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	<title>Bäder-Führer Blog &#187; Rauchen</title>
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		<title>Haut: Was uns alt aussehen lässt</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Aug 2010 18:26:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ob wir wollen oder nicht: Wir werden älter, und das kann man uns mit den Jahren immer deutlicher vom Gesicht ablesen. Denn die Haut altert ebenso wie alle anderen Organe unseres Körpers. Dieser Prozess ist genetisch programmiert. Wie lange wir jung aussehen, liegt nicht nur an unseren Genen. Fast ebenso großen Einfluss, nämlich 40 Prozent [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Ob wir wollen oder nicht: Wir werden älter, und das kann man uns mit den Jahren immer deutlicher vom Gesicht ablesen. Denn die <a href="http://www.fairvital.com/index.php?ref=777&amp;cPath=50&amp;ref=952748">Haut</a> altert ebenso wie alle anderen Organe unseres Körpers. Dieser Prozess ist genetisch programmiert. Wie lange wir jung aussehen, liegt nicht nur an unseren Genen. Fast ebenso großen Einfluss, nämlich 40 Prozent des Alterungstempos, hat der Lebensstil.</p>
<p style="text-align: justify;">US-Forscher haben im Rahmen einer Zwillingsstudie untersucht, welche äußeren Faktoren für die Hautalterung besonders entscheidend sind. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachblatt &#8220;Archives of Dermatology&#8221; (Arch Dermatol 2009; 145(12): 1375-1379).</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Kathryn J. Martires von der Case Western Reserve School of Medicine in Cleveland und ihre Kollegen haben dazu das Hautbild von 65 Zwillingspaaren begutachtet und die Teilnehmer ausführlich zu ihren Lebensgewohnheiten befragt. Dabei bestätigte sich erneut, dass Sonnenlicht die Hautalterung beschleunigt. Viel Sonne verursacht auch Pigmentstörungen, tiefen Falten, erweiterte Blutgefäße und Hautkrebs. Der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln kann die Hautalterung nachweislich verzögern.<br />
Der zweitgrößte Faktor für die Hautalterung war das Rauchen, gefolgt von Übergewicht. Zum Erstaunen der Wissenschaftler scheint Alkoholgenuss der sonnenbedingten Hautalterung signifikant entgegenzuwirken. Hautfaltenbeschleuniger sind außerdem ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung, Schlafmangel, Kälte, Wind und Hitze.</p>
<p style="text-align: justify;">Die wichtigsten Veränderungen während der Hautalterung passieren in der Lederhaut. Diese Hautschicht besteht hauptsächlich aus Bindegewebszellen, den so genannten Fibroblasten, und Bindegewebsfasern aus Collagen und Elastin. In der jungen Haut arbeiten beide Fasertypen perfekt zusammen: Das <a href="http://www.fairvital.com/product_info.php?ref=777&amp;products_id=278&amp;ref=952748">Collagen</a> macht das Gewebe stabil und zugfest, das gummiartige Elastin hingegen sorgt dafür, dass das Ganze dehnbar bleibt. Im Alter jedoch sinkt die Zahl der Collagenfasern, elastischen Fasern und Blutgefäßen. Die Zellen der Oberhaut teilen sich nur noch alle 50 statt &#8211; wie in jungen Jahren &#8211; alle 27 Tage. Die reife Haut präsentiert sich dünner und trockener als die jugendliche. Ihre Elastizität schwindet und die mimischen Fähigkeiten der Gesichtszüge nehmen ab. Dafür werden immer mehr Falten sichtbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine gesunde Ernährung und ein ausgewogener Lebensstil mit wenig Nikotin, viel Schlaf, Wasser und ausreichender Bewegung unterstützen ein gesundes Aussehen. Eine gute Pflege und die Prophylaxe von Lichtschäden können die Hautalterung hinauszögern und in ihrer Intensität mildern. Zudem hilft eine Vielzahl von <a href="http://www.fairvital.com/index.php?ref=777&amp;cPath=50&amp;ref=952748">Pflegeprodukten</a>, mit den sichtbaren Begleiterscheinungen des Älterwerdens fertig zu werden.</p>

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		<title>Haut: Was uns alt aussehen lässt</title>
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		<pubDate>Fri, 30 Jul 2010 17:23:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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<p style="text-align: justify;">Ob wir wollen oder nicht: Wir werden älter, und das kann man uns mit den Jahren immer deutlicher vom Gesicht ablesen. Denn die Haut altert ebenso wie alle anderen Organe unseres Körpers. Dieser Prozess ist genetisch programmiert. Wie lange wir jung aussehen, liegt nicht nur an unseren Genen. Fast ebenso großen Einfluss, nämlich 40 Prozent des Alterungstempos, hat der Lebensstil.</p>
