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	<title>Bäder-Führer Blog &#187; Rheumatoide</title>
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		<title>Rheumatoide Arthritis: Erster Hinweis auf klinische Erfolge der Gentherapie</title>
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		<pubDate>Wed, 04 Feb 2009 08:20:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[In der aktuellen Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift Human Gene Therapy stellen die Autoren die Studie an zwei Patientinnen mit schwerer Rheumatoider Arthritis vor. Leiter der Untersuchung war Prof. Dr. Peter Wehling, vormals Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Orthopädie, der die Studie in Kooperation mit deutschen und amerikanischen Wissenschaftlern 1997 und 98 durchgeführt hat. Bei der Gentherapie werden [...]]]></description>
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<p>In der aktuellen Februar-Ausgabe der Fachzeitschrift Human Gene Therapy stellen die Autoren die Studie an zwei Patientinnen mit schwerer Rheumatoider Arthritis vor. Leiter der Untersuchung war Prof. Dr. Peter Wehling, vormals Universitätsklinikum Düsseldorf, Klinik für Orthopädie, der die Studie in Kooperation mit deutschen und amerikanischen Wissenschaftlern 1997 und 98 durchgeführt hat.</p>
<p></p>
<p>Bei der Gentherapie werden die Gene der Zellen so verändert, dass entweder ein Gendefekt repariert wird oder die Zelle in die Lage versetzt wird, ein Protein zu produzieren, das die Krankheit stoppt. Die ersten klinischen Studien zu derartigen Verfahren begannen im Jahr 1990. Behandelt wurden seltene genetische Defekte des Immunsystems. Für die vorliegende Studie wurde das Verfahren des Gentransfers von der Ethik-Kommission des Universitätsklinikums Düsseldorf in der verwendeten Form bestätigt.</p>
<p>Die Rheumatoide Arthritis ist eine klassische Autoimmunerkrankung, bei der sich das Immunsystem des Körpers mit der Folge geschwollener und entzündeter Gelenke, gegen sich selbst richtet. Das Gelenkgewebe, insbesondere der Knorpel, wird dauerhaft zerstört. Es gibt bislang keine Heilung. Geschätzt werden ca. Eine Million Erkrankungsfälle in Deutschland. „Rheumatoide Arthritis ist eine extrem schmerzhafte Erkrankung, die mehrere Gelenke des Körpers betreffen kann. Die Rheumatoide Arthritis ist deshalb eine ideale Indikation für dieses Verfahren, weil das Gelenk ein abgeschlossener Raum innerhalb des Körpers ist, in den gentechnisch veränderte Zellen, einfach injiziert werden können, da sie dort verbleiben,“ erläutert Prof. Dr. Rüdiger Krauspe, Direktor der Orthopädischen Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf.</p>
<p>Prof. Dr. Peter Wehling, Leiter der Studie, erklärt das Verfahren: „Indem wir körpereigene gentechnisch veränderte Zellen in das betroffene Gelenk injiziert haben, konnte die Produktion des humanen Interleukin-1 Rezeptor Antagonisten (stoppt die Knorpelzerstörung) stimuliert werden. Er dient dazu, das Interleukin-1 Protein zu blockieren, das für die Entzündungsprozesse verantwortlich ist.“ „Der Ansatz der Studie war, dass dieses Gen kontinuierlich innerhalb des Gelenks ‚arbeiten sollte‘,“ sagte Christopher H. Evans, Center for Molecular Orthopaedics, Harvard Medical School, Boston, ebenfalls Ko- Autor der Studie. „Grundsätzlich konnte gezeigt werden, dass eine Gentherapie bei Gelenkerkrankungen machbar und sicher ist,“ so Dr. Julio Reinecke, verantwortlicher Molekularbiologe der Fa. Orthogen Düsseldorf anlässlich der Veröffentlichung.</p>
<p>Die Studie wurde an zwei Patientinnen durchgeführt, beide unter 75 Jahren alt mit der Diagnose fortgeschrittener Rheumatoider Arthritis. (Weil wegen eines anderen Gentherapieversuchs bei einer anderen Erkrankung Komplikationen auftraten, konnten nur zwei statt der geplanten sechs Probanden in die Studie eingeschlossen werden). Nach vier Wochen berichteten die Patientinnen über verminderte Schmerzen und Schwellungen. Bei einer der beiden Probandinnen waren diese Effekte dramatisch. Das behandelte Gelenk blieb schmerzfrei, obschon andere unbehandelte Gelenke der Patientin von weiteren Schüben der Erkrankung betroffen waren. Laboruntersuchungen des Gewebes aus dem behandelten Gelenk zeigten geringere Mengen des Interleukin-1 Proteins, was bestätigt, dass dessen Reduzierung auf die Therapie zurückgeht.</p>
<p>Die Studie zeigt, das die Gentherapie klinische Erfolge in der Behandlung rheumatoider Arthritis bewirkt und das Verfahren – über den bisherigen Beobachtungszeitraum – als sicher gelten kann. Der beschriebene viel versprechende Ansatz sollte in weiteren Studien erhärtet werden. Die Studie wurde mit Mitteln des Landes NRW unterstützt, das die Fa. Orthogen 1994 gefördert hat, um die Untersuchung zusammen mit der Universität Düsseldorf durchzuführen.</p>
<p>Die Studie entstand in Kooperation des Universitätsklinikums Düsseldorf, Klinik für Orthopädie, der Fa. Orthogen Düsseldorf, der University of Pittsburgh School of Medicine; und Steven Ghivizzani, University of Florida College of Medicine und Christopher H. Evans, Center for Molecular Orthopaedics, Harvard Medical School, Boston.</p>
