Rahmen der beliebten Kulinarischen Frühjahrsmeile statt – zu Kneipps Ehren an seinem Geburtstag. Kneipp wurde vor 187 Jahren, am 17. Mai 1821, in Stephansried bei Ottobeuren geboren. Highlights: Wiedereinweihung der renovierten Wandelhalle, Kneipp-Geburtstagsfeier im Kurhaus, Vorführung des Films „Der Wasserdoktor“ sowie ein fröhlich-buntes Rahmenprogramm mit abschließendem Feuerwerk am Kurhaus.

Samstag, 16. Mai 2009
• Kulinarische Meile mit Kunsthandwerkermarkt und musikalischer Unterhaltung • Kneipp-Tag am Denkmalplatz – Die fünf Elemente der Kneippschen Gesundheitslehre werden erlebbar gemacht
• Wiedereinsegnung der neu renovierten Wandelhalle mit anschließendem Vortrag zum Thema „So sollt Ihr leben“

Sonntag, 17. Mai 2009
• Kulinarische Meile mit Kunsthandwerkermarkt und musikalischer Unterhaltung • 188. Kneipp-Geburtstag: Konzertprogramm im Kurhaus mit anschließendem Feuerwerk
• 7. Deutscher Walkingtag
• 32. Internationaler und Unterallgäuer Museumstag 2009: Tag der offenen Tür im Sebastian-Kneipp-Museum, im Förderverein-Fliegermuseum, im Allgäuer Fischmuseum sowie bei der Kutschen- und Schlittensammlung von Marianne und Werner Niklas, wo rund 120 verschiedene Pferdekutschen und Accessoires präsentiert werden
• KNEIPP-IN-MOTION-Gesundheitswoche mit Kneipp-Lounge in der Fußgängerzone (17. bis 24. Mai 2009). Die Kneippwoche schließt mit dem Kneippstadtmarathon am 24. Mai 2009 ab.
Weitere Informationen zu Bad Wörishofen finden Sie hier: www.baeder-fueh…

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