<p style="text-align: justify;">US-Forscher haben im Rahmen einer Zwillingsstudie untersucht, welche äußeren Faktoren für die Hautalterung besonders entscheidend sind. Ihre Ergebnisse veröffentlichten sie im Fachblatt &#8220;Archives of Dermatology&#8221; (Arch Dermatol 2009; 145(12): 1375-1379).</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Kathryn J. Martires von der Case Western Reserve School of Medicine in Cleveland und ihre Kollegen haben dazu das Hautbild von 65 Zwillingspaaren begutachtet und die Teilnehmer ausführlich zu ihren Lebensgewohnheiten befragt. Dabei bestätigte sich erneut, dass Sonnenlicht die Hautalterung beschleunigt. Viel Sonne verursacht auch Pigmentstörungen, tiefen Falten, erweiterte Blutgefäße und Hautkrebs.Der Gebrauch von Sonnenschutzmitteln kann die Hautalterung nachweislich verzögern. Der zweitgrößte Faktor für die Hautalterung war das Rauchen, gefolgt von Übergewicht. Zum Erstaunen der Wissenschaftler scheint Alkoholgenuss der sonnenbedingten Hautalterung signifikant entgegenzuwirken. Hautfaltenbeschleuniger sind außerdem ungesunde Ernährung, mangelnde Bewegung, Schlafmangel, Kälte, Wind und Hitze.</p>
<p style="text-align: justify;">Die wichtigsten Veränderungen während der Hautalterung passieren in der Lederhaut. Diese Hautschicht besteht hauptsächlich aus Bindegewebszellen, den so genannten Fibroblasten, und Bindegewebsfasern aus Collagen und Elastin. In der jungen Haut arbeiten beide Fasertypen perfekt zusammen: Das Collagen macht das Gewebe stabil und zugfest, das gummiartige Elastin hingegen sorgt dafür, dass das Ganze dehnbar bleibt. Im Alter jedoch sinkt die Zahl der Collagenfasern, elastischen Fasern und Blutgefäßen. Die Zellen der Oberhaut teilen sich nur noch alle 50 statt &#8211; wie in jungen Jahren &#8211; alle 27 Tage. Die reife Haut präsentiert sich dünner und trockener als die jugendliche. Ihre Elastizität schwindet und die mimischen Fähigkeiten der Gesichtszüge nehmen ab. Dafür werden immer mehr Falten sichtbar.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine gesunde Ernährung und ein ausgewogener Lebensstil mit wenig Nikotin, viel Schlaf, Wasser und ausreichender Bewegung unterstützen ein gesundes Aussehen. Eine gute Pflege und die Prophylaxe von Lichtschäden können die Hautalterung hinauszögern und in ihrer Intensität mildern. Zudem hilft eine Vielzahl von <a href="http://www.fairvital.com/index.php?ref=777&#038;cPath=50&#038;ref=952748">Pflegeprodukten</a>, mit den sichtbaren Begleiterscheinungen des Älterwerdens fertig zu werden.</p>

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		<title>Genussraucher, Gelegenheitsraucher oder Kettenraucher – die Gene im Kopf geben den Takt vor</title>
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		<comments>http://blog.baeder-fuehrer.ch/2010/04/25/genussraucher-gelegenheitsraucher-oder-kettenraucher-%e2%80%93-die-gene-im-kopf-geben-den-takt-vor/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 25 Apr 2010 19:55:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Erblicher Einfluss auf das Rauchverhalten erstmals in den Nikotinrezeptoren nachgewiesen Das soziale Umfeld gibt in der Regel vor, ob junge Menschen den Weg zum Raucher einschlagen. Der Griff zur ersten Zigarette hängt also in hohem Maße vom Elternhaus, den Freunden und der beruflichen Situation ab. Mit Beginn des Nikotinkonsums übernimmt aber offensichtlich der Körper eine [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Erblicher Einfluss auf das Rauchverhalten erstmals in den Nikotinrezeptoren nachgewiesen</p>
<p style="text-align: justify;">Das soziale Umfeld gibt in der Regel vor, ob junge Menschen den Weg zum Raucher einschlagen. Der Griff zur ersten Zigarette hängt also in hohem Maße vom Elternhaus, den Freunden und der beruflichen Situation ab. Mit Beginn des Nikotinkonsums übernimmt aber offensichtlich der Körper eine Dirigentenrolle.</p>