<p>Kontakt:        Prof. Dr. Med. Peter Wehling, Arzt für Orthopädie- Molekulare Medizin,<br />
Stadttor 1, 40219 Düsseldorf, Tel.: 0211-60255-0, Mobil: 0172-2107311 Prof. Dr. Rüdiger Krauspe, Direktor der Orthopädischen Klinik des Universitätsklinikums Düsseldorf, Tel.: 0211 / 81-17961</p>

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		<title>Grazer PharmazeutInnen fanden Schlüssel zu neuen entzündungshemmenden Medikamenten</title>
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		<pubDate>Wed, 28 Jan 2009 14:03:22 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Die Voraussetzung für die Entwicklung einer ganz neuen Generation entzündungshemmender Medikamente haben PharmazeutInnen der Karl- Franzens-Universität Graz in einem Projekt mit WissenschafterInnen aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und den USA geschaffen. Die Forschungsergebnisse, die unter anderem im Zusammenhang mit Atherosklerose richtungweisend sind, wurden im Jänner 2009 im renommierten Wissenschaftsmagazin Nature Medicine veröffentlicht. „Findet im Körper [...]]]></description>
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<p>Die Voraussetzung für die Entwicklung einer ganz neuen Generation entzündungshemmender Medikamente haben PharmazeutInnen der Karl- Franzens-Universität Graz in einem Projekt mit WissenschafterInnen aus Deutschland, den Niederlanden, Dänemark und den USA geschaffen. Die Forschungsergebnisse, die unter anderem im Zusammenhang mit Atherosklerose  richtungweisend sind, wurden im Jänner 2009 im renommierten Wissenschaftsmagazin Nature Medicine veröffentlicht.</p>
<p></p>
<p>„Findet im Körper eine Entzündung statt, so schüttet das betroffene Gewebe bestimmte Eiweißmoleküle aus – die so genannten Chemokine -, die in der Folge das Immunsystem stimulieren und eine Abwehrreaktion in Gang setzen“, erklärt Ao.Univ.-Prof. Dr. Andreas Kungl, Leiter des Grazer Teilprojekts. Die Chemokine holen weiße Blutkörperchen – die Leukozyten – aus dem Knochenmark zu Hilfe. Doch nicht immer ist diese Reaktion auch tatsächlich erwünscht. „Während bei bakteriellen Infektionen die Leukozyten gute Dienste leisten, führt ein Ansturm von weißen Blutkörperchen zum Beispiel bei chronischen Entzündungen wie im Falle von Rheumatoider Arthritis und Atherosklerose nur zu einer weiteren Ankurbelung des inflammatorischen Prozesses“, so Kungl.</p>
<p>In der Entwicklung neuer, noch effektiverer entzündungshemmender Medikamente sind die WissenschafterInnen nun einen entscheidenden Schritt weiter gekommen. „Im Rahmen unserer Forschungen konnten wir erstmals zeigen, wie die Leukozyten von den Chemokinen aktiviert werden“, berichtet Kungl: „Mehrere Chemokine schließen sich jeweils zu einem Komplex zusammen, der an den entsprechenden Rezeptoren der weißen Blutkörperchen andockt und sie dadurch mobilisiert.“ Darauf basierend ist es den ForscherInnen gelungen, einen Weg zu finden, den Chemokin-Komplex zu zerstören und damit die entzündliche Reaktion zu stoppen. „Dazu haben wir ein Stück aus einem Chemokin – ein so genanntes Peptid herausgenommen und dieses synthetisiert, also im Labor in größerer Menge produziert“, erklärt der Grazer Wissenschafter. „Dann konnten wir in vitro beobachten, dass dieses Peptid an eines der Chemokine im Komplex bindet, dadurch diesen zur Auflösung bringt, weitere Komplexisierung unterbindet und so die Entzündung nachhaltig hemmt“, freut sich Andreas Kungl, der neben seiner Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität 2005 die ProtAffin Biotechnologie AG in Graz mitgegründet hat. Das Unternehmen konzentriert sich auf die Entwicklung proteinbasierter Entzündungshemmer.</p>
<p>Kontakt:<br />
Ao.Univ.-Prof. Dr. Andreas Kungl<br />
Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der Karl-Franzens- Universität Graz<br />
Tel.: 0316/380-5373<br />
E-Mail: <a class="autohyperlink" href="mailto:andreas.kungl@uni-graz.at" title="mailto:andreas.kungl@uni-graz.at">andreas.kungl@u&#8230;</a></p>

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		<pubDate>Sat, 29 Nov 2008 20:44:56 +0000</pubDate>
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		<description><![CDATA[Schmerzhafte Reize werden vom Körper durch bestimmte Rezeptoren in der Haut, den Muskeln, Gelenken und den inneren Organen wahrgenommen. Spezialisierte Nervenfasern leiten diese Signale dann von der Peripherie ans Gehirn weiter. Dort wird der Schmerz bewusst wahrgenommen. «Das Rückenmark ist als eine Art Schmerzfilter dazwischen geschaltet», sagt Hanns Ulrich Zeilhofer, Professor am Institut für Pharmakologie [...]]]></description>