<p style="text-align: justify;">Ob Jugendliche zu Genussrauchern, Gelegenheitsrauchern oder auch Kettenrauchern mit besonders hohem Suchtpotenzial werden, steuern die Gene. Einem internationalen Forschungskonsortium mit Greifswalder Wissenschaftlern ist es gelungen, eine genetische Veranlagung der Abhängigkeit und des Rauchverhaltens in den Nikotinrezeptoren nachzuweisen. Die Ergebnisse wurden in der aktuellen Ausgabe des Wissenschaftsjournals Nature Genetics* veröffentlicht.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Die Studie unter Koordination von Wissenschaftlern der Oxford University bestätigt damit jüngste Forschungsansätze, dass die Art und Weise des Rauchens mit erblich bedingt ist. Weltweit wurden 41.150 Menschen aus 20 Bevölkerungsgruppen untersucht, darunter 4.000 Probanden aus der SHIP-Studie (Study of Health in Pomerania) des Forschungsverbundes Community Medicine. An der Studie waren die Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie, die Institute für Funktionelle Genomforschung, für Epidemiologie und Sozialmedizin sowie für Klinische Chemie und Laboratoriumsmedizin und das Institut für Community Medicine der Universität Greifswald beteiligt.</p>
<p style="text-align: justify;">Der wesentliche Suchtstoff von Zigaretten, nämlich Nikotin, entfaltet im Gehirn innerhalb kürzester Zeit seine stimulierenden Effekte wie die Erhöhung von Aufmerksamkeit, Konzentration und kreativem Denken bei gleichzeitiger Beruhigung und Steigerung des Wohlbefindens über die Aktivierung von so genannten Nikotinrezeptoren. Diese befinden sich im Gehirn, nehmen die Suchtstoffe unmittelbar auf und setzen anschließend zügig „Glückshormone“ wie die Neurobotenstoffe Dopamin und Serotonin frei. „In der Tat konnte in dieser Studie nun erstmals nachgewiesen werden, dass die Anzahl der gerauchten Zigaretten pro Tag durch bestimmte Variationen in exakt diesen Genen der Nikotinrezeptoren beeinflusst wird“, erläuterte der Greifswalder Wissenschaftler Prof. Hans-Jörgen Grabe (43/Foto). Bislang sei man vor allem davon ausgegangen, dass das Suchtverhalten durch einen unterschiedlichen Abbau von Nikotin durch Enzyme in der Leber beeinflusst wird.</p>
<p style="text-align: justify;">„Die aktuellen Befunde waren über alle Untersuchungsgruppen hoch signifikant nachweisbar“, betonte Grabe. Die unterschiedliche genetische Veranlagung war dafür verantwortlich, wie viele Zigaretten am Tag durchschnittlich konsumiert wurden. Die Forschungsergebnisse können dazu beitragen, schneller Medikamente zu entwickeln, die gezielt diese Wirkmechanismen direkt an den Rezeptoren im Gehirn aufgreifen und die Suchtanfälligkeit vermindern.</p>
<p style="text-align: justify;">Rauchen stellt weltweit die Hauptursache für vermeidbare Ursachen von schwerwiegenden Erkrankungen wie Krebs, Herzinfarkte und Gefäßerkrankungen dar. Weit mehr als eine Milliarde Menschen auf der Welt rauchen, Tendenz steigend. „Der Beginn des Rauchens ist jedoch vielmehr von psychosozialen als von genetischen Faktoren abhängig.</p>
<p style="text-align: justify;">Dies bedeutet, dass der primären Raucherprävention auf jeden Fall die größere Bedeutung zukommt, um zukünftig die fatalen gesundheitlichen Folgen des Rauchens effektiver einzudämmen“, so Grabe abschließend.</p>
<p style="text-align: justify;">*Nature Genetics, published online April 25, 2010 Meta-analysis and imputation refines the association of 15q25 with smoking quantity</p>
<p style="text-align: justify;">DOI: 10.1038/ng.572 ()</p>

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		<title>Alzheimer Demenz: Nur von wenigen Therapien können Patienten nachweislich profitieren</title>
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		<pubDate>Fri, 11 Sep 2009 07:30:04 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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<p style="text-align: justify;">Noch immer gibt es keine Therapie, die Alzheimer Demenz entscheidend beeinflussen und damit dem schleichenden Vergessen langfristig Einhalt gebieten könnte. Durch Studien belegt ist lediglich, dass einige Medikamente kurzfristig bestimmte Symptome etwas lindern oder ihr Auftreten hinauszögern können. Für die Wirksamkeit der vielfältigen nichtmedikamentösen Verfahren fehlen entsprechende wissenschaftliche Nachweise. In den vergangenen Jahren wurde die Forschungsförderung für Alzheimer Demenz jedoch deutlich verstärkt. Trägt sie Früchte, könnten sich auf längere Sicht auch die Möglichkeiten der Therapie verbessern.<br />
Für eine wirklich erfolgreiche Demenzbehandlung werden aber wahrscheinlich ganz neue Ansätze notwenig sein.
</p>
<p style="text-align: justify;">Dieses Resümee zieht das Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zum Abschluss eines umfassenden Auftragspakets zum Thema Alzheimer Demenz. Auf Wunsch des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) hatte das Institut untersucht, welchen Nutzen und welchen Schaden – verschiedene Therapieangebote für Patientinnen und Patienten haben können. Auf den Prüfstand kamen dabei sowohl die Arzneistoffe Cholesterinesterasehemmer, Memantin und Ginkgo biloba als auch eine Vielzahl von nichtmedikamentösen Therapien, wie etwa das Angehörigentraining und kognitive Verfahren.</p>
<p></p>
<p style="text-align: justify;">Wie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des IQWiG in Zusammenarbeit mit externen Sachverständigen feststellten, haben Arzneistoffe aus der Gruppe der Cholinesterasehemmer positive Effekte auf die sogenannte Kognition. Patientinnen und Patienten in einem leichten oder mittelschweren Stadium der Erkrankung, die in Studien einen Cholinesterasehemmer über mindestens vier Monaten einnahmen, konnten sich beispielsweise Dinge besser merken als die Erkrankten, die ein Scheinmedikament einnahmen.</p>
<p style="text-align: justify;">Auf die Fähigkeit, den Alltag zu bewältigen, scheinen sich dagegen Ginkgo biloba enthaltende Präparate günstig auszuwirken, sofern sie hoch genug dosiert werden (240 mg täglich). Auch hier fand das IQWiG Belege in Studien mit leicht oder mittelschwer Erkrankten. Allerdings bleibt die Größe des Effekts unklar, weil die Ergebnisse in den einzelnen Studien sehr unterschiedlich ausfielen.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass Patientinnen und Patienten profitieren können, ist aber jeweils nur für solch begrenzte Therapieziele nachgewiesen. Für andere Behandlungsaspekte, wie etwa Begleitsymptome (z.B. Unruhe, Depression), Lebensqualität oder Pflegebedürftigkeit, liefern die Studien entweder keine entsprechenden Belege oder die Daten sind nicht hinreichend sicher interpretierbar – in einigen Fällen wurden sie auch gar nicht erhoben.</p>
<p style="text-align: justify;">Kein Nutzen-Nachweis für Memantin</p>
<p style="text-align: justify;">Bei der dritte Gruppe von Alzheimer-Medikamenten, beim Wirkstoff Memantin, ist für keinen Aspekt der Erkrankung der Nachweis erbracht, dass Patienten von diesem Wirkstoff mehr profitieren als von einem Scheinmedikament – auch nicht für die Gedächtnisleistung oder die Alltags-Kompetenz.</p>
<p style="text-align: justify;">Memantin ist zur Behandlung der mittelschweren und schweren Alzheimer Demenz zugelassen. Zwar kann auch Ginkgo bei diesen Patienten verordnet werden. Ob und wie gut Ginkgo bei den schwerer Erkrankten wirken, lässt sich auf Basis der verfügbaren Studiendaten aber nicht eindeutig sagen. Denn speziell auf diese Patientengruppe ausgerichtete Studien fehlen.</p>
<p style="text-align: justify;">Langzeiteffekte der Medikamente bleiben unklar</p>
<p style="text-align: justify;">Obwohl die drei genannten Medikamente vergleichsweise untersucht sind, gibt es deutliche Forschungslücken: Der überwiegende Teil der Studien hatte eine Laufzeit von maximal einem halben Jahr, sodass unklar bleibt, welche Effekte die Präparate bei einer längeren Anwendung haben. Das gilt auch und gerade für unerwünschte Nebenwirkungen, die insbesondere bei den Cholinesterasehemmern erheblich sein können (Übelkeit, Erbrechen, Durchfall).</p>
<p style="text-align: justify;">Zudem fehlen aussagekräftige Studien, die die Arzneistoffe untereinander oder mit nichtmedikamentösen Therapien vergleichen.</p>