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<p>Schmerzhafte Reize werden vom Körper durch bestimmte Rezeptoren in der Haut, den Muskeln, Gelenken und den inneren Organen wahrgenommen. Spezialisierte Nervenfasern leiten diese Signale dann von der Peripherie ans Gehirn weiter. Dort wird der Schmerz bewusst wahrgenommen. «Das Rückenmark ist als eine Art Schmerzfilter dazwischen geschaltet», sagt Hanns Ulrich Zeilhofer, Professor am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich und Institut für Pharmazeutische Wissenschaften der ETH Zürich. Es verhindert, dass nicht schon normale Berührungen als Schmerz wahrgenommen werden.</p>
<p></p>
<p>Dabei setzen Schmerz hemmende Nervenzellen im Hinterhorn des Rückenmarks den Botenstoff gamma-Aminobuttersäure (GABA) frei. Dies geschieht an den Kontaktstellen zu benachbarten Nervenzellen, den sogenannten Synapsen. Dieser Botenstoff aktiviert auf den benachbarten Nervenzellen Chloridkanäle (GABA-A Rezeptoren) und hemmt so die Aktivität der Nervenzellen, die den Schmerz ans Gehirn weiterleiten.</p>
<p>Bei Patienten mit chronischen Entzündungskrankheiten, wie rheumatoider Arhritis, oder Nervenschädigungen, zum Beispiel nach Unfällen, ist die Schmerz hemmende Wirkung von GABA stark reduziert. Die Schmerzreize werden dann nahezu ungefiltert an das Gehirn weitergeleitet. Benzodiazepine, wie das Beruhigungsmittel Valium<sup>®</sup>, die die Wirkung von GABA verstärken, können chronische Schmerzen lindern, wenn sie direkt in das Rückenmark injiziert werden.</p>
<p>Praktisch ist dies jedoch nur selten möglich. Werden die Benzodiazepine aber als Tabletten verabreicht, wirken sie nicht nur lokal im Rückenmark, sondern auch im Gehirn. Dort verursachen sie in der Schmerztherapie unerwünschte Nebenwirkungen. Sie machen müde, reduzieren die Merkfähigkeit und können abhängig machen. Bei chronischer Therapie verlieren sie zudem mit der Zeit ihre Wirkung. Die klassischen Benzodiazepine sind deshalb für die Therapie von chronischen Schmerzen ungeeignet.</p>
<h3>GABA-Rezeptoren als Ausgangsbasis</h3>
<p>Obwohl man seit einigen Jahren weiss, dass GABA in der Schmerzkontrolle eine wichtige Rolle spielt, nutzte man bis anhin die GABA-Rezeptoren kaum als Ausgangsbasis, um darauf neue Schmerztherapien zu entwickeln. Das Forscherteam unter Leitung von Ulrich Zeilhofer versuchte nun den Beitrag der GABA-Rezeptoren zur Schmerzkontrolle im Rückenmark genauer zu entschlüsseln. Sie publizierten die Ergebnisse ihrer Studie in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift «Nature».</p>
<p>Bereits zuvor war bekannt, dass mindestens vier verschiedenen Subtypen der GABA-Rezeptoren auf Benzodiazepine ansprechen. «In früheren Versuchen hat bereits Uwe Rudolph, heute Professor an der Harvard Medical School und damals Mitarbeiter von Hanns Möhler, Professor am Institut für Pharmakologie und Toxikologie der Universität Zürich, zwei der Subtypen identifiziert», sagt Zeilhofer. «Den, der die Angst lösende Wirkung der Benzodiazepine vermittelt, und den, der sedierend wirkt.»</p>
<p>Hierfür hatte Rudolph Mäuse genetisch manipuliert. Er tauschte einzelne Aminosäuren der GABA<sub>A</sub>-Rezeptoren aus und machte sie dadurch unempfindlich gegenüber den Benzodiazepinen.</p>
<p>Nun machte sich das Team um Zeilhofer mit Hilfe dieser genmanipulierten Mäuse auf die Suche nach den GABA-Rezeptoren, die verhindern, dass Schmerzen ans Gehirn weitergeleitet werden. Bei den Tieren wurde zuerst eine Entzündung in der Pfote ausgelöst oder der Ischias-Nerv gereizt. Dann wurde ein Schmerz lindernder Wirkstoff aus der Gruppe der Benzodiazepine in das Rückenmark verabreicht.</p>
<h3>Rezeptoren für Schmerzlinderung bestimmt</h3>
<p>Das Verhalten der Tiere ermöglichte den Forschern die Rezeptoren zu bestimmen, die die Schmerzlinderung vermitteln. Sie konnten zwei Subtypen der GABA<sub>A</sub>-Rezeptoren identifizieren, die im Rückenmark die Schmerzempfindung kontrollieren. «Wir waren sehr erfreut, als wir sahen, dass sie verschieden von denen waren, die sedierend wirken oder abhängig machen», sagt Zeilhofer.</p>
<p>Für den Einsatz im Tierexperiment stehen bereits Wirkstoffe zur Verfügung, die die gewünschte Rezeptorspezifität aufweisen. Andreas Hess, Privatdozent und Kay Brune, Professor, von der Universität Erlangen-Nürnberg, haben die Wirkung einer dieser Substanzen mit Hilfe neuster Bild gebender Verfahren an Ratten untersucht. Die funktionelle Magnetresonanztomographie macht Schmerzen und ihre medikamentöse Beeinflussung im Gehirn sichtbar.</p>
<p>Die Experimente bestätigten, dass die so stimulierten GABA Rezeptoren die Schmerzleitung ins Gehirn tatsächlich verminderten. Langzeitstudien zeigten zudem, dass der untersuchte Wirkstoff auch bei länger dauernder Therapie seine Wirkung behielt und keine Abhängigkeit hervorrief.</p>
<h3>Herausforderung an die Pharmaindustrie</h3>
<p>Gelänge es ein Medikament für die Anwendung am Menschen zu entwickeln, das nur diese zwei Subtypen von GABA Rezeptoren anspricht, wäre das ein gewaltiger Fortschritt in der Schmerztherapie. Chronische Schmerzen könnten gezielt und mit weniger Nebenwirkungen behandelt werden. «Nun ist es eine Herausforderung für die Pharmaindustrie einen solchen Wirkstoff bis zur therapeutischen Anwendung beim Menschen zu bringen», sagt Zeilhofer.</p>