<p style="text-align: justify;">Großer Nachholbedarf bei guten Studien zu nichtmedikamentösen Verfahren</p>
<p style="text-align: justify;">Noch gravierender sind Forschungsdefizite allerdings bei den nichtmedikamentösen Therapien: Zu geringe Forschungsmittel und eine unterentwickelte Studienmethodik führen dazu, dass auch für Verfahren, die Potenzial haben, keine zuverlässigen Aussagen getroffen und damit auch keine Belege für einen Nutzen erbracht werden können.</p>
<p style="text-align: justify;">Die Vielfalt der Ansätze ist groß und einige erscheinen auch vielversprechend: Gedächtnisübungen oder Alltagsaktivitäten in der Gruppe gehören ebenso dazu wie Schulung von Angehörigen. Zwar fanden die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler eine ganze Reihe von Studien. Schwächen bei der Planung oder Durchführung führten jedoch dazu, dass die Ergebnisse nicht zuverlässig interpretierbar waren.<br />
Einen Beleg für den Nutzen eines der Verfahren konnte das IQWiG deshalb nicht feststellen.
</p>
<p style="text-align: justify;">Breiter Einsatz ohne Nutzenbeleg ist nicht zu rechtfertigen</p>
<p style="text-align: justify;">Was die Studienmethodik betrifft, hinken die nichtmedikamentösen Verfahren allerdings generell den Arzneimitteln hinterher. Ein wichtiger Grund für den Rückstand ist, dass es hier kein Zulassungsverfahren und damit auch keine Behörde gibt, die Studien mit einem methodischen Mindeststandard einfordert. Anders als in der Pharmabranche fehlen in der Regel auch finanzstarke Großunternehmen, die Studien finanzieren.</p>
<p style="text-align: justify;">Jedoch deshalb bei bestimmten Therapien eine Ausnahme zu machen und sie ohne Nutzenbelege breit einzusetzen, ist aus Sicht des IQWiG nicht zu rechtfertigen. Denn ungenügend evaluierte Therapien können Patienten psychisch und körperlich schädigen und die Solidargemeinschaft unnötig finanziell belasten.</p>
<p style="text-align: justify;">Forschungsförderung könnte Entwicklung neuer Therapien vorantreiben</p>
<p style="text-align: justify;">„Was uns in Deutschland fehlt, ist eine öffentliche, von der Industrie unabhängige Forschungsfinanzierung für Fragestellungen, die für die Behandlung der Patienten wichtig sind. Das macht sich bei bestimmten Therapieansätzen zur Alzheimer Demenz besonders schmerzlich bemerkbar“, sagt IQWiG-Leiter Prof. Dr. Med. Peter Sawicki. „Wir müssen endlich öffentliche Geldquellen für kontrollierte klinische Studien erschließen.“</p>
<p style="text-align: justify;">Zumindest im Fall der Alzheimer Demenz wurden in den vergangenen Jahren die Weichen neu gestellt: Das Bundesgesundheitsministerium (BMG) hat Ende 2007 ein eigenes Forschungsförderungsprogramm aufgelegt. Das „Leuchtturmprojekt Demenzen“ vergibt im Themenfeld „Sicherung einer evidenzbasierten Versorgung“ auch Gelder für die „systematische Auswertung neuester wissenschaftlicher Erkenntnisse“.<br />
Ende Juni 2009 nahm in Bonn das ebenfalls mit staatlichen Mitteln finanzierte Deutsche Zentrum für Neurodegenerative Erkrankungen (DZNE) seine Arbeit auf. Der Etat von 60 Millionen € pro Jahr wird vor allem in die Erforschung von Demenz fließen.</p>
<p style="text-align: justify;">Seit 2008 fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) darüber hinaus das Kompetenznetz Degenerative Demenzen (KNDD).<br />
Derzeit drei Forschungsverbünde widmen sich vor allem der Entstehung und dem Verlauf der Alzheimerschen Krankheit. Über einen Zeitraum von 12 Jahren stehen ihnen dafür insgesamt 50 Millionen € zur Verfügung.