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		<title>Durchbruch in der Erforschung von Lungenerkrankungen</title>
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		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 07:59:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die „chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen“ (COPD) gehören zu den Volkskrankheiten: Weltweit leiden schätzungsweise 44 Millionen Menschen daran, allein in Deutschland rund fünf Millionen. Die Patienten haben mit Luftnot zu kämpfen, ihre Bronchien sind verengt. Nicht selten verläuft die Erkrankung tödlich. Die Hauptursache: Zigarettenqualm; neun von zehn Betroffenen sind Raucher. Dem Essener Wissenschaftler Dr. Bernhard B. Singer, [...]]]></description>
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<p>Die „chronisch obstruktiven Lungenerkrankungen“ (COPD) gehören zu den Volkskrankheiten: Weltweit leiden schätzungsweise 44 Millionen Menschen daran, allein in Deutschland rund fünf Millionen. Die Patienten haben mit Luftnot zu kämpfen, ihre Bronchien sind verengt.</p>
<p></p>
<p>Nicht selten verläuft die Erkrankung tödlich. Die Hauptursache: Zigarettenqualm; neun von zehn Betroffenen sind Raucher. Dem Essener Wissenschaftler Dr. Bernhard B. Singer, Spezialist für Biochemie, Molekularbiologie und Immunologie am Institut für Anatomie des Universitätsklinikums, ist zusammen mit Kollegen aus Berlin und dem schwedischen Malmö ein Durchbruch in der Erforschung dieser lebensgefährlichen Erkrankung gelungen. Die Ergebnisse veröffentlichte er jetzt in der November-Ausgabe der renommierten Zeitschrift Nature Immunology.</p>
<p>„Bei ungefähr 50 Prozent der an COPD Erkrankten besiedeln so genannte Moraxellen die unteren Atemwege. Diese Bakterienstämme beeinflussen das Zusammenspiel von Rezeptoren im menschlichen Organismus und nehmen so negativen Einfluss auf den Krankheitsverlauf“, erklärt Dr. Bernhard B. Singer. Zum Hintergrund: Die Moraxellen in den Atemwegen der Patienten aktivieren den Rezeptor, also die „Empfangsstation der Zelle“, mit dem Namen CEACAM. Dieser wiederum hindert den TLR 2 – Rezeptor daran, seine Aufgabe – nämlich Bakterien zu erkennen und zu bekämpfen – richtig zu erfüllen. Mit dem Ergebnis, dass die Schleimhaut der Bronchien keine genügend starke Entzündung entwickeln können, um die Bakterien zu vernichten. So bleiben die Moraxellen für lange Zeit in den Bronchien und belasten die Lunge und damit den Patienten dauerhaft.</p>
<p>Neue Erkenntnisse nutzen bei Arthritis, Morbus Crohn oder Schuppenflechte<br />
Das Team um Dr. Bernhard B. Singer geht nun verstärkt der Frage nach, wie die Moraxellen genau wirken, um so den Patienten, die unter COPD leiden, besser helfen zu können. Gleichzeitig wollen die Forscher ihre Erkenntnis auch für Erkrankungen nutzen, die mit starken Entzündungen einhergehen – wie Colitis Ulcerosa, Morbus Crohn, Schuppenflechte oder Rheumatoide Arthritis. „Entzündungsreaktionen bei einigen Erkrankungen würden weniger stark ausfallen, wenn wir es schafften, die Wirkung von Moraxellen auf TLR2 zu imitieren“, erläutert Dr. Singer und ergänzt: „Nur durch die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Medizinern und Grundlagenforschern ist es uns hier gelungen, den medizinischen Fortschritt für den Menschen wieder ein Stückchen voranzubringen.“ Besonders hebt er in diesem Zusammenhang die enge Kooperation mit Dr. Hortense Slevogt, Fachärztin für innere Medizin und Infektiologie an der Berliner Charité, hervor.</p>
<p>Nähere Informationen:<br />
Dr. Bernhard B. Singer; Spezialist für Biochemie, Molekularbiologie und Immunologie am Institut für Anatomie des Universitätsklinikums Essen; Tel.: 0201/723-4389, <a class="autohyperlink" href="mailto:bernhard.singer@uk-essen.de" title="mailto:bernhard.singer@uk-essen.de">bernhard.singer&#8230;</a></p>

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		<title>Hodgkin-Lymphom &#8211; neue Eigenschaften entdeckt</title>
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		<pubDate>Wed, 08 Oct 2008 14:56:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Forscher entdecken immer neue Eigenschaften des Hodgkin-Lymphoms, eines häufigen Lymphdrüsenkrebs, der von weißen Blutzellen (B-Zellen) abstammt, aber viele Merkmale dieser Immunzellen verloren hat. Es ist deshalb einzigartig in seinem Erscheinungsbild und seinen Eigenschaften. In den Tumorzellen des Hodgkin-Lymphoms haben Björn Lamprecht und Dr. Stephan Mathas (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch und Charité &#8211; Universitätsmedizin [...]]]></description>
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<p>Forscher entdecken immer neue Eigenschaften des Hodgkin-Lymphoms, eines häufigen Lymphdrüsenkrebs, der von weißen Blutzellen (B-Zellen) abstammt, aber viele Merkmale dieser Immunzellen verloren hat. Es ist deshalb einzigartig in seinem Erscheinungsbild und seinen Eigenschaften. In den Tumorzellen des Hodgkin-Lymphoms haben Björn Lamprecht und Dr. Stephan Mathas (Max-Delbrück-Centrum für Molekulare Medizin, MDC, Berlin-Buch und Charité &#8211; Universitätsmedizin Berlin) die Produktion von Interleukin 21 (IL-21) nachgewiesen. Dieser Botenstoff (Zytokin) des Immunsystems fördert das Wachstum der Krebszellen und hilft ihnen, dem Immunsystem zu entkommen (Blood*, Vol. 112. Nr. 8, 2008, 3339-3347).</p>
<p></p>
<p>Bislang galt, dass IL-21 nur von T-Zellen, einer anderen Gruppe von Immunzellen, produziert wird. Die Blockade von IL-21 könnte nach Ansicht der Forscher aus dem Labor von Prof. Bernd Dörken in Zukunft zur Entwicklung neuer Therapiestrategien des Hodgkin Lymphoms führen. Sie kooperierten bei dieser Arbeit mit der Universität Tor Vergata, Rom (Italien).</p>
<p>Die Tumorzellen des Hodgkin-Lymphoms, die Hodgkin-/Reed-Sternberg- (HRS) Zellen, haben ihr Erscheinungsbild und ihre Eigenschaften durch Umprogrammierungen so verändert, dass Forscher erst 160 Jahre nach der Beschreibung der Krankheit durch den britischen Arzt Sir Thomas Hodgkin (1832) mit Hilfe molekularbiologischer Methoden 1994 herausfanden, dass der nach ihm benannte Lymphdrüsenkrebs von weißen Blutzellen (B-Zellen) abstammt. Obwohl HRS-Zellen aus  B-Zellen hervorgegangen sind, haben sie die Expression der meisten B-Zell-Gene verloren.</p>
<p>Arbeitshypothese für die jetzt publizierte Arbeit war, daß die Tumorzellen durch den Verlust vieler B-Zell spezifischer Gene alternative Signalwege benötigen, um ihr bösartiges Wachstum aufrecht zu erhalten. &#8220;Die Reprogrammierung kann den Zellen des Hodgkin- Lymphoms diesen Überlebensvorteil verschaffen&#8221;, erläutert Dr. Mathas. Die Forscher suchten deshalb nach Faktoren, die normalerweise nicht von B-Zellen stammen. Sie wurden fündig mit dem Gen für den Botenstoff IL-21.</p>
<p>Unterschiedliche Funktionen von IL-21 IL-21 ist erst vor wenigen Jahren bei T-Zellen entdeckt worden. Die Funktion von IL-21 ist aber je nach Zellart sehr unterschiedlich. IL-21 bringt in einigen Zelltypen etwa das Schutzprogramm des Körpers auf Trab, das Forscher den programmierten Zelltod oder Apoptose nennen. Dieses Selbstmordprogramm trägt jede Zelle in sich, damit sie sich, wenn sie verändert oder defekt ist, umbringt. Dadurch wird verhindert, dass der gesamte Organismus durch die kranke Zelle geschädigt wird.</p>
<p>So kurbelt IL-21 die T-Zellen das Immunsystem an und treibt zum Beispiel Zellen der chronisch-lymphatischen Leukämie vom B-Zell-Typ (B-CLL) in den Selbstmord. Bei T-Zell-Leukämien hingegen macht IL-21 genau das Gegenteil und fördert das Krebswachstum.</p>
<p>Erstmals konnten die Forscher aus Berlin und Rom zeigen, daß IL-21 von lymphatischen Zellen, die ursprünglich aus B-Zellen hervorgegangen sind, produziert wird. IL-21 aktiviert einen bestimmten Signalweg (STAT3) und schaltet darüber in HRS-Zellen eine Gruppe verschiedener Gene an, die das ungebremste Wachstum und Überleben der HRS-Zellen unterstützen.</p>
<p>IL-21 aktiviert auch Lockstoff für Zellen, die das Immunsystem unterdrücken Damit nicht genug. IL-21 aktiviert nach den weiteren Erkenntnissen der Forscher in den HRS-Zellen außerdem ein Protein (MIP-3 alpha), das eine Gruppe von T-Zellen zu dem Tumor lockt, die das Immunsystem unterdrücken. Diese regulatorischen T-Zellen halten im gesunden Organismus das Immunsystem in Schach und verhindern, dass es zu überschießenden Immunreaktionen kommt.</p>
<p>In der Umgebung der HRS-Zellen findet sich eine Vielzahl dieser regulatorischen T-Zellen. Angelockt  von MIP-3-alpha, können sie eine wirksame Immunabwehr des Körpers gegen die HRS-Zellen unterdrücken. Die Produktion solcher Lockstoffe könnte, so die Forscher, auch eine Ursache dafür sein, dass das Hodgkin-Lymphom so wenige Tumorzellen enthält. Sie machen lediglich  0.1 bis ein Prozent des Gewebes aus.</p>
<p>Im Tierversuch hat sich bei immunologischen Erkrankungen wie zum Beispiel der rheumatoiden Arthritis oder des Lupus erythematodes, einer Krankheit, die unter anderem mit Hautveränderungen sowie Entzündungen von Gefäßen und Gelenken einhergeht, gezeigt, dass sich die Symptome deutlich verbessern können, wenn IL-21 blockiert wird. &#8220;Gelänge es,&#8221; so Dr. Mathas, &#8220;beim Menschen IL-21 oder auch MIP-3 alpha in den Tumorzellen zu hemmen, könnte dies möglicherweise ein neuer Therapieansatz für das Hodgkin-Lymphom sein.&#8221; Bisher ist das Hodgkin-Lymphom insbesondere mit Chemotherapie auch im fortgeschrittenen Stadium zwischen 80 und 90 Prozent heilbar. Diese Therapien können jedoch schwere Nebenwirkungen haben und eine erneute Krebserkrankung auslösen. Erst kürzlich waren Dr. Mathas und Dr. Martin Janz für ihre Arbeiten zum Hodgkin-Lymphom mit dem Curt-Meyer- Gedächtnis-Preis der Berliner Krebsgesellschaft ausgezeichnet worden.</p>
<p>*Aberrant expression of the Th2 cytokine IL-21 in Hodgkin lymphoma cells regulates STAT3 signaling and attracts Treg cells via regulation of MIP-3 alpha</p>