</p>
<p style="text-align: justify;">Institutsleiter Peter Sawicki sieht darin einen Schritt in die richtige Richtung: „In einigen Jahren werden wir vermutlich einige Forschungslücken geschlossen haben.“ Zugleich warnte er aber auch vor überzogenen Hoffnungen: „Vielleicht werden wir irgendwann Demenzpatienten heilen können. Bis dahin kommt es aber darauf an, die Patienten sozial und pflegerisch besser zu betreuen und Angehörige zu entlasten. Wir brauchen gesichertes Wissen darüber, mit welchen der vorhandenen Möglichkeiten wir ihnen am besten helfen können. Dafür ist es wichtig, versorgungsrelevante Therapie- und Betreuungsansätze besser in Studien zu untersuchen.“</p>

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		<title>Rauchverbote senken Herzinfarktrate</title>
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		<pubDate>Mon, 31 Aug 2009 17:57:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach Einführung des allgemeinen Rauchverbots in öffentlichen Räumen in Island im Juni 2007 kam es unter männlichen Nichtrauchern zu einem Rückgang an akuten Herzereignissen um 21 Prozent. Das berichtete heute ein isländisches Forscherteam um Thorarinn Gudnason beim Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in Barcelona. Ein bisher ungeklärter Umstand: Bei Frauen konnte kein solcher Rückgang beobachtet werden. Dass [...]]]></description>
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<p style="text-align: justify;">Nach Einführung des allgemeinen Rauchverbots in öffentlichen Räumen in Island im Juni 2007 kam es unter männlichen Nichtrauchern zu einem Rückgang an akuten Herzereignissen um 21 Prozent. Das berichtete heute ein isländisches Forscherteam um Thorarinn Gudnason beim Europäischen Kardiologenkongress (ESC) in Barcelona. Ein bisher ungeklärter Umstand: Bei Frauen konnte kein solcher Rückgang beobachtet werden.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass sich allgemeine Rauchverbote sehr rasch und nicht nur langfristig positiv auf die Herzgesundheit der Bevölkerung auswirken, haben auch Studien aus Italien, Irland und Schottland gezeigt. Rauchen trägt nicht nur zu chronischen Gesundheitsschäden bei. Tabakrauch kann auch an akuten Problemen in den Herzgefäßen beteiligt sein, so zum Beispiel an der Bildung von Blutgerinnseln, die die Gefäße verschließen und zum gefährlichen akuten Herzinfarkt führen.</p>
<p style="text-align: justify;"></p>
<p style="text-align: justify;">Die isländische Studie konzentrierte sich auf Nichtraucher und zeigt auf, wie sehr Rauchverbote im öffentlichen Raum auch zur Vermeidung von akuten Herzproblemen aufgrund von Passivrauchen beitragen können.<br />
„Eine Reduktion von akuten Herzinfarkten um 21 Prozent entspricht einer Rate, die sonst nur  mit hochpotenten kardiovaskulären Therapien erreicht werden kann“, sagt Studienleiter Dr. Gudnason. „Warum es hier unseren Daten zufolge Unterschiede nach Geschlecht gibt, ist noch nicht geklärt und bedarf weiterer Untersuchungen.“
</p>
<p style="text-align: justify;">„Seit das Rauchen in immer mehr europäischen Ländern aus dem öffentlichen Leben verschwindet, liegen uns auch immer mehr Daten über die positiven Effekte solcher gesetzlicher Maßnahmen für die Herzgesundheit vor“, kommentiert Prof. Dr. Eckart Fleck von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie (DGK) die aktuelle Studie. „Es geht hier nicht nur um die Vermeidung chronischer Schäden, sondern auch akuter Erkrankungen, und zwar bei Nichtrauchern genauso wie bei Rauchern. Deshalb sind möglichst weitreichende Rauchverbote aus gesundheitspolitischer Sicht so wichtig, wenn das auch nicht von allen leicht eingesehen wird.“</p>
<p style="text-align: justify;">Quelle: Gudnason et al, Smoking bans linked to an immediate decline in acute coronary syndrome; ESC 2009 Abstract No 978.</p>

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