<p>Björn Lamprecht1,2, Stephan Kreher1,2, Ioannis Anagnostopoulos4, Korinna Jöhrens4, Giovanni Monteleone3, Franziska Jundt1,2, Harald Stein4, Martin Janz1,2, Bernd Dörken1,2 and Stephan Mathas1,2</p>
<p>1Max-Delbrück-Center for Molecular Medicine, Robert-Rössle-Str. 10, 13125 Berlin;2Hematology, Oncology and Tumorimmunology, Charité, Medical University Berlin, CVK, Augustenburger Platz 1, 13353 Berlin; 3Dipartimento di Medicina Interna e Centro di Eccellenza per lo Studio delle Malattie Complesse e Multifattoriali, Università Tor Vergata, Rome, Italy; 4Institute for Pathology, Charité, Medical University Berlin, CBF, Hindenburgdamm 30, 12200 Berlin, Germany; prepublished online August 6, 2008; DOI 10.1182/blood-2008-01-134783</p>

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		<title>Rheuma? Tipps aus der Naturheilpraxis</title>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 10:06:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Die Mutter, 54 Jahre, kam an Krücken in die Praxis. Ihre Tochter, 33 Jahre, begrüsste ihn ohne Händedruck. Der erfahrene Münchner Heilpraktiker Lothar Ohlhäuser wusste sofort: Rheuma. Er berichtet: &#8220;Die Untersuchungen bestätigten meine Vermutung. Die beiden Frauen sind Floristinnen. Sie haben die Hände häufig in kaltem Wasser, stehen tagaus, tagein auf eisigem Steinboden, im Geschäft [...]]]></description>
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<p><span style="font-size: 18px; font-weight: bold"></span>Die Mutter, 54 Jahre, kam an Krücken in die Praxis. Ihre Tochter, 33 Jahre, begrüsste ihn ohne Händedruck. Der erfahrene Münchner Heilpraktiker Lothar Ohlhäuser wusste sofort: Rheuma. Er berichtet: &#8220;Die Untersuchungen bestätigten meine Vermutung. Die beiden Frauen sind Floristinnen. Sie haben die Hände häufig in kaltem Wasser, stehen tagaus, tagein auf eisigem Steinboden, im Geschäft ist es kühl wegen der Blumen. All das begünstigt Rheuma.&#8221; <br class="br1" /><br />
Gelenkrheuma, die rheumatoide Arthritis, ist eine der häufigsten chronisch-entzündlichen Erkrankungen. Schätzungsweise eine Million Menschen in Deutschland leiden darunter. Die Ernährung und der Lebensstil der Patienten spielen dabei eine zentrale Rolle. Heilpraktiker Ohlhäuser: &#8220;Rheuma geht immer mit einer chronischen Übersäuerung des Körpers, einer latenten Azidose, einher. Typisch dafür sind auch Beschwerden wie Antriebslosigkeit, Müdigkeit, kein Appetit. Sie signalisieren, dass die biologische Balance im Stoffwechsel nicht mehr funktioniert.&#8221;</p>
<p>Das Gleichgewicht von Säuren und Basen im Organismus ist Voraussetzung für einen gesunden Zellstoffwechsel. Zu einer chronischen Übersäuerung kommt es vor allem durch eiweissreiche Ernährung. Also durch zu viel Fleisch und Wurst, Käse und Backwaren, die im Körper ständig Säuren produzieren. Überschüssige Säuren werden im Bindegewebe und in den Gelenken abgelagert. Das Gewebe verliert seine Wasserbindungsfähigkeit, was Rheumaschmerzen begünstigen kann.</p>
<p>Für den Befund setzt der Heilpraktiker verschiedene Verfahren ein. Bei der Augendiagnose lassen bestimmte Hinweise Störungen erkennen. Bei der Dunkelfeldanalyse wird das Milieu in einem Blutstropfen (Fingerkuppe) unter einem Spezialmikroskop betrachtet. Veränderungen zeigen, dass das Energiepotenzial im Körper zusammengebrochen ist. Bei der Antlitzdiagnostik wird etwa auf eine typische seitliche Steilfalte geachtet, sie kennzeichnet eine erbliche Veranlagung für Rheuma. Harnanalyse und Darmdiagnostik ergänzen die Diagnose des Heilpraktikers.</p>
<p>Ohlhäuser: &#8220;Ohne Entsäuerung kann man Rheuma nicht vernünftig behandeln.&#8221; Er empfiehlt als Basistherapie die tiefenwirksame Entsäuerung als Intensivkur über sechs bis zwölf Wochen. Seine Patienten nehmen täglich basische Vitalstoffe (32 g Basica Vital) und bekommen zwei- bis dreimal pro Woche eine Infusion mit basenbildenden Heillösungen. Die Supplementierung mit Basica reduziert die Schmerzen, verbessert die Beweglichkeit und kann sogar die Rheumamedikamente verringern. Das zeigte auch eine wissenschaftliche Studie bei Patienten mit rheumatoider Arthritis.</p>
<p>Zusätzlich rät der Heilpraktiker zur konsequenten Umstellung auf basenreiche Ernährung mit Gemüse, Obst und Salat &#8211; ohne Zucker, Fast Food, Fertiggerichte. Ohlhäuser: &#8220;Für die meisten Menschen ist ein übersäuerter Organismus nicht schlimmer als ein harmloser Schnupfen. Doch tatsächlich kommt der ganze Stoffwechsel durcheinander. Durch eine Entsäuerung verändert sich alles positiv.&#8221;</p>
<p></p>
<p>Präparate mit bioaktiven, basischen Vitalstoffen wie Citrate (zum Beispiel in Basica) haben einen verlängerten basischen Effekt und wirken zielgenau im Stoffwechsel.</p>
<p><strong>Tipps:</strong><br />
Schnelle Hilfe: Entzündliches Rheuma bricht meist zwischen dem 30. und 40. Lebensjahr aus. Frauen sind etwa dreimal häufiger betroffen als Männer. Wichtig: Schon beim ersten Verdacht fachliche Hilfe suchen. Je schneller behandelt wird &#8211; in den ersten sechs Monaten &#8211; umso besser sind die Chancen.</p>
<p>Bewegung: Die Deutsche Rheumaliga (<a href="http://www.rheuma-liga.de/" target="_blank">http://www.rheuma-liga.de</a>) und Krankenkassen bieten Rheumagymnastik mit aktiven Behandlungsprogrammen an. Generell gut sind Ausdauersport wie Walken, Joggen, oder Schwimmen, mindestens dreimal 30 Minuten pro Woche, optimal sind fünfmal 45 Minuten.</p>
<p>Viel trinken: Zwei bis drei Liter täglich, vorzugsweise stilles Mineralwasser, keine Softdrinks.</p>
<p>Stress abbauen: Ideal eignen sich zum Beispiel Yoga, autogenes Training, oder ausgedehnte Spaziergänge. Wer entspannt ist, wird nicht sauer.</p>
<p>Lactose-Intoleranz: Für Menschen, die Milchzucker nicht vertragen, wird das milchzuckerfreie Basica Heiss+Kalt empfohlen.</p>
<p>Gluten-Unverträglichkeit: Alle Basica-Produkte sind 100% glutenfrei und können von Zöliakie-Patienten verwendet werden.</p>
<p>Säure-Basen-Ausgleich: Eine neue Broschüre mit dem Titel &#8220;Ihre 9-Tage-Kur zum Säure-Basen-Ausgleich&#8221; bekommt man gratis in Apotheken, Reformhäusern und beim Basica-Beratungsdienst in Ismaning, Tel. 089-996553-666, oder per E-Mail: <a href="mailto:info@basica.de.">info@basica.de.</a></p>
<p>Die Broschüre gibt es auch zum Download im Internet: <a href="http://www.basica.de/content/e555/e590/index_ger.html" target="_blank">http://www.basica.de/content/e555/e590/index_ger.html</a></p>
<p>Entsäuerungstherapie: Wer eine solche Therapie machen möchte findet im Internet Heilpraktiker, Ärzte und andere Säure-Basen-Therapeuten in seiner Region.<br />
Die Suchadresse: <a href="http://www.basica.de/Therapeutenverzeichnis" target="_blank">http://www.basica.de/Therapeutenverzeichnis</a></p>

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		<title>Eine Rheumapille wirkt über Nacht</title>
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		<pubDate>Mon, 21 Jan 2008 13:15:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Zeitsteuerung verkürzt Dauer der morgendlichen Gelenksteifigkeit Rheumapatienten können jetzt gleich nach dem Erwachen aufatmen: Eine neue Tablette wirkt der krankheitsbedingten Morgensteifigkeit der Gelenke bereits nachts entgegen, indem der entzündungshemmende Wirkstoff Prednison genau zum richtigen Zeitpunkt freigesetzt wird. Das belegt eine Studie der Charité “ Universitätsmedizin Berlin, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Lancet erschienen [...]]]></description>
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<p>Zeitsteuerung verkürzt Dauer der morgendlichen Gelenksteifigkeit</p>
<p>Rheumapatienten können jetzt gleich nach dem Erwachen aufatmen: Eine neue Tablette wirkt der krankheitsbedingten Morgensteifigkeit der Gelenke bereits nachts entgegen, indem der entzündungshemmende Wirkstoff Prednison genau zum richtigen Zeitpunkt freigesetzt wird. Das belegt eine Studie der Charité “ Universitätsmedizin Berlin, die in der aktuellen Ausgabe der Fachzeitschrift Lancet  erschienen ist.<br />
Bei Patienten mit rheumatoider Arthritis sind die Gelenke morgens häufig geschwollen, steif und schmerzen. Die Einnahme eines entzündungshemmenden Medikamentes kann dann nicht sofort helfen, da die Reaktionszeit zu lang ist. Deshalb wurde jetzt eine Tablette mit Verzögerungsmechanismus entwickelt: Sie wird gegen 22 Uhr eingenommen und setzt den Wirkstoff erst vier Stunden nach der Einnahme frei, wenn gegen zwei Uhr morgens der frühmorgendliche Entzündungsschub einsetzt.<br />
Unter der Leitung von Prof. Frank Buttgereit von der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie ist die neue Pille an 288 Patienten getestet worden. Der eine Teil nahm über einen Zeitraum von drei Monaten das Kortisonpräparat Prednison am Morgen ein, der andere bekam vor dem Zubettgehen die neue Tablette.<br />
Das Ergebnis: Mit der Abendtablette klang die Morgensteifigkeit deutlich früher ab als bei der herkömmlichen Einnahme.<br />
Die Verzögerung wird durch eine Hülle erreicht, die den Wirkstoff zunächst zurückhält. Durch diesen Mantel dringt Flüssigkeit ein, was nach etwa vier Stunden zum Platzen der Tablette führt “ das Prednison gelangt in den Körper, als würde die sie erst jetzt eingenommen.<br />
Zusätzliche Nebenwirkungen wurden beim neuen Präparat nicht festgestellt.<br />
&#8220;Am richtigen Timing haben wir lange gefeilt&#8221;, erklärt Prof.<br />
Buttgereit. &#8220;Es könnte nicht nur vielen Rheumapatienten Erleichterung bringen “ möglicherweise sind unsere Ergebnisse auch gewinnbringend für andere Erkrankungen wie zum Beispiel Asthma&#8221;. Hier treten ebenfalls nächtliche und morgendliche Symptome auf, gegen die Kortisonpräparate wirksam sind.</p>
<p>Kontakt<br />
Prof. Frank Buttgereit<br />
Medizinische Klinik mit Schwerpunkt Rheumatologie und Klinische Immunologie<br />
Charité -<br />
Universitätsmedizin Berlin<br />
Tel.: 030 “ 450 513 125<br />
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		<title>Innovativer Therapieansatz gegen Rheuma</title>
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		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 17:01:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Werner Hense</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Substanz aus körpereigenem Blut als vielversprechender Ansatz Ein Düsseldorfer Orthopädenteam hat beim diesjährigen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie eine neue biologische Stoffklasse zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten wie Rheuma vorgestellt. Die so genannten Exosomen, die bei der Steuerung des Immunsystems eine wichtige Rolle spielen, haben in ersten Versuchen bereits deutlich positive Wirkung gezeigt, berichtet Peter Wehling [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[
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<p>Substanz aus körpereigenem Blut als vielversprechender Ansatz</p>
<p>Ein Düsseldorfer Orthopädenteam hat beim diesjährigen Kongress für Orthopädie und Unfallchirurgie eine neue biologische Stoffklasse zur Behandlung von Autoimmunkrankheiten wie Rheuma vorgestellt. <span id="more-9922"></span>Die so genannten Exosomen, die bei der Steuerung des Immunsystems eine wichtige Rolle spielen, haben in ersten Versuchen    bereits deutlich positive Wirkung gezeigt, berichtet Peter Wehling vom Zentrum für molekulare Orthopädie <a href="http://www.neue-orthopaedie.de" title="http://www.neue-orthopaedie.de" class="autohyperlink" target="_blank">www.neue-orthop&#8230;</a> .</p>
<p>Beim Gelenkrheuma handelt es sich um eine schwere Störung des Immunsystems, da die Immunzellen die eigenen Gelenkzellen angreifen und  somit das Gelenk zerstören. Durch Zufall entdeckten die Düsseldorfer Forscher gemeinsam mit Kollegen von der Harvard Universität die Exosomen. Exosomen sind winzig kleine Zellpartikel, die von den weissen Blutkörperchen produziert werden. &#8220;Bei einer Gentherapiestudie stellte sich heraus, dass kleine Partikel über das Lymphsystem zwischen den entzündeten Gelenken hin- und herreisten und überraschende Wirkungen zeigten&#8221;, erklärt Wehling gegenüber pressetext. Wenn sie in ein Gelenk injiziert wurden, ging es dem Gelenk auf der anderen Körperseite ebenfalls besser. Dieses Phänomen passte nicht in das Verständnis über die Entstehung von Rheuma und anderer Immunerkrankungen. &#8220;Bei weiteren ausführlichen Forschungen entdeckten wir die Exosomen und konnten eine spezielle Form dieser Nanopartikel aus weissen Blutkörperchen isolieren&#8221;, so Wehling.</p>
<p>Im Rheuma-Modell bei Mäusen hat sich gezeigt, dass Exosomen hochwirksam sind und sich die Rheumasymptome stark besserten. Bei gesunden Menschen zeigten sich die Sicherheit der Exosomen und ein Absinken eines Entzündungsparameters im Blut, dem so genannten CRP. &#8220;Durch Exosomen lernt das Immunsystem wieder, eigene Zellen als eigen und fremde Zellen als fremd zu erkennen&#8221;, erklärt der Wissenschaftler. An rund 100 Patienten, bei denen die klassischen Basistherapien (Kortison, Methotrexat, Anti-TNF) nicht ausreichten, um einen Stillstand der Entzündung in einzelnen Gelenken zu bewirken, untersuchte der Wissenschaftler die neue Therapie. &#8220;In der klinischen Anwendung hat sich die Rheumatherapie mit Exosomen, die aus den Blutzellen des jeweiligen Patienten in einem speziellen Verfahren hergestellt werden, in Einzelfällen als wirksam und sicher erwiesen&#8221;, so Wehling.</p>
<p>&#8220;Grosse randomisierte klinische Studien müssen aber noch zeigen, ob die lokale Behandlung mit Exosomen langfristig Vorteile gegenüber den    herkömmlichen Therapien bietet bzw. Diese dauerhaft ergänzt&#8221;, meint der Wissenschaftler. Forscher wie etwa der Molekulargenetiker Paul Robbins    von der University of Pittsburgh <a href="http://www.mgb.pitt.edu" title="http://www.mgb.pitt.edu" class="autohyperlink" target="_blank">www.mgb.pitt.ed&#8230;</a> arbeiten derzeit mit Wehling an weiteren Untersuchungen. Das klinische Potenzial der Exosomen, die aus Monozyten hergestellt werden, kann nach Meinung der Wissenschaftler jedoch nicht gross genug eingeschätzt werden, weil ein neu entdeckter Mechanismus der Immunitätsregelung genutzt wird.<br />
&#8220;Daraus ergeben sich möglicherweise auch neue Möglichkeiten bei der Behandlung anderer Autoimmunerkrankungen wie etwa der Schuppenflechte oder der Multiplen Sklerose.&#8221;</p>
<p>Allein in Deutschland leiden 800.000 Menschen an Gelenkrheuma, der so genannten Rheumatoiden Arthritis. In den meisten Fällen handelt es sich um ein chronisches Leiden, das in Schüben verläuft und oft zur Arbeitsunfähigkeit oder zur Frührente führt. Von der Erkrankung sind auch schon rund 12.000 bis 15.000 Kinder und Jugendliche betroffen. Die Ursachen der landläufig als &#8220;Rheuma&#8221; bezeichneten Erkrankung sind noch nicht bekannt. Die klassische Therapie zielt daher lediglich auf die Behandlung der Symptome ab. Dabei werden entzündungshemmende Schmerzmittel und Kortison verabreicht.</p>

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